- Mittwoch, 18.02. | 19:30 - 21:00
Wohin gehst du, Kirche? Zwischen Erstarrung in Rom und Aufbruch an der Basis. Diskussion im Regionalhaus Adolph Kolping
Die Ereignisse in den letzten Wochen haben viele Katholiken verunsichert, enttäuscht und verärgert. Der Vatikan hat die Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft zurückgenommen. Diese ultrakonservative Vereinigung lehnt wesentliche Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils ab, das die katholische Kirche für die moderne Welt geöffnet hat. Unter den "Pius-Bischöfen" befindet sich der Holocaust-Leugner Richard Williamson. Das Vorgehen des Vatikans und sein Umgang mit Williamson hat weltweite Empörung – vor allem auch bei Katholiken – ausgelöst und den Verdacht verstärkt, die katholische Kirche stünde vor einer erzkonservativen Wende.
Neben diesen Ereignissen sind es aber genauso die regionalen Fragen und Probleme, die viele Katholiken bedrängen. Die Kirchen vor Ort, auch in Kassel, werden immer leerer. Jugendarbeit in der Kirche findet nur noch wenig Resonanz. Die neuen Pastoralverbünde werfen Fragen nach der Zukunft der einzelnen Ortsgemeinden auf. Wie werden unsere Gemeinden noch innovativ tätig? Sind sie Orte, an denen moderne Menschen den Glauben leben oder gar lernen können? Was nutzt das Engagement an der Basis, wenn durch die vatikanischen Aktionen Image und Glaubwürdigkeit der Kirche schwer beschädigt werden?
In der öffentlichen Diskussionsveranstaltung ist vor allem Zeit zum Meinungsaustausch. Kurze einleitende Statements geben Dechant Harald Fischer (Kassel), Marcus Leitschuh (Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken) und Prof. Dr. Hermann Heußner (Kasseler Katholik). Die Diskussionsleitung hat Christoph Baumanns (Pfarrgemeinderat St. Familia, Kassel).
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