Exerzitien als Intensivzeit der Einkehr zu sich selbst vor Gott gehören seit langem zur christlichen Spiritualität. Viele Elemente der Exerzitien (Lateinisch: "Übungen"- wir könnten dafür auch spirituelles Training sagen) sind seit der frühen Kirche in der geistlichen Praxis bekannt.
Seit Ignatius von Loyola- dem Gründer des Jesuitenordens- im sechzehnten Jahrhundert gelten Exerzitien als systematisch gestaltete Zeiten. Das geschieht sehr persönlich und möglichst mit individueller Begleitung durch kompetente SeelsorgerInnen.
Bernhard von Clairvaux, Zisterzienser im zwölften Jahrhundert, hat eine grundlegende Richtung für den geistlichen Weggewiesen" Du Mensch, du brauchst keine Meere zu überqueren, keine Wolke zu durchdringen oder die Alpen zu überschreiten. Du brauchst keinen weiten Weg zu machen, sage ich. Geh deinem Gott entgegen bis zu dir selbst. Denn das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen."
Diese grundlegende Perspektive hat Dag Hammarskjöld, von 1953 bis 1961 Generalsekretär der UNO, als Tor zur Gottesbegegnung erfahren und mit dem Hinweis verbunden: " Die längste Reise ist die Reise nach innen."
aus "wege mit franziskus 3/2004"
von Claudius Groß, Guardian des Franzikanerkonvents in Wangen/ Allgäu
Wenige
Menschen
ahnen,
was
Gott
aus ihnen
machen würde,
wenn sie sich
der Führung
der Gnade
rückhaltslos
übergäben.
Die Exerzitienseelsorge bietet verschiedene Formen von Exerzitien an:
Einzelexerzitien, Exerzitien mit Gemeinschaftselementen, Kurzexerzitien, Exerzitien im Alltag, Wegeexerzitien und andere. Über unsere Angebote im Einzelnen können Sie sich auf nachfolgenden Seiten informieren:
Informationen zu Exerzitienhäusern und Angeboten in ganz Deutschland und Österreich finden Sie unter www.exerzitien.info