Veranstaltungskalender

  • Mittwoch, 26.08. | 19:30

Kultur.Liebe.Hoffnung :: BOB-Dylan-ART-Project: Bob Dylan auf Mittelhessisch in der Elisabethkirche

Bob Dylans Lieder mit einfühlsamen Übersetzungen ins Mittelhessische sind heute in der Elisabethkirche Kassel zu hören. Christine, Jörg und Lutz Götzfried präsentieren die unvergessenen Songs unter dem Titel „BOB-Dylan-ART-Project“ in der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“. „Ein kulturelles Experiment“ nennen es Jörg und Lutz Götzfried, doch das einzige Experiment daran ist es vielleicht, die Zuhörer erst einmal in den Saal zu bekommen. Denn Dylan-Fans sind nicht gerade die Mundartfreaks, und umgekehrt gilt wohl im Schnitt das Gleiche.

Mundartfans wie Dylan-Fans werden begeistert sein
Wer erst die Beiden auf der Bühne erlebt, muss indessen begeistert sein: zwei nach außen grundverschiedene Brüder, die sich auf der Bühne zu einem höchst bemerkenswerten Team verbinden. Lutz Götzfried der Übersetzer und zugleich Musiker auf zahllosen Instrumenten ist, und Jörg Götzfried als der Sänger und Musiker – gemeinsam bringen sie Mundartfans wie Dylan-Fans zur Begeisterung. Jörg Götzfried, vor Jahren der Gründer der „Dylan Dreams“ und Gitarrist und Sänger im Duo, bringt viel vom klassischen Dylan-Sound auf die Bühne. Lutz Götzfried verblüfft am stärksten, wenn er im breitesten, aber recht gut verständlichen Mittelhessisch und mit sehr viel Ausdrucksstärke die Dylan-Texte rezitiert. Und er rezitiert tatsächlich, intensiv wie auf einer Theaterbühne, einfühlsam und lyrisch. „Wer einmal „Tambourine Man“ oder den Titelsong „Forever Young“ in diesem leicht angehauchten Hessisch übersetzt bekommen hat, wird seine heiß geliebten alten Platten oder seine Dylan-CDs in Zukunft mit einem ganz anderen Gefühl im Bauch hören“, so Sängerin Christine Götzfried, die sich als „Special Guest“ zu den Götzfried-Brüdern gesellt. Um eine Spende wird gebeten.

Andrea C. Ortolano ist seit über 30 Jahren freiberufliche Schauspielerin mit Auftritten in Japan, USA, Österreich, Luxemburg, Holland und Deutschland. Sie ist als Autorin, Regisseurin, Schauspielerin, Märchenerzählerin, Moderatorin und Kabarettistin aktiv. Bekannt ist sie auch durch Fernsehauftritte im Hessischen Rundfunk, RTL, Sat1 und in der ARD. 

Kultur.Liebe.Hoffnung :: 23 Kulturabende in der Elisabethkirche helfen
Die Elisabethkirche Kassel stellt von August bist Ende Oktober an zwei Abenden in der Woche ihre Kirche kostenlos Kulturschaffenden zur Verfügung. Jetzt steht das Programm fest. Mindestens 23 Abende wird es geben. Mittwochs beginnen die Angebote um 19.30 Uhr, donnerstags um 18 Uhr. Mit der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ will die Kirche Kulturschaffenden eine Auftrittsmöglichkeit und Einnahmen ermöglichen.

Bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam
Mit einem Aufruf hatte die Kirchengemeinde diese Möglichkeit vor drei Wochen publiziert. Herauskommen ist eine bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam. „Das Programm ist vielfältig und will Kulturschaffenden und Kulturnutzern gleichermaßen Hoffnung schenken“, so Organisator Marcus Leitschuh. Besonders interessant findet er, wie Kirche und Kultur, Raum und Themen, Künstlerinnen und Künstler, Kirchenbesucher und Gäste Bezüge herstellen und finden. Leitschuh: „Mal sind religiöse Themen und Bezugnahmen auf dem Raum eindeutig, dann wieder versteckt und spannend. Wir sind froh, als Kirche der Freiheit der Kunst einen Raum schenken zu, Vertrauen und Hoffnung aus dem Glauben heraus sichtbar werden lassen können.“

DAS PROGAMM IM ÜBERBLICK ...

Schirmherrin Kulturdezernentin Susanne Völker,
Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber

Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda).
Der katholische Bischof betont eine Kultur des Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft, eine Kultur zu prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen – und nichts soll Dich ängstigen“, so Bischof Gerber. 
Kulturdezernentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkungen durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbußen, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt sind. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel. Es ist schön, dass sich die Elisabethkirche in dieser besonderen Situation zusätzlich für Kulturschaffende öffnet und ihnen einen zentralen Ort für Auftritte und Veranstaltungen bietet.“

Solidarisch sein
Die Idee zur Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ hatten Regionalkantor Thomas Pieper und Marcus Leitschuh gemeinsam mit Renate Matthei vom Kasseler Kulturforum. Peter Bulowski ist Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth. Er betont das Motiv der Solidarität als Grundlage für das Engagement: „Aus der christlichen Grundhaltung von Glauben, Hoffnung und Liebe öffnen wir die Kirche und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht folgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“ Die Kulturschaffenden seien insgesamt sehr dankbar. Einige hatten seit März keine Einnahmen, müssten die längst geplante Lesung oder das gebuchte Konzert ausfallen. Unterstützt wird „Kultur.Liebe.Hoffnung“ durch die Pfarrei St. Elisabeth, die Kasseler Sparkasse, das Kulturamt der Stadt Kassel und das Land Hessen.

Hintergrund: Die Elisabethkirche
Die Elisabethkirche ist eine der größten Kasseler Kirchen und mit über 400 Plätzen auch einer der großen Veranstaltungsräume in der Stadt. Trotz der Covid-19 bedingten Hygiene- und Abstandsregeln bietet die Kirche aktuell rund 80 Menschen Platz. „Die Elisabethkirche hat sich in den letzten Jahren als Kulturkirche einen Namen gemacht, deshalb wollen wir als Christinnen und Christen jetzt ein solidarisches Zeichen setzen und helfen, dass wieder mehr Kulturerlebnisse möglich werden und Kulturschaffende die dafür notwendigen Aufführungsorte und Arbeitsmöglichkeiten finden“, so Projektleiter Marcus Leitschuh. „Aber gute Worte reichen nicht, deshalb bieten wir Raum und Infrastruktur.“ 

Maximal 80 Personen
Marcus Leitschuh: „Wir bitten um Verständnis, dass der Platz begrenzt ist. In der Kirche werden die Abstands- und Hygienemaßnahmen und Empfehlungen des Landes Hessen und des Bistums Fulda umgesetzt. Maximal aktuell 80 Menschen dürften in die Kirche und auf nummerierten Plätzen mit ausreichend Abstand sitzen. Bis zum Sitzplatz ist in der Kirche Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gibt keine Pause.“

Eintritt und/oder Spenden
Für die Organisation sind die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler verantwortlich, die entweder Eintritt oder Spenden erbitten.

Das vollständige Programm kann man auf www.elisabeth-kassel.de finden. Die einzelnen Events sind auch auf kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche eingetragen.

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Foto: privat

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