Veranstaltungskalender

  • Donnerstag, 03.09. | 18:00

Kultur.Liebe.Hoffnung :: Kostproben aus „Pfirsichbäckchen Mimi“

Ausschnitte aus dem von Jugendlichen in Kassel geschriebenen und im August 2020 uraufgeführten Musicals „ Pfirsichbäckchen Mimi“ gibt es heute in der Elisabethkirche Kassel. Das Konzert ist Teil der Reihe "Kultur.Liebe.Hoffnung". Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten. Karten kann man unter Tickets@studiolevkassel.de reservieren. Die Kirche ist vor der Aufführung ab 17.45 geöffnet. Die Kapazität ist begrenzt.

Mimi verlässt zum ersten Mal in ihrem Leben ihre sichere Welt
Die titelgebende Heldin Mimi, Tochter der berühmt-berüchtigten Dörti Dörte, ist in der Wäscherei ihrer Mutter glücklich, sicher und behütet. Vor der „Welt da draußen“ ist sie geschützt, nur ab und zu zieht sie Kleidungsstücke der Kundinnen und Kunden an und träumt sich durch deren Flecken in diese Welt, die sie ja eigentlich gar nicht sehen möchte. Eines Tages passiert jedoch etwas Unerwartetes und Mimi verlässt zum ersten Mal in ihrem Leben ihre sichere Seifenwelt...

Ein ganz und gar weltlichen Stück - gespielt vor dem Kreuz in einer Kirche
Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über eine spießige Stadt, in der wohl keiner so „normal“ ist, wie es den Anschein geben soll und ein Märchen in dem der Prinz nicht die Lösung aller Probleme darstellt. Die Handlung rund um die Wäscherei von „Dörti Dörte“ war ursprünglich nie für eine Aufführung in einer Kirche geplant, bekommt aber an diesem sakralen Ort einen besonderen Reiz. Marcus Leitschuh: „Schutz, Sünde, Liebe, Vergebung und die Sehnsucht nach Reinheit – Songs und Texte eines ganz und gar weltlichen Stückes mit Unterhaltung und Tiefgang, gespielt vor dem Kreuz in einer Kirche.“

Gemeinnütziger Verein für musikalische Bühnenprojekte
Studio Lev Kassel e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für musikalische Bühnenprojekte von und mit Jugendlichen in der Region Kassel. Der Verein will Nachwuchstalente aus der Region entdecken und fördern. Themen und Bedürfnisse der jungen Teilnehmer und Teilnehmerinnen finden in den Workshops und der Stückauswahl ihre Entsprechung. Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit werden gestärkt Toleranz, Feedback-Kultur und künstlerische Betätigung sollen helfen, das Selbstbewusstsein zu erhöhen. Der Anspruch dabei ist, gute Unterhaltung mit künstlerischem Anspruch zu bieten.

Kultur.Liebe.Hoffnung :: 23 Kulturabende in der Elisabethkirche helfen
Die Elisabethkirche Kassel stellt von August bist Ende Oktober an zwei Abenden in der Woche ihre Kirche kostenlos Kulturschaffenden zur Verfügung. Jetzt steht das Programm fest. Mindestens 23 Abende wird es geben. Mittwochs beginnen die Angebote um 19.30 Uhr, donnerstags um 18 Uhr. Mit der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ will die Kirche Kulturschaffenden eine Auftrittsmöglichkeit und Einnahmen ermöglichen.

Bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam
Mit einem Aufruf hatte die Kirchengemeinde diese Möglichkeit vor drei Wochen publiziert. Herauskommen ist eine bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam. „Das Programm ist vielfältig und will Kulturschaffenden und Kulturnutzern gleichermaßen Hoffnung schenken“, so Organisator Marcus Leitschuh. Besonders interessant findet er, wie Kirche und Kultur, Raum und Themen, Künstlerinnen und Künstler, Kirchenbesucher und Gäste Bezüge herstellen und finden. Leitschuh: „Mal sind religiöse Themen und Bezugnahmen auf dem Raum eindeutig, dann wieder versteckt und spannend. Wir sind froh, als Kirche der Freiheit der Kunst einen Raum schenken zu, Vertrauen und Hoffnung aus dem Glauben heraus sichtbar werden lassen können.“

DAS PROGAMM IM ÜBERBLICK ...

Schirmherrin Kulturdezernentin Susanne Völker,
Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber

Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda).
Der katholische Bischof betont eine Kultur des Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft, eine Kultur zu prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen – und nichts soll Dich ängstigen“, so Bischof Gerber. 
Kulturdezernentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkungen durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbußen, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt sind. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel. Es ist schön, dass sich die Elisabethkirche in dieser besonderen Situation zusätzlich für Kulturschaffende öffnet und ihnen einen zentralen Ort für Auftritte und Veranstaltungen bietet.“

Solidarisch sein
Die Idee zur Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ hatten Regionalkantor Thomas Pieper und Marcus Leitschuh gemeinsam mit Renate Matthei vom Kasseler Kulturforum. Peter Bulowski ist Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth. Er betont das Motiv der Solidarität als Grundlage für das Engagement: „Aus der christlichen Grundhaltung von Glauben, Hoffnung und Liebe öffnen wir die Kirche und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht folgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“ Die Kulturschaffenden seien insgesamt sehr dankbar. Einige hatten seit März keine Einnahmen, müssten die längst geplante Lesung oder das gebuchte Konzert ausfallen. Unterstützt wird „Kultur.Liebe.Hoffnung“ durch die Pfarrei St. Elisabeth, die Kasseler Sparkasse, das Kulturamt der Stadt Kassel und das Land Hessen.

Hintergrund: Die Elisabethkirche
Die Elisabethkirche ist eine der größten Kasseler Kirchen und mit über 400 Plätzen auch einer der großen Veranstaltungsräume in der Stadt. Trotz der Covid-19 bedingten Hygiene- und Abstandsregeln bietet die Kirche aktuell rund 80 Menschen Platz. „Die Elisabethkirche hat sich in den letzten Jahren als Kulturkirche einen Namen gemacht, deshalb wollen wir als Christinnen und Christen jetzt ein solidarisches Zeichen setzen und helfen, dass wieder mehr Kulturerlebnisse möglich werden und Kulturschaffende die dafür notwendigen Aufführungsorte und Arbeitsmöglichkeiten finden“, so Projektleiter Marcus Leitschuh. „Aber gute Worte reichen nicht, deshalb bieten wir Raum und Infrastruktur.“ 

Maximal 80 Personen
Marcus Leitschuh: „Wir bitten um Verständnis, dass der Platz begrenzt ist. In der Kirche werden die Abstands- und Hygienemaßnahmen und Empfehlungen des Landes Hessen und des Bistums Fulda umgesetzt. Maximal aktuell 80 Menschen dürften in die Kirche und auf nummerierten Plätzen mit ausreichend Abstand sitzen. Bis zum Sitzplatz ist in der Kirche Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gibt keine Pause.“

Eintritt und/oder Spenden
Für die Organisation sind die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler verantwortlich, die entweder Eintritt oder Spenden erbitten.

Das vollständige Programm kann man auf www.elisabeth-kassel.de finden. Die einzelnen Events sind auch auf kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche eingetragen.

E-Mail:

Foto: Studio Lev

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