In der Werkstatt: unsere Zukunft als Kirche vor Ort

Müssen, wollen, können: Veränderung
Dass die Katholische Kirche sich verändern muss, will und auch kann, ist unbestritten. Das gilt für die Weltkirche genauso wie für die einzelnen Kirchengemeinden vor Ort - zum Beispiel: Kassel.

2006: Pastoralprozess und Pastoralverbünde
Im Bistum Fulda bringt Bischof Heinz Josef Algermissen 2002 den "pastoralen Prozess" auf den Weg. Für die Katholische Kirche Kassel hat das 2006 die Gründung von vier Pastoralverbünden zur Folge:

  • Pastoralverbund Kassel Mitte
    St. Bonifatius, St. Elisabeth, Sankt Familia, St. Joseph und St. Laurentius
  • Pastoralverbund Seliger Adolph Kolping Kassel Süd-Baunatal
    Christus Erlöser (Baunatal), Herz Jesu, St. Nikolaus von Flüe, St. Theresia vom Kinde Jesu
  • Pastoralverbund St. Kunigunde Kassel-Ost
    St. Andreas, St. Kunigundis, St. Johannes Bosco (Lohfelden), St. Heinrich (Oberkaufungen)
  • Pastoralverbund St. Maria Kassel-West
    Herz Mariae, Maria Königin des Friedens, St. Maria, St. Michael

2009: Zukunftswerkstatt
2009 ruft Dechant Harald Fischer die „Zukunftswerkstatt“ ins Leben. In ihr suchen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener kirchlicher Einrichtungen, Priester, Theologen/innen und Organisationsfachleute nach inhaltlichen und organisatorischen Zukunftswegen für die Kirche vor Ort. Die „Zukunftswerkstatt“ initiiert das Projekt „Katholische Kirche Kassel lernt dem Leben zu dienen". Dazu gehören drei Arbeitsgruppen, die ab Sommer 2011 die Lebensräume „Innenstadt“, „Marbachshöhe“ und Kasseler Norden besonders in den Blick nehmen. Die Planung einer Citypastoral in der Kasseler Innenstadt mit Sitz in der Elisabethkirche spielt dabei eine besondere Rolle. Eine vierte Arbeitsgruppe erarbeitet Empfehlungen für mögliche engere Kooperationen und Fusionen von Kasseler Pfarreien.

2006-2013: Intensive Diskussionen
Diese Empfehlungen werden zur Zeit in den Gemeinden diskutiert. Dazu gab es am 8. November 2012 eine Diskussionsveranstaltung mit Dechant Harald Fischer im Regionalhaus Adolph Kolping.
Auch der Dekanatstag für Pfarrer, Frauen und Männer im Pastoralen Dienst, Pfarrgemeinderäte und Verwaltungsräte am 23. Februar 2013 in der Engelsburg wird sich an vier ausgewählten Themen (Neue Formen der Sakramentenpastoral, Glaubensweitergabe an Fernstehende, Seniorenpastoral, Netzwerk sozialer Nöte) mit dem Thema "Zukunft der Katholischen Kirche Kassel" auseinandersetzen.

2010: Brief der Hoffnung
Parallel zu den Ideen und Diskussionen vor Ort rief Bischof Heinz Josef Algermissen die Pastoralverbünde dazu auf, einen "Brief der Hoffnung" zu schreiben. in diesem Brief sollte die eigene Situation analysiert und Visionen formuliert werden.

Alle Dokumente zum Download
Weiter unten können alle hier genannten Dokumente heruntergeladen und gelesen werden.

Dem Leben dienen (2012)

Das pdf-Dokument "Katholische Kirche Kassel lernt dem Leben zu dienen - vom Schicksal zur Wahl" enthält die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft "Lebensraumorientierte Seelsorge": Es informiert über das Zukunftskonzept für die Katholische Kirche Kassel, stellt die "Lernorte" Innenstadt und Marbachshöhe vor und enthält einen Ausblick auf die "neue Sozialgestalt der Kirche".

Zukunftskonzept: Die Kirche von Kassel lernt dem Leben zu dienen. Kassel 2020: Vom Schicksal zur Wahl

Lernort Kasseler Norden (2012)

Das pdf-Dokument "Lernort Kasseler Norden - hin zu einer Sozialkirche" analysiert die Situation in drei Gemeinden St. Joseph, St. Bonifatius und St. Laurentius sowie den Stadtteilen Rothenditmold, Nordholland und Philippinenhof/Warteberg. Der Leitgedanke für die Zukunft: "Hilfsangebote erreichen die Betroffenen nur, wenn sie sozialraumbezogen sind. Kirchliche Angebote erreichen die hier lebenden Menschen dann, wenn diese die prekäre Lebenssituation der Menschen berücksichtigen."

Zukunftswerkstatt AG Empfehlungen Kasseler Norden

Die neue Bistumsstrategie 2014

Zusammen mit den Verantwortlichen auf Bistumsebene entwickelt Bischof Heinz Josef Algermissen Grundsätze für eine Bistumsstrategie, die Richtungsentscheidungen für das Bistum formuliert. "Wir sind davon überzeugt", so der Bischof von Fulda, "dass sie uns als Kirche von Fulda mit Gottes Hilfe in eine gute Zukunft führen werden."

Diese Grundsätze, die auf Basis einer fundierten Analyse und einer sorgfältigen Auswertung der Rückmeldungen aus dem bisherigen Dialogprozess (u.a. Brief der Hoffnung) entstanden, werden innerhalb der nächsten Monate "in Form strategischer Ziele konkretisiert." Grundsätze und strategische Ziele sollen dann als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen im Bistum dienen.

Es wird um Rückmeldung zu folgenden Fragen gebeten:

    1. Was fehlt inhaltlich in den Grundsätzen?
    2. Welche alternativen Formulierungen am bestehenden Text schlagen Sie vor?
    3. Welche Konsequenzen haben die vorliegenden Grundsätze für Ihre Arbeit vor Ort?

Textarbeit
Die Rückmeldungen zu den Grundsätzen und der Strategischen Analyse werden in den Pastoralverbünden organisiert und gesammelt. Von dort aus gehen sie an das Generalvikariat.

Im Folgenden finden Sie die genannten Dokumente zum Download:

Brief der Hoffnung 2010

Im Juli 2009 bat Bischof Heinz Josef Algermissen die Pastoralverbünde, einen „Brief der Hoffnung“ zu schreiben. Die Aufforderung lautete, sich mit den Fragen der Zukunft des kirchlichen Lebens und Arbeitens vor Ort auseinanderzusetzen und darüber mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen.

Zum Vorgehen
Die Gremien der fünf Gemeinden des Pastoralverbunds Kassel Mitte und die Hauptamtlichen haben die Thematik dieses Briefes jeweils zum Gegenstand besonderer Einkehrwochenenden der Pfarrgemeinderäte gemacht. Als Zwischenschritt sind jeweils eigene Brieftexte aus der Sicht der jeweiligen Gemeinden entstanden. Eine kleine Redaktionsgruppe hat diese ursprünglich fünf „Briefe der Hoffnung“ dann zu einem Entwurf verbunden. Dieser wiederum war erneut Gegenstand der Beratung, Veränderung und Ergänzung in den Pfarrgemeinderäten und schließlich im Pastoralverbundsrat.

Von Hoffnung beseelt
Das pdf-Dokument "Brief der Hoffnung" drückt in konzentrierter Form aus, wie die Verantwortlichen in den Gemeinden des Pastoralverbundes die Situation und die Rahmenbedingungen des eigenen kirchlichen Lebens einschätzen, welche Aufgaben und Schwerpunkte deutlich geworden sind und wie sehr sich alle von einer Hoffnung beseelen lassen, die auch vor vermeintlich Undenkbarem und Unlösbarem nicht Halt machen möchte.

Brief der Hoffnung 2010 - Pastoralverbund Kassel Mitte

"Als Kirche von Fulda haben wir Teil am sakramentalen Wesen und Dienst der universalen Kirche. Wir sind berufen zum Dienst an der Welt und gesandt zum Heil der Menschen (vgl. LG 1). Unser Auftrag ist es, Gott in unserer Zeit in den kirchlichen Grundvollzügen der Martyria, Diakonia und Leiturgia für die Menschen berührbar zu machen."

Entwurf Grundsätze Bistumsstrategie 2014

Analyse

1. Die Zahl der Katholiken geht kontinuierlich zurück.
2. Der Stellenwert kirchlicher Angebote hat sich massiv verändert, zu beobachten an den rückläufigen Gottesdienstbesucherzahlen (von 1981 bis 2012: Rückgang um 49,7%) und den Kasualien (z.B. Trauungen: von 1981 bis 2012 Rückgang um 61%).
3. Die Ausgaben des Bistums steigen im Vergleich zu den Einnahmen überproportional.
4. Die Zahl der Priester ist rückläufig. Auch bei der Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter/innen sind in den nächsten Jahren Rückgänge zu erwarten.

Entwurf Analyse Bistumsstrategie 2014

1. Was fehlt?
2. Welche Formulierungen schlagen Sie vor?
3. Welche Konsequenzen ergeben sich für Ihre Arbeit vor Ort?

Entwurf Rueckmeldebogen Bistumsstrategie 2014

Glossar

Im Glosssar wird die Bedeutung von Begriffen wie 

  • Additive Pastoral
  • Berufungspastoral
  • Ermöglicher von Pastoral
  • Experimentelle Pastoral
  • Geh-hin-Kirche
  • Kategoriale Seelsorge
  • Lokale Kirchenkulturen
  • Netzwerk pastoraler Orte etc

beschrieben.

Entwurf Glossar Bistumsstrategie 2014

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