Veranstaltungskalender

  • Mittwoch, 09.09. | 19:30

Kultur.Liebe.Hoffnung :: Lyrisches Konzert zum Thema Trauer

Ein lyrisches Konzert mit Ulrika Völkel, Katharina Fendel und Annika Rink findet heute um 19.30 Uhr in der Elisabethkirche Kassel statt. Titel ist „La Llorona – Die Weinende“.

Dieses Konzert aus der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ richtet sich ganz besonders an verwaiste Eltern und an alle, die einen geliebten Menschen verloren haben. Im Alltag gibt es zu wenig Raum für die zarten und tiefen Gefühle der Trauer. Innehalten ist „unmodern“ geworden. Doch der Tod und die Trauer fordern uns in die Stille und in Momente mit uns allein, aber auch in das Zusammensein mit Menschen die eine ähnliche Erfahrung teilen. Das  Konzert öffnet den Raum dafür. Inspiriert von Ulrika Völkels Texten und Gedichten über die Trauer entstand eine poetisch-musikalische Reise, in deren Mittelpunkt sich die Sehnsucht befindet. Zu ihren Texten sammelten Annika Rink und Katharina Fendel die schönsten und bewegendsten Lieder und Instrumentalstücke aus verschiedensten Kulturen und Epochen. Es finden sich die alten deutschen Komponisten ebenso wieder wie gefühlvolle Kompositionen aus der südamerikanischen Folklore und traurig-schöne Balladen aus der Popmusik. Veranstalter ist das Literaturhaus Nordhessen. Kooperationspartner des Abends sind die „Kleinen Riesen Nordhessen“. Der Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

Ulrika Völkel ist Yoga-Lehrerin, Shiatsu-Praktikerin und Ergotherapeutin. Nach dem Tod ihrer Schwester vor zwölf Jahren hat sie zum ersten Mal das Gedichteschreiben entdeckt, um der Trauer Ausdruck zu verschaffen. Nach dem Tod ihres Sohnes entstanden wieder Gedichte, die aus Liebe, Respekt und Schmerz geboren sind. Liebe und Respekt für den Weg der Seelen… und dem Schmerz derer, die ohne die Geliebten weiterleben.

Katharina Fendel wurde 1965 in Hamburg geboren. Sie gewann 1983 den 2. Bundespreis “Jugend musiziert”. Von 1984  bis 1989 studierte sie an der Hochschule für Musik Detmold. Sie wirkte in der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und in den Landestheatern Detmold und Flensburg mit. Seit 2002 lebt sie in Marburg. Seit 2011 unterrichtet sie an der Marburger Musikschule.

Annika Rink studierte von 2014 bis 2019 Musik und Spanisch an der Universität Kassel. Die Liebe zur Gitarre und ihrer vielseitigen Anwendung entfachte ihr Lehrer Johannes Treml. In Kassel studierte sie Gitarre bei Hermann Beuchert und Charango bei Diego Jascalevich. Zu ihren Leidenschaften zählen neben der Gitarre der Gesang und der (Flamenco-) Tanz. Durch ihre Affinität zur hispanischen Kultur unternimmt sie regelmäßige Reisen nach Spanien und Südamerika. In Tunesien erhielt sie den zweiten Platz in der Solokategorie des internationalen Gitarren-Festival “Istikhbar for Musics 2018”.

Der gemeinnützige Verein „Kleine Riesen Nordhessen e.V.“ ist der rechtliche Träger des KinderPalliativTeams Nordhessen. Er engagiert sich für den Aufbau und die dauerhaft zuverlässige Etablierung des ambulanten Teams aus Ärzten, Pflegern, Psychologen und Therapeuten zur medizinisch-pflegerischen und psychosozialen Versorgung von schwerkranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen im Regierungsbezirk Kassel und den angrenzenden Landkreisen.

Kultur.Liebe.Hoffnung :: 23 Kulturabende in der Elisabethkirche helfen
Die Elisabethkirche Kassel stellt von August bist Ende Oktober an zwei Abenden in der Woche ihre Kirche kostenlos Kulturschaffenden zur Verfügung. Jetzt steht das Programm fest. Mindestens 23 Abende wird es geben. Mittwochs beginnen die Angebote um 19.30 Uhr, donnerstags um 18 Uhr. Mit der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ will die Kirche Kulturschaffenden eine Auftrittsmöglichkeit und Einnahmen ermöglichen.

Bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam
Mit einem Aufruf hatte die Kirchengemeinde diese Möglichkeit vor drei Wochen publiziert. Herauskommen ist eine bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam. „Das Programm ist vielfältig und will Kulturschaffenden und Kulturnutzern gleichermaßen Hoffnung schenken“, so Organisator Marcus Leitschuh. Besonders interessant findet er, wie Kirche und Kultur, Raum und Themen, Künstlerinnen und Künstler, Kirchenbesucher und Gäste Bezüge herstellen und finden. Leitschuh: „Mal sind religiöse Themen und Bezugnahmen auf dem Raum eindeutig, dann wieder versteckt und spannend. Wir sind froh, als Kirche der Freiheit der Kunst einen Raum schenken zu, Vertrauen und Hoffnung aus dem Glauben heraus sichtbar werden lassen können.“

DAS PROGAMM IM ÜBERBLICK ...

Schirmherrin Kulturdezernentin Susanne Völker,
Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber

Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda).
Der katholische Bischof betont eine Kultur des Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft, eine Kultur zu prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen – und nichts soll Dich ängstigen“, so Bischof Gerber. 
Kulturdezernentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkungen durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbußen, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt sind. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel. Es ist schön, dass sich die Elisabethkirche in dieser besonderen Situation zusätzlich für Kulturschaffende öffnet und ihnen einen zentralen Ort für Auftritte und Veranstaltungen bietet.“

Solidarisch sein
Die Idee zur Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ hatten Regionalkantor Thomas Pieper und Marcus Leitschuh gemeinsam mit Renate Matthei vom Kasseler Kulturforum. Peter Bulowski ist Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth. Er betont das Motiv der Solidarität als Grundlage für das Engagement: „Aus der christlichen Grundhaltung von Glauben, Hoffnung und Liebe öffnen wir die Kirche und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht folgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“ Die Kulturschaffenden seien insgesamt sehr dankbar. Einige hatten seit März keine Einnahmen, müssten die längst geplante Lesung oder das gebuchte Konzert ausfallen. Unterstützt wird „Kultur.Liebe.Hoffnung“ durch die Pfarrei St. Elisabeth, die Kasseler Sparkasse, das Kulturamt der Stadt Kassel und das Land Hessen.

Hintergrund: Die Elisabethkirche
Die Elisabethkirche ist eine der größten Kasseler Kirchen und mit über 400 Plätzen auch einer der großen Veranstaltungsräume in der Stadt. Trotz der Covid-19 bedingten Hygiene- und Abstandsregeln bietet die Kirche aktuell rund 80 Menschen Platz. „Die Elisabethkirche hat sich in den letzten Jahren als Kulturkirche einen Namen gemacht, deshalb wollen wir als Christinnen und Christen jetzt ein solidarisches Zeichen setzen und helfen, dass wieder mehr Kulturerlebnisse möglich werden und Kulturschaffende die dafür notwendigen Aufführungsorte und Arbeitsmöglichkeiten finden“, so Projektleiter Marcus Leitschuh. „Aber gute Worte reichen nicht, deshalb bieten wir Raum und Infrastruktur.“ 

Maximal 80 Personen
Marcus Leitschuh: „Wir bitten um Verständnis, dass der Platz begrenzt ist. In der Kirche werden die Abstands- und Hygienemaßnahmen und Empfehlungen des Landes Hessen und des Bistums Fulda umgesetzt. Maximal aktuell 80 Menschen dürften in die Kirche und auf nummerierten Plätzen mit ausreichend Abstand sitzen. Bis zum Sitzplatz ist in der Kirche Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gibt keine Pause.“

Eintritt und/oder Spenden
Für die Organisation sind die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler verantwortlich, die entweder Eintritt oder Spenden erbitten.

Das vollständige Programm kann man auf www.elisabeth-kassel.de finden. Die einzelnen Events sind auch auf kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche eingetragen.

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Foto: privat

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