2022

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Maria 2.0 Kassel
2019 bis 2021 ...

Mehr als zwei Jahre: Donnerstagsgebet

Das nächste Donnerstagsgebet findet am 8. September 2022 in Sankt Familia statt.

Das „Gebet am Donnerstag“ für Reformen in der katholischen Kirche wurde im Benediktinerinnen-Kloster Fahr in der Schweiz ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Gebet möchte „Schritt für Schritt“ den notwendigen Wandel der Kirche begleiten – so wie die Montagsgebete Ende der 1980er Jahre in Leipzig gesellschaftlichen Wandel begleitet haben.

Wachsendes „Gebetsnetz“
Seither wächst das Gebetsnetz – nicht mehr nur in der Schweiz. Es schenkt denen, die daran teilnehmen Mut und Zuversicht, den Weg einer Erneuerung der Kirche mitzugehen und mitzugestalten.

Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott
Im Gebet wird das Thema Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott gebracht; ebenso die Vision einer Kirche mit gleichberechtigtem Wirken von Männern und Frauen in allen Diensten und Ämtern sowie der Wunsch nach mehr Offenheit und Unterstützung für Menschen in ihrer Suche nach Lebenssinn – ohne Wertung oder Verurteilung.

Am 8. September in der Kirche Sankt Familia
Ulrike Knobbe und Jutta Mersch-Müller von der Initiative Maria 2.0 Kassel gestalten seit mehr als zwei Jahren ein Mal monatlich in der Kirche Sankt Familia, Kölnische Straße 53, das Donnerstagsgebet als kurze liturgische Feier – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln.

Auch zu Hause mitbeten
Wer nicht zur Kirche kommen kann, ist herzlich eingeladen, das Donnerstagsgebet zu Hause mitzufeiern.

Über Ablauf und Gebetstexte informiert der hier im Anschluss angebotene pdf-Download "Zum Ausdrucken ..."

Die Maria 2.0-Kassel-Termine 2022 für das Donnerstagsgebet:

07. Juli
4. August
8. September
6. Oktober
10. November
8. Dezember

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr, bitte zehn Minuten früher dasein, danke!

Der aktuelle Gebetszettel steht wenige Tage vor dem Termin zum Download zur Verfügung. Hier ist es die Fassung vom letzten Donnerstagsgebet am 4. August 2022:

Zum Ausdrucken: Donnerstagsgebet 4. August 2022 - Initiative Maria 2.0 Kassel

Maria 2.0 Kassel: das Veranstaltungsprogramm im zweiten Halbjahr 2022

Die Frauenliturgien, die Donnerstagsgebete und die Aktionen am Abschlusstag der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischöfe in Fulda machen das Programm im zweiten Halbjahr 2022 aus. Maria 2.0 Kassel lässt nicht nach in ihrem Engagement für gleiche Würde und gleiche Rechte in unserer Kirche.

  • Hier das Programm zum Download und Selbst-ausdrucken:

Progamm 2. Halbjahr 2022, Maria 2.0 Kassel

Am Sonntag, 24. Juli 2022, feiert die Initiative Maria 2.0 Kassel wieder Frauenliturgie. Der Gottesdienst findet diesmal in der Elisabethkirche statt, die durch die Installation "Poem of Pearls" in einen künstlichen Paradiesgarten verwandelt ist.

„Maria Magdalena – Apostelin der Apostel“ steht im Mittelpunkt der Feier, die auch den Kirchenraum von "Poem of Pearls" mit einbezieht. "Nach dem Evangelium gibt es einen stillen Impuls zum Text und zu den Perlen. Der sich anschließende liturgische Tanz schöpft Kraft aus den Perlen für unseren apostolischen Auftrag", sagen die Initiatorinnen und laden alle Frauen und Unterstützer*innen herzlich ein.

Die Frauenliturgie beginnt um 18 Uhr und dauert etwa 30 Minuten.

Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr:
Haltestelle „Friedrichsplatz", 300 m Fußweg.

Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber, 28. Januar 2022

Entsetzt, fassungslos und wütend

Die Initiative Maria 2.0 Kassel schreibt heute - 28. Januar 2022 - einen offenen Brief an Dr. Michael Gerber, Bischof des Bistums Fulda. Anlass sind die Ergebnisse der neuen Missbrauchsstudie im Erzbistum München-Freising und die darauf erfolgten Reaktionen der dort benannten Kleriker: "Die Kirchenleitungen verspielen den letzten Rest Glaubwürdigkeit unserer römisch-katholischen Kirche."

Die Frauen von Maria 2.0 Kassel fordern deshalb einmal mehr einen systematischen Wechsel zur Perspektive der Opfer, eine externe Aufarbeitung des Missbrauchs, echte Gewaltenteilung und eine klare und deutliche Haltung der Bischöfe zu den mehr als notwendigen Reformen.

Mehr als 100 Personen haben diesen offenen Brief mit unterzeichnet – schon jetzt mehr als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des offenen Briefes. Wer Interesse hat, mit ihrem/seinem Namen den Forderungen Nachdruck zu verleihen, ist herzlich dazu eingeladen. Hier der Brief im Wortlaut und die Informationen, sich daran zu beteiligen.

Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Sehr geehrter Bischof Dr. Gerber,

mit Entsetzen, Fassungslosigkeit und Wut haben wir – Frauen und Männer von Maria 2.0 Kassel und Unterstützer*innen – auf die Ergebnisse der neuen Missbrauchsstudie des Erzbistums München-Freising reagiert.

Entsetzt, fassungslos und wütend über das Ausmaß der an Minderjährigen und Erwachsenen begangenen sexuellen Verbrechen und darüber, in welcher Weise Joseph Ratzinger auch heute trotz erdrückender Beweislage diese Verbrechen verharmlost.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass bei vielen Amtsträgern innerhalb der römisch-katholischen Kirche immer noch der Schutz der Institution vor dem Leid der Betroffenen steht.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass seitens der Amtsträger keine Verantwortung übernommen wird und persönliche Konsequenzen gezogen werden.

Entsetzt, fassungslos und wütend, dass die Aufklärung und Aufarbeitung des sexuellen und geistlichen Missbrauchs weiterhin verschleppt wird oder nur unzureichend geschieht und mutmaßliche Täter dem staatlichen Strafverfolgungsprozess oftmals nicht zugeführt worden sind.

Die Kirchenleitungen verspielen den letzten Rest Glaubwürdigkeit unserer römisch-katholischen Kirche.
Wir von Maria 2.0 Kassel fordern

  • einen systematischen Wechsel zur Perspektive der Opfer.
  • eine umfassende Aufklärung und externe Aufarbeitung des Missbrauchs durch staatliche Stellen oder externe Gutachter. Die Kirche selbst als befangene Organisation ist dazu nicht in der Lage.
  • echte Gewaltenteilung, welche die Ausübung von Macht auf unterschiedliche, strukturell voneinander getrennte Rollen verteilt und kontrolliert. Denn Bischöfe regieren in der Institution Kirche zugleich als Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Diese absolutistische Gewaltanhäufung ist einer der Hauptgründe dafür, dass Vertuschung in diesem Ausmaß möglich war und ist.
  • eine klare und deutliche Haltung der Bischöfe – auch und vor allem Rom gegenüber - zu den mehr als notwendigen Reformen, deren Umsetzung keinen Aufschub mehr duldet.

Mit freundlichen Grüßen

Maria 2.0 Kassel und Unterstützer*innen:

Beatrix Ahr, Stefan Ahr, Cornelia Bauer, Christoph Baumanns, Martina Becker, Felix Beutelmann, Angelika Beyer, Ewald Biedenbach, Renate Bolde, Sandra Bonenkamp, Christiane Brach, Brigitte Briel, Gerhard Briel, Ingrid Daus, Christine Diehl, Wilma Eckhardt, Irene Elbers, Anke Engelhardt, Kerstin Erler, Harald Fischer, Simone Gemeinhardt, Martin Gies, Regina Gries, Dorothea Günther, Maria Hagstedt, Nicoline Hake Warnek, Irene Heigel, Marlies Herden, Heinz Herstell, Marion Herstell, Eva-Maria Heupts, Elmar Hewer, Martina Himmelmann, Christel Högemann-Lohse, Marion Hohmann, Marion Holl, Gabriele von Karais, Maria Kasperczyk, Ulrike Knobbe, Petra Korff, Uta Kraft, Sonja Kube, Cornelia Kuntscher, Hans Kuntscher, Mirja Kutzer, Ilona Langenfeld, Maria Lennartz, Hilde Linge, Susanne Ludewig, Theresa Magenheim, Angela Makowski, Lucia Martin, Claudia Mende, Jutta Mersch-Müller, Barbara Meyer, Anna Müller, Eva Müller-Schade, Ilse Müllner, Marianne Nawroth, Helga Neumann, Minh Dang Nguyen, Maria Luise Niemetz, Ursula Oldeweme, Regina Oertel, Sabine Ortelt, Barbara Pieroth, Birgit Pieroth, Annemarie Pietsch-Mainz, Stefanie Pörtner, Annegret Reese-Schnitker, Susanne Franke-Reidick, Beate Rhiel, Irene Riedl, Ulrike Ripp, Jutta Rüdlin, Birgit Sattler, Bernd Schaller, Christiane Scheffler, Delia Scherm, Lucia Schreiber, Ursula Schlichtmann, Jutta Schlier, Lilli Schürmann, Birgitta Schwansee, Brigitte Seling, Berthold Semmler, Claudia Semmler, Mechthild Singer, Thomas Smettan, Sonja Strotmann, Michaela Tünnemann, Barbara Vogler, Birgit Weber, Ellen Weber-Wüstefeld, Maria Weigel-Schaller, Evelyn Weisbecker, Kerstin R. Wörmann

Im Wortlaut / mit allen Namen (Stand 28.01.2022) > offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Je mehr, desto nachdrücklicher

Wer mit unterzeichnen möchte, sendet eine E-Mail an katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de mit Angabe des Namens und der Adresse. Veröffentlich wird nur der Name.

Herzlichen Dank!

Ohne Namen der Mitunterzeichnenden > Offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

Mit Unterschriftentabelle

Wer Unterschriften sammeln möchte, kann das mit der pdf-Datei hier tun.

Möglichkeit 1: ausgefüllte Unterschriftenlisten einscannen und an katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de mailen.

Möglichkeit 2: ausgefüllte Unterschriftenlisten per Post an Beatrix Ahr, Mönchebergstr. 29, 34125 Kassel schicken.

Herzlichen Dank!

Mit Unterschriftentabelle > offener Brief an Bischof Dr. Michael Gerber

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