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Meinen Glauben (wieder) finden
 

Grundinformation über den katholischen Glauben - Katechumenatskreis ab 13. Mai 2009 in St. Familia

 

In Kassel gibt es seit vielen Jahren verschiedene Möglichkeiten, auch als erwachsener Mensch einen bewussten Lernweg im Glauben zu gehen. In der Kirchengemeinde St. Familia beginnt am 13. Mai ein neuer Katechumenatskreis, zu dem alle eingeladen sind, die sich über einige Monate in einer festen Gruppe mit den Grundinhalten des christlichen Glaubens, Glaubensfragen, liturgischen und spirituellen Themen in der katholischen Tradition auseinandersetzen wollen und die (möglicherweise) einen Eintritt in die katholische Kirche erwägen, die getauft oder gefirmt werden wollen.

 

„Viel wird über Austrittzahlen aus der katholischen Kirchen gesprochen“, sagt Pfarrer Harald Fischer, Dechant der Katholischen Kirche in Kassel. „Daneben gibt es aber auch eine ganz andere Entwicklung“. Immer wieder setzten sich erwachsene Menschen, die vielleicht vor vielen Jahren aus ganz verschiedenen Gründen aus der Kirche ausgetreten seien, mit einer alten Entscheidung neu auseinander. „Nicht wenige suchen neu den Kontakt zu ihrer Kirche“, weiß der Geistliche. Manche, die in atheistischer Umgebung aufgewachsen seien, suchten nach Möglichkeiten, den christlichen Glauben in der katholischen Kirche kennen zu lernen. „Manche möchten sich als Erwachsene firmen lassen und damit ein bewusstes Zeichen ihres Glaubens setzen. So gab es am Ostersonntag allein in der Gemeinde St. Familia, Kassel, drei Erwachsenentaufen und vier Firmungen erwachsener Menschen“, sagt Fischer.

 

Leitung: Pfarrer Harald Fischer, Maria Behrens, Eva Czarnach

 

Anmeldung: Pfarrer Harald Fischer, Kölnische Str. 55, 34117 Kassel, Tel. 0561 15470

 

Erstes Treffen: 13. Mai, 19.30 Uhr, Alfred Delp Haus, Kölnische Str. 55, 14-tägige Treffen á 90 Minuten. (wer / 17. April 2009)

Erwachsenenkatechumenat
 

Seit frühester Zeit führt der Weg in die katholische Kirche als Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben, über die Sakramente Taufe, Firmung und Eucharistie. Diesen Weg des Christwerdens als Prozess der Eingliederung in die Kirche nennt man Katechumenat, die Bewerberinnen und Bewerber um die Sakramente des Christwerdens heißen Katechumenen.

 

In den ersten christlichen Jahrhunderten war die Taufe und Firmung Erwachsener der Normalfall, und damit auch der Erwachsenenkatechume-nat. Erst im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde die Kindertaufe in der Kirche üblich, später sogar flächendeckend praktiziert, da das Christentum inzwischen Staatsreligion des römischen Reichs geworden war und die Zugehörigkeit zur Kirche nicht mehr der besonderen Entscheidung und Entschie-denheit des einzelnen Gläubigen bedurfte.