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Freundeskreis indischer Kinderdörfer St. Boniface Anbaham e.V.
 
Kindern eine Zukunft bieten

Der Freundeskreis indischer Kinderdörfer St. Boniface Anbaham e.V. hat im Süden Indiens die Kinderdörfer Zionpuram und Vadamelpakkam errichtet.
Hier werden Kinder aus den ärmsten Familien, Halb- oder Vollwaise, aus den umliegenden Ortschaften aufgenommen. Sie erhalten während ihres Aufenthaltes eine Schulausbildung an einer staatlichen Schule und eine handwerkliche Ausbildung im Dorf. Dadurch erhalten sie eine gute Chance für eine berufliche Weiterentwicklung und einen Arbeitsplatz oder eine schulische Weiterbildung. Der Leitgedanke des Freundeskreises ist, den Kindern nicht nur eine bessere Kindheit zu bieten sondern auch eine hoffnungsvollere Zukunft, die nicht in den Slums und auf den Straßen der Großstadt endet.

Um das alles zu erreichen und erhalten zu können, ist der Freundeskreis auf Menschen angewiesen, die das Projekt durch Patenschaften und Spenden unterstützen.

Zielsetzung und Entstehung des Projekts
 

Zielsetzung

Die Verelendung in den indischen Millionenstädten mit den vielen Slums und den auf den Straßen dahinvegetierenden Menschen, vor allem auch das hoffnungslose Schicksal der Straßenkinder hat mich veranlasst, bereits auf dem Lande etwas gegen die unbeschreibliche Not zu unternehmen, um Menschen davor zu bewahren, in ihrer trügerischen Hoffnung auf ein besseres Leben in die Großstädte abzuwandern und die dortigen Slums zu vergrößern. Kinder auf dem Lande im südindischen Staat Tamil Nadu sollen aus der Kinderarbeit befreit die Geborgenheit und den Schutz eines Familienlebens erfahren, eine Schul- und Berufsausbildung erhalten und sich auf eine bessere, menschenwürdige Zukunft vorbereiten. Dazu dient die Gründung von Anbaham-Kinderdörfern (Anbaham= Heim der Liebe).

Idee und Entstehung

Während einer Indienreise vor etwa 17 Jahren erlebte der Kasseler Pfarrer Albert Diedrich die Not und Armut der indischen Bevölkerung hautnah. Vor allem das Elend der Straßenkinder berührte ihn und ließ ihm keine Ruhe. Nach Deutschland zurückgekehrt, faßte er den Entschluß, ein Kinderdorf, nach dem Vorbild der SOS-Kinderdörfer, zu gründen. Ansprechpartner in Indien waren bald gefunden und auch in Nordhessen hatte sich auf Diedrich’s Initiative hin ein unterstützender Freundeskreis gebildet. Dies war die Geburtsstunde des ‚Freundeskreis des indischen Kinderdorfes St. Boniface Anbaham e.V.‘. Der Traum wurde zur Realität, als Pfr. Albert Diedrich im November 1986 den Grundstein legte für das Kinderdorf Zionpuram, in der Nähe der Stadt Nagercoil, im Staat Tamil Nadu, Indien. Dies war das Samenkorn zu einem Projekt, das unter dem Namen ‚Saint Boniface Anbaham‘ vielfache Frucht getragen hat.

Planung und neue Pläne
 

Die Planung und Ausführung

Es wurde festgelegt, daß grundsätzlich nur dann ein Kind in das Dorf aufgenommen wird, wenn durch eine Patenschaft mit einer monatlichen Zahlung von EUR 31,- die tägliche Versorgung des Kindes sichergestellt ist – das System hat sich bewährt. Die Fürsorge für diese Kinder aus den ärmsten familiären Situationen , die in einem Lebensalter von 5 bis ca. 18 Jahre im Dorf leben, sichert ihnen eine stabile Basis für ihr eigenes, menschenwürdiges Leben. Anfang der 90er Jahre wurde das erste Kinderdorf ‚St. Boniface Anbaham in Zionpuram‘ fertiggestellt und bietet seither über 200 Jungen und Mädchen eine Heimat. Im Laufe der Jahre wurde eine Klinik und Ausbildungswerkstatt errichtet und in der Nähe eine Farm angelegt und damit Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Die strukturelle Entwicklung des Kinderdorfes wurde ermöglicht durch Spenden verschiedenster Art (vor allem private Spender, außerdem Zuwendungen durch den Paul Dierichs-Preis, Lions Club, Spenden von Schulen, Jugendgruppen, Kirchen, Vereine) sowie durch staatliche Unterstützungen. Als Nebeneffekt wurde eine nicht zu unterschätzende Verbesserung der Infrastruktur der umliegenden Dörfer erreicht: Durch Arbeitsplatzbeschaffung, stationäre und ambulante Versorgung der Bewohner, Einrichtung von Kindergärten, Ausbau von Schulen. Beflügelt durch den Erfolg von ‚Zionpuram‘ wurde das zweite Dorf ‚Vadamelpakkam‘, ca. 45 km südwestlich von Madras ebenfalls im südlichen Staat Tamil Nadu geplant und in der erprobten Form aufgebaut und bewirtschaftet. Die Dorfstruktur - Krankenstation, Farm, Ausbildungswerkstätten - von ‚Vadamelpakkam‘ entspricht heute der des Dorfes `Zionpuram‘. Da auch hier das Dorf als Arbeitgeber auftritt, wird die Situation der Menschen in dieser Region günstig beeinflußt. Zur Zeit werden in beiden Dörfern 450 Mädchen und Jungen sowie etwa 100 Kinder in den angegliederten Kindergärten auf dem Land durch „St. Boniface Anbaham, e.V.“ betreut und gefördert.

Neue Pläne

In Tiruchirapalli, im Norden von Tamil Nadu, wurde ein Haus angemietet, in dem z.Zt. ca. 25 Mädchen ein zu Hause gefunden haben. Darüber hinaus wurde ein neues, ca. 6 ha großes Grundstück gekauft, auf dem Häuser für etwa 150 Kinder errichtet werden sollen. Die Infrastruktur wird in etwa die gleiche sein, wie in den zwei ‚alten‘ Dörfern Zionpuram und Vadamelpakkam. Baubeginn war im August 2002, nachdem wir eine Förderung des deutschen Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Höhe von ca. 80 % der Baukosten bekommen hatten. Im Sommer 2003 werden wir sukzessive Kinder aus der ca. 300 Kinder umfassenden Warteliste aufnehmen, entsprechend der Notlage und der neu eingehenden Patenschaften.

Das sollten Sie noch wissen
 

Alle in Deutschland tätigen Mitarbeiter des „Freundeskreis des indischen Kinderdorfes St. Boniface Anbaham e.V.“ arbeiten ehrenamtlich, das bedeutet, daß alle erforderlichen Ausgaben (Werbung, Postsendungen, Drucke, Indienreisen, etc.) privat gedeckt werden. Dies alles ist nur möglich durch das Spenden- und Patenschaften-Aufkommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Verein ist seit 1987 vom Finanzamt Kassel als gemeinnützig anerkannt und stellt selbstverständlich Spendenbescheinigungen aus. Die Deutschsprachige Katholische Gemeinde New Delhi unterstützt das Anbaham-Projekt ihres Seelsorgers durch gelegentliche Sonderkollekten, durch Patenschaften von Gemeindemitgliedern mit einem Monatsbeitrag von 31,- EUR für ein Kind, durch Gewinnen neuer Paten in Deutschland.
Einige Gemeindemitglieder haben auch das Hilfsprojekt schon besucht. Die Deutsche Botschaft New Delhi hat in ihrem Monatsmagazin, das in einer Auflage von 103.000 Exemplaren in englischer Sprache und in Hindi erscheint, das Projekt vor allem der indischen Gesellschaft vorgestellt.
Die Gemeindemitglieder werden durch tägliche Erfahrungen mit dem Elend großer Bevölkerungsschichten hautnah konfrontiert, leiden darunter und fühlen sich zunächst ohnmächtig. Es ist den meisten ein tiefes Bedürfnis, sinnvoll helfen zu können. Zugleich ist ihnen bewusst, dass eine unmittelbare, individuelle Hilfe auf der Straße keine Lösung der Probleme bringt, sondern im Gegenteil die Gesamtsituation verschlechtern würde: Ausbeutung von Bettelkindern durch organisierte Banden; Verstümmelung von Kleinkindern, um sie für das Betteln brauchbarer zu machen. In den Kinderdörfern arbeiten über 60 Frauen und Männer, ausschließlich Inder. Viele von ihnen kommen ebenfalls aus ärmsten Verhältnissen, so dass das Anbaham-Projekt auch ein wichtiger Arbeitgeber ist. Der Träger ist eine Society nach tamilischem Recht.

In Deutschland besteht zur finanziellen Unterstützung des Projektes der gemeinnützige Verein "Freundeskreis des indischen Kinderdorfes St. Boniface Anbaham e.V.". Der Verein arbeitet ausschließlich ehrenamtlich, und zwar so, dass keinerlei Spendengelder in die Verwaltung fließen. Erforderliche Verwaltungskosten in Deutschland tragen die Vorstandsmitglieder aus eigenen Mitteln.

Kontakt
 

Freundeskreis indischer Kinderdörfer St. Boniface Anbaham e.V.
Peter Zimmermann
(Stellvertr. Vorsitzender)
Heinrich-Albertstr. 13
34131 Kassel

Telefon
0561/ 3161217

Internet
www.kinderdorf-anbaham.de

Anbaham, Heim der Liebe
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