Maria 2.0 Kassel:
Der Start der Protestwoche in den Medien ...

Foto: Mareike Hesseler

Seid mit dabei!

An alle Frauen:

Geht mit bei unserem Sternmarsch Richtung Elisabethkirche am Sonntag, 19. Mai!

Stärkt mit Eurer Mitwirkung unser Tuch-in vor der katholischen Kirche an Kassels zentralem Friedrichsplatz!

Setzen wir zusammen klare Zeichen!

Maria 2.0 Kassel
– eine Initiative von Frauen
aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar

19. Mai: Sternmarsch und Tuch-in

Mit weißen Tüchern war der Mittelgang von Sankt Familia
bis auf den Vorplatz hinaus ausgelegt. Auf ihnen standen
Frauenschuhe in Laufrichtung hinaus aus der Kirche
- als Sinnbild für die Frauen, die diese Art der Kirche
verlassen. (Foto: Mareike Hesseler)

Am Sonntag, 19. Mai, beginnen die katholischen Frauen ihre Abschluss-Protestaktion mit einem Sternmarsch zur Elisabethkirche am Friedrichsplatz.

Startpunkte um 16:30 Uhr sind der Platz vor dem Hauptbahnhof, der Autoparkplatz am Holländischen Platz, vor der Kirche Sankt Bonifatius, die Haltestellen „Unterneustädter Kirchplatz“ und „Am Weinberg“. Wer kann möge ein weißes Tuch, ein Extra-Paar Schuhe,ein Trinkgefäß, ein Sitzkissen mitbringen!

Das "Tuch-in" vor der Elisabethkirche beginnt um 18:00 Uhr. Dort werden die weißen Bodentücher zu einem Tafeltuch, an dem sich Frauen versammeln: diskutieren, beten, singen, tanzen. Die Frauen fordern eine "echte Erneuerung" und Veränderung der klerikalen Kirche, in der ihnen ihr Platz nicht mehr von Männern zugewiesen wird.

Starkes Zeichen am 12. Mai - fast 200 Frauen beim ersten Tuch-in in Kassel

Foto: Mareike Hesseler

Fast 200 Frauen setzten am Sonntagvormittag, 12. Mai, vor Sankt Familia klare Zeichen für die Erneuerung der Katholischen Kirche. "Ich träume von einer geschwisterlichen Kirche" und "Ändert die Strukturen der Kirche - jetzt!" war auf den Plakaten zu lesen. Es war ein starker, stimmungsvoller Auftakt der Frauen-Protestwoche in Kassel und eine besondere Feier auf dem Kirchplatz, die die Frauen der Initiativgruppe vorbereitet hatten. Es wurde gemeinsam gesungen, getanzt, intensiv diskutiert, Erfahrungen und Visionen ausgetauscht, Bibel gelesen und Agape gefeiert.

  • Die nächste Protestaktion 19. Mai: Sternmarsch und Tuch-in, Elisabethkirche ... [ weitere Infos ] ...
  • Veranstaltungstipp 15. Mai: Podiumsdiskussion "Kirche, Macht und Sexualität" mit Heimbach-Steins, Wucherpfennig, Fischer, Studierenden und Religionslehrer/innen!

Erste Demo
"Das ist die erste Demo in meinem Leben“, sagte laut HNA eine 84jährige Teilnehmerin am Tuch-in vor sankt Familia, die die Protestaktion unbedingt unterstützen will.

Ämter für Frauen öffnen
Im Gespräch mit dem hr-Fernsehen (Hessenschau vom 12. Mai, 19:30 Uhr, ab Min. 8:15) betonte Pastoralreferentin Beatrix Ahr, Mitglied in der Initiativgruppe für die Protestaktionen: "Das was in der Gesellschaft längst umgesetzt ist, muss auch in der Kirche umgesetzt werden: dass Frauen selbstbestimmen können, wo ihr Platz ist, dass es Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gibt, dass die Ämter für Frauen geöffnet werden."

Solidarität
Volle Solidarität mit dem Anliegen der Frauen bekundet Dechant Harald Fischer, der auch Pfarrer von Sankt Familia ist, dem hr gegenüber: "Die Frauen haben die biblischen Aussagen auf ihrer Seite. Es gibt kein theologisches, wirklich überzeugendes Argument, was gegen die Frauenordination spricht."

Bibel teilen

Gabriele von Karais lädt ein zum Austausch über eine Textpassage aus dem Johannes-Evangelium: Kapitel 10, Verse 27 bis 30.

Foto: Mareike Hesseler

Willkommen

Sankt Familia-Gemeindereferentin Birgit Weber begrüßt die Teilnehmerinnen des Tuch-ins.

Foto: Mareike Hesseler

Uns reicht es!

Eines der Schilder, die den Vorplatz der Kasseler Kirche Sankt Familia an der Kölnischen Str. 51 säumten.

Foto: Mareike Hesseler

Tuch-ins, Sternmarsch, Podiumsdiskussion

„Katholische Frauen setzen Zeichen für einen selbstbestimmten Platz in der Kirche!" Unter diesem Motto beteiligt sich eine Initiative katholischer Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar an der Aktionswoche im Mai, zu der die bundesweit bekannt gewordene Münsteraner Frauengruppe Maria 2.0 aufgerufen hat. Und sie laden herzlich alle Frauen ein, selbst Teil dieser Initiative zu werden und an folgenden Aktionen teilzunehmen:

Tuch-ins
Am 12. Mai vor der Kirche Sankt Familia (10:30 Uhr) und am 19. Mai vor der Elisabethkirche (18:00 Uhr) werden „Tuch-ins“ – Aktionen mit weißen Tüchern – stattfinden, die die Enttäuschung, die Kritik und die Visionen von katholischen Frauen für ihre Kirche zum Ausdruck bringen. „Tuch-ins“ heißen die Aktionen in Anlehnung an die Protestform „Sit-in“, bei der sich Menschen im öffentlichen Raum hinsetzen, um auf Missstände hinzuweisen. Bei „Tuch-ins“ wird der Platz vor den Kirchen durch weiße Tücher markiert. Darauf stehen Frauenschuhe in Laufrichtung hinaus aus der Kirche – als Sinnbild für die Frauen, die die Kirche verlassen. Vor den Kirchen werden die weißen Bodentücher zu einem Tafeltuch, an dem sich Frauen sichtbar und mutig versammeln: diskutieren, beten, singen, tanzen.
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Sternmarsch
Am 19. Mai startet die Aktion um 16:30 Uhr mit einem Sternmarsch zur Elisabethkirche hin. Startpunkte sind der Platz vor dem Hauptbahnhof, der Autoparkplatz am Holländischen Platz, vor der Kirche Sankt Bonifatius, die Haltestellen „Unterneustädter Kirchplatz“ und „Am Weinberg“.
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Veranstaltungstipp "Kirche, Macht und Sexualität"
Das Institut für katholische Theologie veranstaltet am 15. Mai eine öffentliche Podiumsdiskussion zu "Kirche, Macht und Sexualität", unter anderem mit Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Dechant Harald Fischer und Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig.
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Stellt Euch vor ...

"Stellt Euch vor, dass wir, liebe Schwestern, unsere Stimme laut erheben gegen jede Form von Ausgrenzung und Machtmissbrauch in unserer Kirche. Stellt Euch vor, liebe Schwestern, das wir nicht mehr darüber klagen, dass Männer bestimmen, wo wir unsere Talente in der Kirche einbringen dürfen, sondern dass wir für unsere Berufungen kämpfen!" Gabriele von Karais hat im Sonntagsgottesdienst in Sankt Familia eindrücklich dafür geworben, sich an den Aktionen vom 11. bis 19. Mai zu beteiligen.

19. Mai vor der Elisabethkirche

Sonntag, 19. Mai 2019, 16:30 Uhr:
Sternmarsch

  • Start 1: vor dem Hauptbahnhof
  • Start 2: Autoparkplatz am HoPla
  • Start 3: vor der Kirche Sankt Bonifatius
  • Start 4: HST „Unterneustädter Kirchplatz“
  • Start 5: HST „Am Weinberg“

17:30 Uhr:
Ziel: Platz vor der Elisabethkirche, Friedrichsplatz 13

18:00 Uhr:
Tuch-in* und Agape

  • Bitte mitbringen: weiße Tücher, Extra-Paar Schuhe, Picknickdecke, Sitzkissen, Trinkgefäß!

12. Mai vor der Kirche Sankt Familia

SCHON VORBEI:

Sonntag, 12. Mai, 10:30 Uhr:
Tuch-in* und Agape
vor der Kirche Sankt Familia,
Kölnische Str. 51

  • Bitte weiße Tücher und ein Extra-Paar Schuhe mitbringen!

*„Tuch-ins“ heißen die Aktionen in Anlehnung an die Protestform „Sit-in“, bei der sich Menschen im öffentlichen Raum hinsetzen, um auf Missstände hinzuweisen. Bei „Tuch-ins“ wird der Platz durch weiße Tücher markiert.

Kontakt/Infos:
Maria 2.0 Kassel – eine Initiative von Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar
E-Mail:
katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

Veranstaltungstipp 15. Mai

Öffentliche Podiumsdiskussion
"Kirche, Macht und Sexualität"

Die katholische Kirche steckt in der Krise. Spätestens seit 2010 ist das Schweigen gebrochen. Doch die Rufe nach Veränderungen im „System Kirche“ sind heute noch ungleich lauter, die Forderungen mutiger und in der Öffentlichkeit sichtbarer… Was aber folgt daraus?

Wie tief reichen die Leiden und wie tief die Strukturen?
Wie lang ist der Atem füreinander?
Und was bedeuten diese öffentlichen Debatten für die Identität angehender Religionslehrer*innen?
Wie kann und will ich mich positionieren als glaubwürdige*r Christ*in?
Darüber möchten wir miteinander sprechen!

Die Teilnehmer*innen an der Podiumsdiskussion:

  • Beatrix Ahr, Pastoralreferentin, Mentorin
  • Dechant Harald Fischer, Katholische Kirche Kassel / Dekanat Kassel-Hofgeismar
  • Prof.in Dr.in Marianne Heimbach-Steins, Westfalische-Wilhelms-Universität Münster
  • Rebecca Niehoff, Studentin
  • Jesus Sola Requena, pädagoischer Mitarbeiter, Religionslehrer
  • Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig, Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Prof.in Dr.in Ilse Müllner, Institut für katholische Theologie der Universität Kassel.
Musik: Kerstin Röhn, Saxophon

Termin:
Mittwoch, 15. Mai 2019, 18 Uhr

Ort:
Universität Kassel
Norial-Platiel-Str. 8
Raum 0422

Eintritt:
frei
 

Download Werbekarte

Hier können Sie die Werbekarte zu den Aktionen am 12. und 19. Mai und zum Veranstaltungstipp für den 15. Mai herunterladen: Wir freuen uns sehr, wenn Sie die Veranstaltungen weiterempfehlen und die Informationen dazu weiterleiten. Besten Dank!

Maria 2.0 Kassel - Werbekarte 12., 15. und 19. Mai 2019

Maria 2.0 im Web

Die Internetpräsenz www.mariazweipunktnull.de informiert über den Start von Maria 2.0 in Münster.
Dort findet sich der offene Brief an den Papst, der frau/man mit unterzeichnen kann, und ein anregendes Schreiben an die "lieben Pfarrer".
Die Internetpräsenz zeigt zudem die bundesweiten Aktionen, die in der 'Streik'-Woche vom 11. bis 18. Mai stattfinden.

Auch katholisch.de berichtet über Maria 2.0: "Gegen Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche wendet sich eine ungewöhnliche Aktion von Katholikinnen in Münster: Sie rufen Frauen in ganz Deutschland dazu auf, eine Woche lang in Kirchenstreik zu treten und ihre Dienste ruhen zu lassen."

Benediktinerinnen beten fuer Maria 2.0

In einer Reportage von "Kirche+Leben Netz - das katholische online-Magazin" äußerte sich die Benediktinerin Schwester Ulrike kritisch über die Zulassungskriterien zu den Weiheämtern:

„Sind uns diese Voraussetzungen zur Feier der Eucharistie nicht wichtiger geworden als die Eucharistiefeier selbst?“ Hinter dem Protest der Frauen stecke ein „Schmerz der Ohnmacht“, sagte Schwester Ulrike weiter. Frauen wollten sich einbringen, es werde ihnen aber verwehrt.

Die Schwestern auf Burg Dinklage nehmen die Anliegen von „Maria 2.0“ in ihr Vespergebet am Donnerstagabend auf. "Wie Schwester Ulrike berichtet, wollen sie sich damit eingliedern in die internationale Gebetsaktion 'Gebet am Donnerstag'. Dieses Gebet für die Gleichstellung der Frauen in der Kirche hat Schwester Irene Gassmann, Priorin des Benediktinerinnen-Klosters Fahr im Bistum Zürich im Februar ins Leben gerufen.

Und das sagt ...

Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), sagt im Interview mit tagesschau.de am 10. Mai 2019:

  • "Initiativen wie Maria 2.0 zeigen ja vor Ort auch, dass der Frauenwiderstand immer größer wird und dass da die Bischöfe zu einer Umkehr aufgefordert sind. Diese Machtmöglichkeiten haben sie auch. Sie müssen dafür nicht auf Rom warten, sondern Leitungsämter bereitzustellen, ist ein Zeichen der Zeit."

Claudia Lücking-Michel, ebenfalls Vizepräsidentin, bringt die Position des ZdK auf der Frühjahrs-Vollversammlung am 10. Mai auf diesen Punkt:

  • "Wir fordern, Frauen den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern zu gewähren. Wenn „Frauen Kleriker werden, wird zwar nicht alles gut, aber anders und auf jeden Fall vielfältiger. Solange das Weiheamt ausschließlich Männern vorbehalten ist, schwächt dies die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Ohne Frauen ist die katholische Kirche schon heute gar nicht richtig funktionsfähig. Die katholische Kirche ist letztlich eine von Männern geleitete Frauenkirche. Deshalb müssen Frauen jetzt mutige Initiativen starten, auch wenn noch vieles 'verboten' sei."

Im Radio

Das Domradio Köln zog ein erstes Fazit zum Start der bundesweiten Protestwoche Maria 2.0:

Der Frust ist groß.

An hunderten Orten in ganz Deuutschland.

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