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11. Juni 2009 – Fronleichnam
„Leib des Herrn“
Im Mittelpunkt dieses ganz und gar in der katholischen Glaubenstradition stehenden Festes steht der Glaube an die leibliche Gegenwart Jesu Christi im „Sakrament des Altares“, also im Brot und im Wein der Messfeier (Eucharistie).
Der Ursprung
Jesus selbst hat am Abend vor seinem Leiden und Sterben (jedes Jahr erinnert daran der Gründonnerstag vor Karfreitag und Ostern) seine Freunde um sich am Tisch versammelt. In dieser für ihn entscheidenden Abschiedsstunde wollte er ihnen mit auf den Weg geben, was ihm ganz wichtig ist. Er ist für sie wie das Brot, das Leben gibt. Jesus hinterlässt ihnen sein Vermächtnis: Immer wenn sie dieses Mahl feiern, wird er ihnen ganz nahe sein.
Ein anderer Ausdruck für diese Mahlfeier heißt „Wandlung“. Unter den Worten des Priesters werden Brot und Wein in Leib und Blut Christi gewandelt. Das ist jedoch keine Magie. Es bedeutet, dass die Gaben (Brot und Wein) ihre Bestimmung ändern. Sie sind nicht mehr dazu bestimmt, Nahrungsmittel zu sein, sondern ihre Bestimmung ist, nunmehr die Gegenwart Christi darzustellen.
Dieses Fest wird seit dem 13. Jahrhundert in der gesamten katholischen Kirche gefeiert und ist seit dieser Zeit mit einem feierlichen Umzug des „Allerheiligsten“ (der in einer Monstranz ausgestellten Brothostie) durch die Straßen der Stadt verbunden.
Fronleichnam in Kassel
Die vierzehn katholischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Stadt Kassel feiern gemeinsam Fronleichnam. Um 10 Uhr beginnt das Fest mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Königsplatz. Es schließt sich die Prozession über die Obere Königsstraße und den Friedrichsplatz bis zur Schönen Aussicht (neben dem Gebäude der AOK) an.
Nach Gebet und Segen findet die Feier ihre Fortsetzung bei Bratwurst, Suppe und Kuchen an dafür eigens aufgestellten Bänken und Tischen entlang der Schönen Aussicht.
In diesem Jahr leitet die Feier Pfarrer Stefan Krönung von den Gemeinden St. Joseph und St. Laurentius im Kasseler Norden. Mitwirkende sind u.a. die Kinder- und Jugendkantorei unter Leitung von Gudrun Stute sowie die Stadtkantorei unter Leitung von Thomas Pieper. |