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Ökumenischer Pilgerweg auf den Spuren der Schöpfung

Zu einem ökumenischen Pilgerweg durch Kassels Zentrum laden die christlichen Innenstadtgemeinden und die CROSSjugendkulturkirche am 27. September ein. Der Pilgerweg 2016 steht ganz im Zeichen der Schöpfung und macht die vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser zum Thema.

Start: 17:30 Uhr
Ausgangspunkt ist die Kirche Sankt Familia an der Kölnischen Str. 53. Dort wird mit einer kurzen Andacht um 17:30 Uhr der Pilgerweg begonnen. Erste Station ist dann die Pauluskirche mit dem Thema „Erde“ und „grüne Stadt“. An der zweiten Station, der Luftmessstation „Kassel Mitte“ auf dem Parkplatz hinter der Komödie, zeigt sich, was „gute Luft“ für das Leben in unserer Stadt bedeutet. Feuer und Energie werden an der dritten Station, dem Gebäude der Wingas GmbH am Königstor, thematisiert. Gleich in der Nähe sind die städtischen Werke Kassel beheimatet; dort geht es um das lebenswichtige Wasser. An jeder Station erwarten die Pilgerinnen und Pilger fachkundige Informationen durch Menschen, die dort arbeiten. Gemeinsames Nachdenken durch Singen und Beten, manchmal auch eine kleine Aktion runden den Aufenthalt ab. Eine Zeit des Ankommens und Ausklingens gibt es zum Abschluss an der Karlskirche.

Geschenkt und anvertraut
„Was wir an Erde, Wasser, Luft und Feuer zum Leben brauchen, ist uns geschenkt und damit anvertraut. Das wollen wir uns auf dem ökumenischen Pilgerweg durch Kassel bewusst machen“ sagen die Organisatoren.

Gemeinsam auf die Spuren der Schöpfung
Beteiligt sind die Katholischen Innenstadtgemeinden Sankt Familia und St. Elisabeth, die Evangelische Kirchengemeinde Kassel-Mitte, die Evangelisch-methodistische Kirche (Pauluskirche) und CROSSjugendkulturkirche. Sie laden Jugendliche und Erwachsene ganz herzlich ein, sich gemeinsam auf die Spuren der Schöpfung zu machen.

4mal „Herbstmusik“ in der Elisabethkirche

Die vier „Herbstmusiken“ finden im September jeweils donnerstags um 19 Uhr in der Elisabethkirche am Friedrichsplatz statt. „Die rund einstündigen Orgelkonzerte an der denkmalgeschützten Bosch-Bornefeld-Orgel laden nach Feierabend oder vor einer Unternehmung in der Stadt zu einem kleinen Musikgenuss ein“, so Regionalkantor Thomas Pieper. Die Reihe knüpft an die erfolgreichen „Sommerserenaden“ an:

  • 8. September: Michał Dabrowski (Orgel) und Jolanta Kaufman (Sopran)
    Gespielt wird Johann Sebastian Bach das „Concerto in a-Moll nach Antonio Vivaldi“ und von Gerd Pitzen (1954*) die „Missa brevis“. Außerdem werden Werke von Heinrich Schütz, Stanisław Moniuszko und Mieczysław Surzyński zur Aufführung gebracht.
    Jolanta Kaufman studierte in Posen an der Musikhochschule Oratoriengesang. Im Mai 2006 sang Jolanta Kaufman vor Benedikt XVI.
    Dabrowski unterrichtet an der Warschauer Musikhochschule liturgisches Orgelspiel und Improvisation. Er ist seit 1984 Organisator des Chorfestivals „Cantate Domino“.
     
  • 15. September: „Einfach nur Orgel“ mit Vera Osina an der Bosch-Bornefeld-Orgel
    „Prélude, Fugue et Variation“ von César Franck steht ebenso auf dem Programm wie das Präludium und Fuge d-Moll von Dietrich Buxtehude. Außerdem kommen Arvo Pärt, Mikael Tariverdiev  und Léon Boëllmann zu Gehör. Von ihm spielt Osina die “Suite Gothique”.
    Vera Osina, stammt aus Kasan (Russland). Sie besuchte die Spezialmusikschule für Hochbegabte und absolvierte anschließend ein Klavierstudium am Kasaner Konservatorium, das sie mit Bestnote abschloss. Mit dem gefeierten Osina-Klaviertrio übte sie eine intensive Konzerttätigkeit aus.
     
  • 22. September: „Hommage à Reger“ mit Organist Reinhard Ardelt
    Anlass für das Konzert „Hommage an Reger“ ist der 100. Todestag des Komponisten Max Reger. Zur Aufführung kommen neben seinen Werken auch die seiner verehrten Vorbilder Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms.
    Organist Reinhard Ardelt absolvierte Orgelstudien bei Norbert Petry am Conservatoire Metz im "Département de Musique Ancienne" und Meisterkurse bei Klaus Martin Ziegler. Seit 2012 ist er Dozent für Musiktheorie, Gehörbildung und Orgel an der Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr".
     
  • 29. September: „Orgel Symphonisch“ mit Thomas Pieper an der Orgel
    Regionalkantor Thomas Pieper schließt die Reihe der „Herbstmusik“ mit dem Konzert „Orgel Symphonisch“ ab. Von César Franck spielt er den „Choral Nr. 2 in h-Moll“ und von Louis Vierne die „Symphonie Nr. 3 in fis-Moll, op. 28“.
    Thomas Pieper studierte Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. 1996 erfolgte die Berufung zum „organiste titulaire de l'eglise Notre Dame de Cully“ (Schweiz). Seit April 2000 ist er Regionalkantor für die Region Kassel.

Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 19 Uhr.

Konzertort ist die Elisabethkirche am Kasseler Freidrichsplatz 13.

Veranstalter ist die Kirchengemeinde Sankt Elisabeth im Rahmen der „Katholischen Kirchenmusik Kassel“.

 

Barmherzigkeit: Organisation, Werke, Buße

Die Kirchengemeinde Heilig Geist, Vellmar lädt im Jahr der Barmherzigkeit zu einer Reihe von drei Themenabenden ein

Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Gemeindezentrum der Pfarrei Heilig Geist, Brüder-Grimm-Str. 9, Vellmar.
Die Veranstaltungen sind kostenlos.

  • Donnerstag, 22. September
    Vinzenz und Luise – Zwei Heilige organisieren Barmherzigkeit
    Marieluise Labrie, Krankenhausdirektorin Elisabeth-Krankenhaus Kassel
    Vinzenz und Luise waren die ersten Inspiratoren und Organisatoren caritativer Arbeit. Als Mann und als Frau mit unterschiedlicher gesellschaftlicher Herkunft und sehr verschiedenen Lebensläufen zeigen sie uns, wie auch heute noch Zusammenarbeit im Dienst am Menschen gestaltet werden kann. Lernen Sie die beiden Patrone der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul näher kennen.
     
  • Donnerstag, 29. September
    Werke der Barmherzigkeit
    Jan Uhlenbrock, Diplomtheologe
    An diesem Abend geht es um die sogenannten leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit. Woher kommen diese Begriffe? Welche theologische und spirituelle Bedeutung haben sie im Leben der Einzelnen oder der Gemeinde? Welchen Stellenwert haben sie im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit? Was ergibt sich daraus?
     
  • Donnerstag, 6. Oktober
    Barmherzigkeit und Versöhnung – die Buße als Sakrament der Barmherzigkeit
    Theresa Lutz, Mag. Theologie
    Das Bußsakrament wird auch das Sakrament der Versöhnung genannt. Gott reicht uns immer wieder seine Hand und nimmt uns auf, wie der Vater den verlorenen Sohn. Dies ist ein wunderbares Geschenk, das wir annehmen dürfen. Trotzdem wird die Möglichkeit zur Beichte selten wahrgenommen. Warum tun wir uns mit diesem Geschenk Gottes oft so schwer? Wir wollen das Sakrament der Versöhnung näher beleuchten. Vielleicht bekommen wir eine positivere Sicht auf dieses wundervolle Sakrament der Barmherzigkeit.

Beten Sie mit für den Frieden!

Foto: Wikipedia

„Auch wir in Deutschland brauchen einen erneuerten Geist des Friedens. Denn auch in unserer Gesellschaft gibt es Spannungen und Unfrieden. Geben wir dem ‚Geist von Assisi‘ auch in unseren Familien, Gemeinden, geistlichen Gemeinschaften, Verbänden und Diözesen sowie in allen Bereichen unserer Gesellschaft breiten Raum. Und suchen wir die Begegnung mit anderen Religionen in unserem Land, besonders mit den Muslimen, um im Sinne des Heiligen Vaters Zeugnis abzulegen für die Kraft des Friedens, die aus dem Glauben kommt.“ lud Kardinal Marx die katholischen Christen und alle Menschen guten Willens zum Gebet für den Frieden am 20. September 2016 ein.

30. Friedenstreffen der Religionen
Vom 18. bis 20. September 2016 versammelten sich auf Einladung der Gemeinschaft Sant‘Egidio zahlreiche Repräsentanten der Weltreligionen sowie politische Verantwortungsträger in Assisi versammelt. Dazu zählen der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Faustin Archange Touadéra. Aus Deutschland nahmen unter anderem Kardinal Walter Kasper und Bischof em. Heinrich Mussinghoff an Podiumsdiskussionen teil. Auch Papst Franziskus kam zum 30. Friedenstreffen der Religionen und Kulturen nach Assisi.

Im privaten und öffentlichen Raum
„Gerade angesichts der dramatischen Lage in der heutigen Welt, angesichts der tödlichen Konflikte, die uns erschüttern, laden wir deutschen Bischöfe dazu ein, am 20. September 2016 im privaten und öffentlichen Raum für den Frieden zu beten“, so Kardinal Marx. „Verbinden wir uns an diesem Tag in besonderer Weise mit Papst Franziskus und den Teilnehmern des Treffens in Assisi. Machen wir deutlich, dass Krieg und Gewalt ein Ende haben müssen! Schließen wir auch die Flüchtlinge in unser Gebet ein, die ohne Frieden nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Alle lade ich ein, gemeinsam ein Beispiel dafür zu geben, dass Menschen verschiedener Herkunft mit ihren religiösen und kulturellen Unterschieden einen wichtigen Beitrag für den Frieden leisten können.“

2017 in Münster/Osnabrück
Nach dem Weltgebetstag der Religionen in Assisi am 27. Oktober 1986, zu dem der heilige Papst Johannes Paul II. eingeladen hatte, hat Sant‘Egidio in den folgenden 30 Jahren Friedenstreffen der Weltreligionen in vielen Städten weltweit veranstaltet. Deutschland war bisher zweimal Gastgeber des Friedensgebets: 2003 (Aachen) und 2011 (München). Im nächsten Jahr wird das Friedenstreffen in den Städten des Westfälischen Friedens von 1648, Münster und Osnabrück, stattfinden.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

Pater Dr. Pajewski neuer Pfarradministrator in St. Heinrich Oberkaufungen

Seit dem 1. September hat Pater Pajewski die Pfarradministration der Kirchengemeinde St. Heinrich Oberkaufungen und der Filialkirchen Franz von Sales Niederkaufungen und Mariä Himmelfahrt Helsa, mit den angeschlossenen Ortschaften Nieste, Eschenstruth, Waldhof, St. Ottilien und Kaufungen-Papierfabrik übernommen.

Seine Einführung feierte die Kirchengemeinde St. Heinrich mit einer Hl. Messe am Sonntag, 25. September 2016, um 14 Uhr in St. Heinrich, Oberkaufungen. Dechant Harald Fischer führte Pater Dr. Jacek Pajewski in einem feierlichen Gottesdienst in sein neues Amt ein. Im Anschluss fand im Gemeindesaal ein Sektempfang statt, der Gelegenheit für gemeinsame Begegnungen bot.

Bistum veröffentlicht Finanzbericht erstmals nach Handelsgesetzbuch

Mit einer Pressekonferenz stellte das Bistum Fulda Ende Juli seinen Finanzbericht 2014 vor. Danach liegt das Bilanzvolumen bei über 615 Millionen Euro. Um die beste Botschaft der Welt zu verkünden, so Bischof Heinz Josef Algermissen in seinen einleitenden Ausführungen, verwende das Bistum seine Haushaltsmittel vor allem für pastoral-seelsorgerische Aspekte, so zum Beispiel für die 7 katholischen Schulen im Bistum sowie für über 100 Kindergärten.

Glasklare Transparenz: das Handelsgesetzbuch
ist Grundlage für die Bilanzierung und Rechnungslegung

Das Bistum Fulda habe immer seine Finanzen glasklar offengelegt und tue dies auch jetzt, wo sich der Blick der Öffentlichkeit für kirchliche Finanzen noch einmal geschärft habe. Finanzdirektor Gerhard Stanke unterstrich, dass zum 1. Januar 2014 das Rechnungswesen von der Kameralistik auf die Doppik („doppelte Buchführung“) umgestellt wurde. Wie mittlerweile bei allen deutschen Diözesen sei nun das Handelsgesetzbuch (HGB) Grundlage für die Bilanzierung und Rechnungslegung. Dieses sei, weil eigentlich nicht für caritative Einrichtungen und Kirchen gemacht, um kirchenspezifische Vorschriften des Bistums Fulda ergänzt worden, die ihrerseits in der Haushalts- und Rechnungslegungsordnung niedergeschrieben sind.

Zahlen des Bistums Fulda, des Bischöflichen Stuhls,
des Domkapitels und des Bischöflichen Priesterseminares

In den Zahlen des Bistums Fulda seien die Erträge und Aufwendungen sowie das Vermögen und die Verpflichtungen des Bischöflichen Stuhls zu Fulda mit enthalten, erläuterte der Finanzdirektor. Neben den Zahlen des Bistums werden auch die Zahlen des Domkapitels und des Bischöflichen Priesterseminares veröffentlicht. Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen weisen also die Ergebnisse beider Rechtsträger aus.

Das Jahresergebnis 2014 des Bistums betrug 4,8 Millionen Euro.
Nach den satzungsgemäßen Zuführungen und Entnahmen aus Rücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0 Euro. Die Bilanz zum 31.12.2014 hat ein Bilanzvolumen von 615.823.000 Euro. Größte Position auf der Aktivseite bildet das Anlagevermögen mit 542.324.000 Euro. Grundstücke und Immobilien sind mit 76,36 Millionen Euro bewertet. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 459,68 Millionen Euro. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 10,3 Millionen Euro ausgewiesen. Der Kassenstand belief sich auf 63,1 Millionen Euro.

Eigenkapital und Rücklagen
Die Passiva weisen ein Eigenkapital von 399,5 Millionen Euro aus. Größter Posten hierin ist eine Sonderrücklage des sogenannten Baufonds über 157,8 Millionen Euro. Diese Gelder dürfen in ihrer Substanz nicht angegriffen werden. Lediglich die Kapitalerträge dienen dazu, Baumaßnahmen in Kirchengemeinden wie die Sanierung von Kirchen und Pfarrheimen zu finanzieren. Ebenfalls der allgemeinen Verwendung entzogen sind zweckgebundene Rücklagen in Höhe von 72,6 Millionen Euro, die insbesondere für die in den nächsten Jahren zu erhöhenden Pensions- und Beihilferückstellungen zu verwenden sind.

Rücklage soll zukünftige Mindereinnahmen ausgleichen
Eine allgemeine Rücklage von 130 Millionen Euro soll den Strukturwandel des Bistums bedingt durch die zurückgehenden Katholikenzahlen finanzieren. Frei und ohne Zweckbindung zur Verfügung steht ein Bistumskapital von 37,9 Millionen Euro. Beachtenswert auf der Passivseite sind insbesondere auch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, die sich auf knapp 180 Millionen Euro belaufen. Diese Rückstellungen werden in den nächsten Jahren weiter erhöht werden müssen, um den zukünftigen Verpflichtungen gerecht werden zu können. Das Bistum weist weiterhin 27,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten gegenüber diversen Rechtsträgern auf.

Klarheit, Transparenz, Offenheit
Das Bistum verfolge mit der Umstellung auf Doppik zwei große Ziele, so Stanke: einerseits Klarheit nach innen, um Kosten und den Verbrauch von Ressourcen konkret den Verursachern zuordnen zu können, andererseits noch mehr Transparenz und Offenheit nach außen, da die veröffentlichten Zahlen einem allgemeinen anerkannten Standard unterliegen.

(Material: Pressemitteilung des Bistums Fulda)

Italienischer Kochabend im Spätsommer

Am Donnerstag, 29. September, veranstalten die katholischen Pfarrgemeinden Herz Jesu und St. Theresia vom Kinde Jesu in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Kassel einen "Italienischen Kochabend im Spätsommer". Der "köstliche Abend" findet in den Räumen der Katholischen Familienbildungsstätte im Regionalhaus Adolph Kolping (Die Freiheit 2, 34117 Kassel) statt.

Unter Anleitung einer Referentin werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein italienisches Menü zubereiten und dann gemeinsam speisen.

Der Infoflyer mit Anmeldung liegt in der Herz Jesu-Kirche (Brüder-Grimm-Str. 121-123, 34134 Kassel) und in der Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu (Heinrich-Schütz-Allee 285, 34134 Kassel) aus.
Er kann weiter unten auch heruntergeladen werden.

Noch Fragen?
Nähere Informationen gibt es bei Gemeindereferent Timo Sachs, Tel.: 0561-4009427

Zeit der Veranstaltung:
18.15 Uhr - ca. 21.15 Uhr

Treffpunkt:
Haupteingang des Regionalhauses Adolph Kolping,

Teilnehmerpreis:
20 Euro pro Person

Ende der Anmeldefrist:
20. September 2016

Akademikerseelsorge: Joseph Roths Hiob und Bedeutung der Messe

Statue "Hiob" von Gerhard Marcks (1957) vor der St.-Klara-Kirche, Nürnberg.
Foto: Andreas Praefcke (Wikipedia; gemeinfrei).

Die Frage nach dem Monotheismus, die Bedeutung der Messe und Hermann Hesses Siddharta sind die Themen von Tagungen und Lesekreis der Akademikerseelsorge 2016.

Dagmar Denker ist gestorben

Foto: Bistum Fulda

Dagmar Denker war über 20 Jahre im Bistum Fulda tätig, zunächst als Jugendbildungsreferentin in Kassel, später als Referentin und stellvertretende Abteilungsleiterin im Seelsorgeamt. "In dankbarer Erinnerung und großem Respekt für ihre Lebensleistung nehmen wir Abschied von einer hochgeschätzten und überaus beliebten Kollegin und Mitarbeiterin." schreibt das Bistum. Für viele Menschen war sie eine wichtige geistliche Begleiterin und Impulsgeberin. Ein wichtiges Thema war ihr der kirchliche und gesellschaftliche Veränderungsprozess. So hat sie sich sehr für die Neuausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda eingesetzt.

Dagmar Denker starb am 13. August nach schwerer Krankheit. Sie wurde 60 Jahre alt.

Pfarrerwechsel in St. Heinrich in Kaufungen

Nach 24 Jahren als Seelsorger in der Kirchengemeinde St. Heinrich in Kaufungen wird Pfarrer Ewald Biedenbach am 28. August 2016 um 14.00 Uhr in St. Heinrich, Oberkaufungen, in den Ruhestand verabschiedet.

Neben der Kirchengemeinde St. Heinrich Oberkaufungen verlässt Pfarrer Biedenbach auch die Filialkirchen St. Franz von Sales Niederkaufungen und Mariä Himmelfahrt Helsa, mit den angeschlossenen Ortsteilen Nieste, Eschenstruth, Waldhof, St. Ottilien und Kaufungen-Papierfabrik. Ebenso legt er die Moderatorentätigkeit im Pastoralverbund St. Kunigunde Kassel-Ost nieder.

Pater Dr. Jacek Pajewski SDB
Ab dem 01. September 2016 wird Pater Dr. Jacek Pajewski SDB die Pfarrerstelle in St. Heinrich übernehmen. Pater Dr. Jacek Pajewski wurde in Polen geboren und trat nach dem Abitur in den Salesianerorden (SDB) ein. Zuletzt war er seit 2012 als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Treis-Karden (Mosel) tätig.

Einführung
Die Einführung von Pater Dr. Jacek Pajewski findet am 25. September 2016 um 14.00 Uhr in St. Heinrich, Oberkaufungen, statt.

 

Schutzsuchenden Menschen ein Gefühl von Heimat geben

Kinder in einem der tausend improvisierten Zeltlager syrischer Flüchtlinge
in der Bekaa-Ebene, Libanon (Foto: Dr. Tilman Evers)

 

Anlässlich des Weltflüchtlingstages der Vereinten Nationen am 20. Juni 2016 erinnerte der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), an die Sorgen und Hoffnungen von schutzsuchenden Menschen: „Auf ihrer Suche nach einem Leben in Freiheit, Würde und Sicherheit machen viele Flüchtlinge schmerzhafte Erfahrungen. Auch nach ihrer Flucht leiden sie unter traumatischen Erlebnissen, unsicheren Zukunftsaussichten und der steten Sorge um ihre zurückgebliebenen Angehörigen. Bei allen politischen Auseinandersetzungen um Fragen von Flucht und Migration dürfen wir niemals vergessen: Wer sein Heimatland verlässt, um sein Leben zu retten, hat Anspruch auf unsere Solidarität. Das christliche Gebot der Nächstenliebe ruft uns dazu auf, schutzbedürftigen Menschen Zuflucht zu gewähren und ihnen ein Gefühl von Heimat zu geben. Wer an unsere Tür klopft, hat deshalb ein Recht auf ein rechtsstaatliches, ein faires Verfahren.“ Erzbischof Heße verwies in diesem Zusammenhang auch auf die deutlichen Worte, die Papst Franziskus anlässlich des katholischen Welttags des Migranten und Flüchtlings im Januar 2016 formuliert hat: „Die biblische Offenbarung ermutigt zur Aufnahme des Fremden und begründet dies mit der Gewissheit, dass sich auf diese Weise die Türen zu Gott öffnen und auf dem Antlitz des anderen die Züge Jesu Christi erkennbar werden.“

Die Weltgemeinschaft darf sich nicht daran gewöhnen
Mit Blick auf die aktuellen Statistiken des UNHCR stellte Erzbischof Heße fest: „Die Weltgemeinschaft darf sich nicht daran gewöhnen, dass die Flüchtlingszahlen Jahr für Jahr einen neuen Negativrekord erreichen.“ Insbesondere die Staaten Europas stünden in der Pflicht, die Bekämpfung von Fluchtursachen verstärkt in Angriff zu nehmen: „Solange Krieg und Gewalt, menschenunwürdige Lebensverhältnisse und eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte in weiten Teilen Afrikas und des Mittleren Ostens auf der Tagesordnung stehen, ist kein Ende der starken Migrationsbewegungen in Sicht. Europa muss seinen Nachbarregionen eine Entwicklungspartnerschaft anbieten, die diesen Namen auch verdient!“ Ebenso wichtig sei es, den Flüchtlingen auch in den Erstaufnahmeländern – vor allem im Libanon, der Türkei und Jordanien – ein Leben in Würde zu ermöglichen. Erzbischof Heße wird vom 15. bis 18. Juli 2016 Flüchtlingseinrichtungen im Libanon besuchen, um vor Ort Einblick in die Situation zu erhalten.

Beeindruckende Solidarität
In Deutschland sei im vergangen Jahr Beeindruckendes geleistet worden, um eine Million schutzsuchender Menschen unterzubringen und mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Auf längere Sicht seien jedoch auch die anderen Staaten Europas gefordert, einen angemessenen Beitrag zu leisten: „Wir brauchen eine gesamteuropäische Flüchtlingspolitik, die dem Geist der europäischen Solidarität entspricht und die Bedürfnisse der schutzsuchenden Menschen ins Zentrum stellt.“

Längerfristige Integrationskultur
Insgesamt zeigte sich Erzbischof Heße zuversichtlich, dass Deutschland die anstehenden Herausforderungen bewältigen könne: „Unser Land zeichnet sich nicht nur durch eine hohe politische und wirtschaftliche Stabilität aus, sondern vor allem auch durch seine aktive Zivilgesellschaft. Allen Schwierigkeiten und Problemen zum Trotz: Es ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägungen in Deutschland gut zusammenleben.“ Die vielerorts spontan entstandene Willkommenskultur müsse nun zu einer längerfristigen Integrationskultur weiterentwickelt werden. „Nur wenn Menschen sich wertgeschätzt fühlen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können, werden sie sich erfolgreich in unsere Gesellschaft integrieren“, führte der Sonderbeauftragte weiter aus. In diesem Zusammenhang spiele auch die Familienzusammenführung eine wichtige Rolle: „Ich bin überzeugt, dass Menschen sich in einer ungewohnten Umgebung leichter zurechtfinden, wenn sie in der Gemeinschaft ihrer Familie leben“, so Erzbischof Heße.

Nicht die Werte des Grundgesetzes verraten
Mit Sorge betrachtete der Sonderbeauftragte den rauer werdenden Tonfall im gesellschaftlichen Diskurs: „Wer Flüchtlingen ihre Schutzbedürftigkeit abspricht und die Religionsfreiheit für Muslime einschränken will, verrät die Werte des Grundgesetzes.“ Besonders bedrückend sei es, dass hasserfüllte Rhetorik immer häufiger in rohe Gewalt umschlage: „2015 zählte das Bundeskriminalamt über 1.000 Übergriffe auf Asylbewerberunterkünfte. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass schutzsuchende Menschen inmitten unseres Landes bedroht und angegriffen werden!“

Das ungebrochene Engagement schenkt Hoffnung
Anlass zur Hoffnung gebe hingegen das ungebrochene Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer. „Allein in den katholischen Kirchengemeinden setzen sich über 100.000 Ehrenamtliche für die Anliegen von Flüchtlingen und Asylbewerbern ein. Ihr unverzichtbarer Dienst zeigt Tag für Tag: Probleme löst man nicht mit Hetze und Parolen, sondern mit tatkräftigem Engagement. Ohne die Ehrenamtlichen wäre unser Land um einiges ärmer“, so Erzbischof Heße.

Hintergrund:

  • Anlässlich des 50. Jubiläums der Genfer Flüchtlingskonvention begingen die Vereinten Nationen am 20. Juni 2001 erstmals den Weltflüchtlingstag. Auch in diesem Jahr veröffentlicht das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen am 20. Juni die aktuellen Zahlen zu den weltweiten Fluchtbewegungen. Gleichzeitig startet die Kampagne „Wir stehen zusammen #WithRefugees“, die die Hoffnungen von Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellt. Der katholische Welttag des Migranten und Flüchtlings wird seit 1914 jährlich im Januar begangen. 2016 stellte Papst Franziskus ihn unter das Motto „Migranten und Flüchtlinge sind eine Herausforderung – Antwort gibt das Evangelium der Barmherzigkeit“.
  • Bei ihrer Herbst-Vollversammlung 2015 haben die deutschen Bischöfe das Amt des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen geschaffen und es dem Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße, übertragen. Zusammen mit seinem Arbeitsstab und in enger Abstimmung mit der Migrationskommission trägt der Sonderbeauftragte auf überdiözesaner Ebene zu einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der kirchlichen Flüchtlingshilfe bei. Auf seine Anregung hin haben die deutschen Bischöfe bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung 2016 „Leitsätze des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge“ beraten und beschlossen.
  • Angesichts der hohen Zahl von Menschen, die im Verlauf des letzten Jahres in Deutschland Zuflucht suchten, hat die katholische Kirche ihr Engagement für Flüchtlinge spürbar intensiviert. So haben die 27 deutschen Bistümer und die kirchlichen Hilfswerke im Jahr 2015 insgesamt mindestens 112 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe aufgewendet: rund 71 Millionen Euro für die Förderung von Initiativen im Inland und rund 41 Millionen für Flüchtlingsprojekte in den Krisenregionen. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 hatten die Bistümer und Hilfswerke insgesamt ca. 73 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt.

(Material: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz)

Vorankündigung: Pilgerfahrt nach Israel/Palästina vom 20. April bis 1. Mai 2017

Foto: See Genesareth

Die Fahrt nach Israel/Palästina soll eine Pilgerfahrt im klassischen Sinn sein: Im wörtlichen Verständnis ist der Pilger ein Fremdling in dem besuchten Land. In der Tat: Fremd sind uns Israel/Palästina und die politische Situation, fremd die Menschen und ihr religiöser Glaube, auf den wir treffen. Als fremd begegnet uns auf unserer Reise vielleicht sogar unsere eigene Religion, unser eigener Glaube.

Immer wieder wird uns die Person und Botschaft Jesu begegnen - der Schwerpunkt der Pilgerreise. Dazu dienen neben dem Besuch der Orte seines Wirkens die Begegnung mit seinem Wort (allein; in der Gruppe), Bibliodramaelemente, Schweigezeiten, Möglichkeiten zum Einzelgespräch sowie angeleitete Meditationen und Gottesdienstfeiern.

Katholische Stadtkonferenz hat neuen Vorstand

Foto: Marieluise Labrie, Krankenhausdirektorin des Elisabeth-Krankenhauses,
ist neue Vorstandsvorsitzende der Katholischen Stadtkonferenz Kassel
(Foto: Elisabeth-Krankenhaus gemeinnützige GmbH Kassel)

 

Die Katholische Stadtkonferenz Kassel hat Marieluise Labrie, Krankenhausdirektorin des Elisabeth-Krankenhauses am Weinberg, mit großer Mehrheit zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Die Konferenz gab sich Ende des letzten Jahres eine neue Geschäftsordnung, nach der jetzt die Vorstandswahl stattfand. Neben Marieluise Labrie sind Dechant Harald Fischer als „geborenes Mitglied“, Stephan Wittich, Leiter der Familienbildungsstätte, Marita Gill vom Leiterinnenkreis der katholischen Kindertagesstätten und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates von Herz Mariä, Verena Hermsdorff, die neuen Vorstandsmitglieder.

Sich öffentlich einmischen
Mit der neuen Geschäftsordnung und dem neuen Vorstand stellt sich das über 50 Jahre alte Gremium neu auf. Die Katholische Stadtkonferenz fördert die Vernetzung und den Gesprächsaustausch der katholischen Pfarreien, Einrichtungen, Verbände und Gemeinschaften. Sie ermöglicht den Katholikinnen und Katholiken in Kassel, sich bei gesellschaftlichen Fragen öffentlich einzumischen und Stellung zu beziehen.

Viele Herausforderungen zu meistern
„Auch die katholischen Verbände und Einrichtungen sind jetzt in der Stadtkonferenz vertreten. Das stärkt die Stimmen der Laien. Ihr Zusammenwirken mit dem Klerus ist heute wichtiger denn je“, freut sich Marieluise Labrie auf ihre neue Aufgabe. Für ein solches Zusammenwirken bietet ihrer Ansicht nach die Stadtkonferenz ein zukunftsträchtiges Forum: „Ich wünsche mir, dass wir eine lebendige, diskussionsfreudige Runde werden, deren Mitglieder Impulse in ihre unterschiedlichen Arbeitsfelder mitnehmen. Denn wir haben viele Herausforderungen zu meistern.“ Diese reichen von starken Veränderungen bei den Pfarreien über eine neue Präsenz der Kirche für alle Menschen in der Stadt (Citypastoral) bis zu den zentralen Fragen, die die ganze Stadt umtreibt: beispielsweise die Integration der Geflüchteten in die Stadtgesellschaft.

Neu belebte Stadtkonferenz
Die etwa 50 Mitglieder der Katholischen Stadtkonferenz Kassel sind Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte und der Verwaltungsräte, die Gemeindepfarrer, die Vorsitzenden der katholischen Verbände, Gemeinschaften und Einrichtungen. Sie können einzelne Personen, „die den Auftrag der Konferenz in besonderer Weise mittragen wollen, beratend hinzuberufen.“ Das Gremien tagt mindestens zweimal im Jahr. Dechant Harald Fischer: „Ich bin sehr froh, dass wir die Stadtkonferenz neu belebt haben. Alle – ob wir Pfarrer, Räte, Verbandsvorsitzende oder Mitglieder sind – tragen Verantwortung für das katholische Engagement in dieser Stadt. Und wer Verantwortung hat, braucht eine öffentliche Stimme. Das wird die Stadtkonferenz sein.“

Architekt Kurt Bieling mit Sturmiusmedaille ausgezeichnet

Foto: Kurt Bieling und seine Ehefrau Barbara
mit Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke
(v.l.n.r. - Foto: Bistum Fulda)

Architekt Dipl.-Ing. Kurt Bieling wurde von Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke die Sturmiusmedaille des Bistums Fulda überreicht. Die Ehrung erfolgte in der Filialkirche „Unbefleckte Empfängnis Mariae“ in Sargenzell. Bieling erhält diese hohe Auszeichnung der Diözese für seinen langjährigen, besonders engagierten Einsatz bei Bau- und Kunstprojekten zahlreicher Kirchengemeinden und des Bistums anlässlich seiner Entscheidung, in den Ruhestand zu gehen.

Architektenfamilie Bieling
Schon sein Vater Josef Bieling hat in den 50er- bis 70er-Jahren einige Dutzend Kirchen- und Gemeindebauten zwischen Bad Hersfeld und Bad Karlshafen geplant und gebaut. 1981 übernahm Kurt Bieling das Büro, das er später zusammen mit seinem Bruder Thomas führte. Seitdem wurden rund 200 Neubau- und Renovierungsprojekte unter seiner Verantwortung für Kirchengemeinden, Bistum, Caritas, katholische Träger wie das Gymnasium Engelsburg oder die Vinzentinerinnen mit ihrem Marienkrankenhaus in Kassel durchgeführt. Drei Kirchen wurden von ihm neu geplant und gebaut: die Marienkirche in Sargenzell, die Erlöserkirche in Baunatal und die Isidorkirche in Wiesen.

Architektur und Kunst
„In Architektur und Ausstattung gehen sie über den Standard unserer Bauten deutlich hinaus, nicht zuletzt durch die konstruktive Zusammenarbeit mit Bildhauern und Glaskünstlern, in Sargenzell, geweiht 1984, mit Karl Prantl und Herbert Bessel , in Baunatal, geweiht 1985, mit den Gebrüdern Winkelmann und Alois Plum, in Wiesen, geweiht 1989, mit Leopold Hafner und Johannes Schreiter“, betont Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler.

Über 20 Jahre
Für das Bistum hat Bieling über mehr als 20 Jahre insbesondere den Bauunterhalt sowie ergänzende Neubauten der Schulen in Fritzlar und Amöneburg gesteuert. An letzterem Standort begann die Zusammenarbeit mit einem Wettbewerbserfolg für den Bau der Sporthalle, in Fritzlar ist die Umnutzung der sogenannten Alten Mühle für Schulzwecke mit dem Denkmalpreis des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Das vielfältige Engagement von Bauherren, Fachingenieuren, Handwerkern und Künstlern in einem Bauwerk zum Klingen zu bringen bedarf großen Gestaltungswillens und feines Fingerspitzengefühls.

In Sankt Familia
Kurt Bieling ist seit vielen Jahren in der Gemeinde Sankt Familia in Kassel engagiert und dort derzeitiger stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Dort übernimmt er in vorbildlicher Weise vielfältigste verwaltungsmäßige Aufgaben. Zuletzt hat er sich bei der Diskussion der Gemeinde in den Jahren 2013 – 2015 über die erneute Vervollständigung des Glockengeläutes, das im 2. Weltkrieg teilweise eingeschmolzen wurde, sehr eingebracht und mit dazu beigetragen, dass das Geläut erneuert werden konnte.

Anne Gathmann in Sankt Elisabeth 2017

Foto: Marcus C. Leitschuh

„Anne Gathmann schafft Kunstwerke mit klaren Formen und einfachen Materialien. Ihre Objekte bewirken nicht nur für sich selbst Aufmerksamkeit, sondern aktivieren in außergewöhnlicher Weise die Wahrnehmung für den Raum, in dem sie installiert sind.“, erläutert Dr. Burghard Preusler, Diözesanbaumeister und -konservator des Bistums Fulda, die Entscheidung für die Berliner Künstlerin.

Anne Gathmann freut sich sehr darauf, ihre Idee für die Elisabethkirche verwirklichen zu können: „An einem geistigen, meditativen Ort meine Arbeit zu entwickeln reizt mich sehr. Besonders fasziniert mich die charakteristische Architektur des Kirchenraums. Sie fordert mich heraus, die Vielfalt der wahrgenommenen Aspekte und Assoziationen in einer konzentrierten Figur zu fassen.“

Vorgestellt: Strategische Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda

Das Bistum Fulda steht wie die anderen Diözesen in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen mitten in einem Prozess des Umbaus und der Neuausrichtung. Im Rahmen des seit 2002 laufenden Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda und dem Projekt „Bistum Fulda 2030“ stellte Bischof Heinz Josef Algermissen am Montag vor Pressevertretern den Textentwurf der in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ vor.

Grundlage aller Überlegungen
„Der Aufbruch beginnt bereits mit dem Betreten des richtigen Weges“, stellte der Oberhirte heraus. Er verwies auf den Bezugspunkt des gemeinsamen zukünftigen Weges der Kirche von Fulda: „Die Grundlage all unserer Überlegungen ist die Erlösung der Menschen durch Jesus Christus, durch sein Leben, Sterben und seine alles verändernde Auferstehung.“ Diese Grundlage dürfe man nicht aus den Augen verlieren. „Der Abschied von der additiven Pastoral muss einhergehen mit einer neuen Sichtweise und Organisationsform seelsorglicher Arbeit.“ Eine solche neue Form könne dann gewährleisten, dass die Kirche auch in Zukunft in der deutschen Gesellschaft wirksam präsent sei – „vermutlich nicht mehr in einer flächendeckenden Omnipräsenz, wohl aber mit einem wahrnehmbaren geistlich profilierten Angebot, das wie Leuchttürme in Meeresnähe für die Menschen in unserem Bistum sichtbar ist.“

Gründliche Beratung hat Vorrang
Die Strategischen Ziele, die mit Zusatzinformationen auch im Internet unter www.2030.bistum-fulda.de abgerufen werden können, sollen in den nächsten Wochen und Monaten bistumsweit diskutiert werden. Dazu sind auch vier regionale Konsultationsveranstaltungen vorgesehen: am 30. April in der Stiftsschule Amöneburg, am 7. Mai in der Kopernikusschule in Somborn, am 21. Mai in der Engelsburg in Kassel und am 11. Juni im Marianum Fulda. Unter Berücksichtigung der Rückmeldungen beabsichtigt Bischof Algermissen dann, die Strategischen Ziele bis zum Jahresende verbindlich in Kraft zu setzen. Gründliche Beratung sei hier allerdings vorrangig vor zeitlichen Vorgaben, so der Bischof, und alle Gemeinden und Einrichtungen müssten sich an dem Prozess beteiligen. In den Strategischen Zielen geht es unter anderem um eine Neuaufstellung in der Seelsorge, bei der neben der Bildung von größeren Pfarreien zugleich der Aufbau eines Netzwerkes aus verschiedenen „Pastoralen Orten“ in den Pfarreien in den Blick gerückt wird, aber auch um die Frage, wie die das Bistum Fulda bis 2030 mit zurückgehenden Finanzmitteln umgehen kann.

Mehr Zeit, mehr Begabungen, mehr Verantwortung
„Wir werden künftig mehr Zeit für suchende Menschen in Bereichen aufwenden, wo wir bislang nicht so präsent sind“, betonte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke. Auch Ehrenamtliche sollen verstärkt für die Verkündigung der christlichen Botschaft gewonnen werden. Es sei eine Chance, wenn in den künftigen größeren Gemeinden eine Vielzahl von Begabungen in der Leitungsebene zum Tragen komme und nicht mehr nur alles auf den Schultern eines Pfarrers ruhe. Personaldezernent Domkapitular Christof Steinert erläuterte, dass in den neu zusammengefassten Pfarreien beispielsweise hauptamtliche Laien als Verwaltungsleiter die Priester entlasten sollten, damit diese mehr Zeit für die Feier der Eucharistie und die Seelsorge hätten. Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Peter Göb unterstrich, dass künftig qualifizierte Männer und Frauen an den Pastoralen Orten in verantwortlicher Weise für die Kirche wirken sollten. Dabei gelte es, die Menschen vor Ort mit ihren Bedürfnissen im Blick zu haben.

17. Mai: Stolpersteine für zwei Patres in Bettenhausen

Bild: http://stolpersteine.jimdo.com/

Stolpersteine – aus diesem Ärgernis hat der Künstler Gunter Demig ein europaweit beachtetes „KunstDenkmal“ gemacht. Seine Stolpersteine bringen Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes in Erinnerung und rufen auf zu Toleranz und Dialog mit Minderheiten. Am 17. Mai verlegt Demig weitere 25 Stolpersteine in Kassel, darunter für zwei Priester: Pallotinerbruder Johann Albert Kremer und Salesianerpater Karl Schmidt.

Anerkennung für Widerstand
Für Dechant Harald Fischer ist die Verlegung der Stolpersteine an der Leipziger Str. 145 bei der Kirche St. Kunigundis eine Anerkennung der persönlichen Widerstandskraft der beiden Kirchenleute und eine Aufforderung zugleich: „Viel zu wenig Deutsche, auch viel zu wenig Katholiken haben den Nazis Widerstand entgegengesetzt, im Gegenteil. Um so berührender ist es, durch die Stolpersteine von Menschen wie den Ordensmännern Johann Albert Kremer und Karl Schmidt zu hören, die alles riskiert haben, indem sie sich dem Regime der Unmenschlichkeit nicht beugten. Diese Widerstandskraft gegen Unmenschlichkeit haben wir auch heute dringend nötig.“

Pallotinerbruder Johann Albert Kremer
Im Sommer 1941 wurde Pallotinerbruder Johann Albert Kremer von der Frankfurter Gestapo zum ersten Mal verhaftet. Man wollte ihn und anderen seiner Ordensbrüder zu Aussagen zwingen, die den Orden belasten konnten. Er wurde in die Junkers-Flugmotorenwerke in Bettenhausen dienstverpflichtet. Am 30. Juni 1944 verhaftete man Johann Albert Kremer erneut. "Eine Angestellte der Junkers-Werke, die er einmal wegen ihrer Grobheit gegen ausländische Arbeiter zurechtgewiesen hatte, verfolgte ihn seitdem argwöhnisch und hat ihn schließlich wegen 'zersetzender' Äußerungen angezeigt. [...] Freislers Mordgericht verurteilte ihn am 4. Oktober 1944 'wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung' zum Tode durch das Fallbeil." (Aus den biografischen Informationen der Stolpersteine in Kassel e.V.)

Salesianerpater Karl Schmidt
1938 kam er im Auftrag seines Ordens in die Gemeinde St. Kunigundis in Bettenhausen, wo er mit der Leitung beauftragt war. Schon 1939 verhaftete ihn die Gestapo. Die Gründe seiner Verhaftung, "der offenbar eine Denunziation zugrunde lag, lassen sich aus den Quellen nicht erschließen." Nach einer fünfmonatigen Polizeihaft in Kassel war er mehrere Monate im KZ Sachsenhausen, "eine Zeit, die Karl Schmidt selbst als die traurigste in seinem KZ-Leben bezeichnete. Sein mutiges Eintreten für die Lagergemeinschaft führte zur Strafe von 25 Stockhieben und der Einweisung in die Strafkompanie. [...] Karl Schmidt überlebte diese extremen physischen und psychischen Belastungen." 1940 kam er in das KZ Dachau, wo die Geistlichen in einigen Blocks zusammengelegt waren. "Karl Schmidt nahm sein Schicksal als Wille Gottes an. Von der Amtskirche, die keinen grundsätzlichen Protest gegen das NS-Regime formulierte, und der katholischen Öffentlichkeit fühlte er sich aber weitgehend allein gelassen, vergessen und unverstanden." Am 10. April 1945 kam er in Freiheit und arbeitete bis zu seinem Tod 1968 als Lehrer an Berufsschulen in München. Sein Mitbruder Johannes Wielgoß hat sich ausführlich mit Schmidts Haftleben befasst und einen Aufsatz dazu geschrieben, auf den der Verein Stolpersteine seine Recherchen stützte.

Die Stolperstein-Verlegung am 17. Mai, 14:30 Uhr, Leipziger Str. 145
In einer feierlichen Zeremonie verlegt der Künstler Gunter Demig die Stolpersteine für Johann Albert Kremer und Karl Schmidt an der Leipziger Straße um 14:30 Uhr. Für Franz Höfer, den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats von St. Kunigundis, ist das ein wichtiger Tag im Gemeindeleben: „Wir sind froh, dass wir solche Vorbilder haben und dass sie durch die Stolpersteine neu in unser Bewusstsein geraten. Alle sind eingeladen, an der Verlegung teilzunehmen, die wir von Seiten unserer Gemeinde mit Musik und Gebet begleiten werden.“

25 neue Stolpersteine für Kassel
Die Verlegung der Stolpersteine nahe St. Kunigundis bildet den Schlusspunkt des Stolperstein-Tages in Kassel. Er beginnt um 9 Uhr in der Breitscheidstraße.

Caritas bietet rückzahlbaren Zuschuss für Kühlgerätetausch

Im Rahmen des Stromspar-Checks besteht nun die Möglichkeit, beim Caritasverband Nordhessen-Kassel einen „rückzahlbaren Zuschuss“ für den Kühlgerätetausch zu beantragen. Wenn die Stromsparhelfer vom "Stromspar-Check" feststellen, dass das alte Kühlgerät ein Stromfresser ist, können sie einen Gutschein für den Kühlgerätetausch ausstellen.

150-Euro-Gutschein
„Pro Jahr werden mit einem sparsamen Neugerät bis zu 100 Euro an Stromkosten eingespart, dies unterstützen wir mit einem 150-Euro-Gutschein für die höheren Anschaffungskosten“, erklärt Uwe Erbroth vom Stromspar-Check. „Wer keine Rücklagen hat, kann sich trotzdem diese Investition nicht leisten“, berichtet Sebastian Wolf, Sozialarbeiter im Caritasverband von vielen Beratungsgesprächen. Daher freut er sich, mit dem „rückzahlbaren Zuschuss“ Hilfe anzubieten.

Rückzahlung in kleinen Raten
Dieser Zuschuss wird ähnlich wie ein Mikrokredit in kleinen Raten zurückgezahlt. Dadurch ist die Neuanschaffung für viele erst möglich. Die Städtischen Werke Kassel haben dafür eine Startsumme von 3.000,- Euro zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung Stromspar-Check
Voraussetzung ist, dass zunächst ein Stromspar-Check durchgeführt wird, bei dem die Stromsparhelfer Tipps geben und kostenfrei Energiesparprodukte einbauen. „In fast jedem Haushalt lassen sich an vielen Stellen Einsparungen erzielen, die sich bei der nächsten Jahresabrechnung erfreulich bemerkbar machen“, wirbt Erbroth für die Entlastung von Geldbeutel und Umwelt. An diesen Stromspar-Check kann sich dann der Kühlgerätetausch anschließen, der weitere Einsparungen ermöglicht.

Städtische Werke unterstützen mit
„Die Möglichkeit, Energie zu sparen, darf nicht vom Einkommen abhängig sein“, ist Stefan Welsch, Vorstand der Städtischen Werke, überzeugt. „Deshalb unterstützen wir seit Jahren den Stromspar-Check und freuen uns, durch den rückzahlbaren Vorschuss künftig einen weiteren Beitrag leisten zu können.“

Kooperationspartner im Stromspar-Check
Bundesweit gibt es rund 170 Standorte des Stromspar-Checks, die von Caritas und Energieagenturen geleitet werden. Der Caritasverband Nordhessen-Kassel ist gemeinsam mit der ENERGIE 2000, dem Landkreis und der Stadt Kassel, dem BUND und den Städtischen Werken Kooperationspartner im Stromspar-Check. Insgesamt wurden in den vergangenen 6 Jahren bereits über 1000 Checks durchgeführt, die zu einer jährlichen Einsparung von ca. 50 Tonnen CO2 führen. Haushalte mit geringen Einkommen können kostenfrei dieses Angebot wahrnehmen und somit zur Erreichung der weltweiten Klimaziele beitragen.

Kontakt Caritasverband Nordhessen-Kassel
Caritasverband Nordhessen-Kassel
Allgemeine Sozialberatung
Die Freiheit 2
34117 Kassel
Tel: 0561 / 7004 222
Fax: 0561 / 7004 250
E-Mail: sebastian.wolf@caritas-kassel.de
Web: www.caritas-kassel.de

Standort Kassel:
Stromspar-Check
c/o Umwelthaus
Wilhelmstr. 2
34117 Kassel
Tel: 0561/7399928
E-Mail: info@stromsparcheck-kassel.de
Web: http://umwelthaus-kassel.de/stromsparcheck-kassel/

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusätzliche Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Zunehmend ältere Menschen mit finanziellen Problemen
Hintergrund des Projektes ist die Wahrnehmung der Sozialarbeiter-/innen des Caritasverbandes, dass zunehmend ältere Menschen von akuten finanziellen Problemen betroffen sind bzw. drohen in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Ursächlich sind sich verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, geringe Rentenanwartschaften und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen.
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht sind und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben.

Beratung am besten vor Eintritt der Rente
Das Projekt „Mobile Schuldner – und Budgetberatung für ältere Menschen“ wurde entwickelt, um Menschen schon vor dem Eintritt in die Rente zu beraten um ein würdiges Leben im Alter zu ermöglichen und einen Beitrag zur Schuldenprävention zu leisten.
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2015 lag das Rentenniveau bei 47,5 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt fast halbiert.
Es ist deshalb dringend erforderlich, bereits im Vorfeld eine Budgetplanung aufzustellen, die es noch möglich macht, auf die veränderte Einkommenssituation zu reagieren, z.B. durch einen Umzug oder die rechtzeitige Kündigung von Versicherungen. Außerdem sollte geprüft werden, ob ergänzende Leistungen in Anspruch genommen werden können.

Jahresprogramm 2016 der Familienbildungsstätte

In der Katholischen Familienbildungsstätte Kassel werden Kurse in den fünf Fachbereichen angeboten. Sie stehen allen Menschen offen – unabhängig von Religion oder ethischer Anschauung..

"Gemeinsam wachsen" für Eltern mit ihren Kindern
Der erste Bereich "gemeinsam wachsen" umfasst knapp ein Drittel des Jahresprogrammes und richtet sich an Eltern mit ihren Kindern und Kinder allein. Neben den bereits bewährten Kursen wie Fitness für Mami und Baby, Eltern-Baby-Gruppen und Babymassage, Spielkreisen, Musik für kleine Leute und Kinder in Bewegung gibt es in diesem Jahr erstmals ein spezielles Angebot für Eltern mit mehreren Kindern:

Geschwister-Spielkreis
Der Geschwister-Spielkreis am Dienstagnachmittag um 15:30 Uhr. Kinder zwischen 6 und 16 Jahren finden eine große Auswahl an Bastel- und Werkangeboten über das Jahr verteilt. Auch in den Ferien können sich Schulkinder mit Kochspaß für Kinder, der stets gut besuchten Holzwerkstatt in Kooperation mit den Jungen Alten und in den Sommerferien auch in der Experimentierwoche für junge Forschende die Zeit vertreiben. Neu sind auch religionspädagogische Angebote vor den beiden kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten. Eltern-Kind-Nähkurse und eine ganze Reihe von Vorträgen zu Erziehungsfragen und -antworten runden das Angebot ab.

"Gemeinsam leben": Themenabende
Unter dem Titel gemeinsam leben finden sich informative und interessante Themenabende – sowohl zu religiösen, pflegerischen und literarischen Themen wie auch ganz praktisch unter dem Motto Die Welt der Baumwolle & Co. oder eine Reise durch die Kunstgeschichte. Meditatives findet sich neben dem Flötenspielkreis und Angeboten aus dem Bereich Technik. Verschiedene Führungen und Fahrten, wunderschöne Multimediavorträge über Reisen nach Indien und ins Naturwunder Pantanal sowie eine Wanderung in der Rhön schließen sich an.

"Gemeinsam bewegen": neue Angebote
Der Bereich gemeinsam bewegen wurde umstrukturiert und um neue Angebote ergänzt. So gibt es am Dienstagvormittag in Kooperation mit der Kurhessen Therme Aqua Fitness und freitagsnachmittags sind alle zu Zumba eingeladen. Wer sich in der Mittagspause oder nach Feierabend unter physiotherapeutischer Anleitung fit halten möchte, kommt am Donnerstag ins Kolpinghaus. Ganz neu ist auch die Einteilung der Tai Chi Chuan-Kurse in die Level I, II und III. Vor allem die Gruppen der Anfänger und der Fortgeschrittenen bieten noch ein paar freie Plätze. Für die „Junggebliebenen“ finden sich eine Reihe von Kursen – teilweise unter Anleitung erfahrener Physiotherapeutinnen und -therapeuten.

"Gemeinsam gestalten": Handarbeit und Malkurse
Gemeinsam gestalten heißt der Bereich in dem fast täglich Nähkurse für alle Interessierten angeboten werden. Kreativ kann man auch beim Kettenfädelkurs und Filzen werden. Neben den bewährten und beliebten Handarbeits- und Schwälmer Stickkursen wird erstmals auch ein Pastell-Malkurs zusätzlich zum Aquarell-Kurs und der Sommerakademie im Bergpark angeboten.

"Gemeinsam kochen": 75 verschiedene Koch- und Backkurse
Das letzte Drittel des umfangreichen Programmheftes bietet unter dem Motto gemeinsam kochen eine Vielzahl an informativen Vorträgen, eine Fastenwoche und das DGE-Seminar "Ich nehme ab!". In 75 verschiedenen Koch- und Backkursen haben Anfänger und Fortgeschrittene die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten aufzufrischen, aufzubauen oder von der Pike auf zu lernen. Ob in Langzeitkursen an mehreren Terminen über das ganze Jahr verteilt (reine Männerkurse, gemischte Gruppen oder das Seniorenkochen am Donnerstagvormittag) oder an einzelnen, thematisch gebundenen Kochabenden (von der italienischen, koreanischen oder persischen Küche über Start cooking bis zu Festtagstorten selbst gemacht) is(s)t für Jeden was dabei.

Kurs-Beratung
Das Team der Kath. Familienbildungsstätte freut sich auf Sie und berät Sie gern!
Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 0561/7004-111 oder gern auch per E-Mail an info@fbs-kassel.de.

Meine Mütze stärkt meine Chance

Bildung für junge Flüchtlinge bedeutet persönliche Zukunft und gesellschaftliche Integration. Deshalb hat der Jugendmigrationsdienst im Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein Projekt initiiert, das jungen Flüchtlingen ermöglicht, einen Hauptschulabschluss zu erlangen.

"Meine Chance"
"Meine Chance" heißt das Ausbildungsprojekt, in dem 20 junge Männer und Frauen Unterricht erhalten und im Praktikum Berufe kennenlernen. Dabei werden sie von den Caritas-Fachkräften begleitet. Ziel ist die Vorbereitung auf die Prüfung des externen Hauptschulabschlusses.

Die Plansecur-Stiftung fördert das Projekt dadurch, dass sie die notwendigen Räumlichkeiten in ihrem Studienhaus Eberhard zur Verfügung stellt und den Jugendmigrationsdienst bei der Organisation des Lernalltags unterstützt.

Unterstützen auch Sie das Projekt „Meine Chance“:

  • Ganz cool durch den Erwerb einer schicken Mütze - von den Ehren- und Hauptamtlichen der Caritas selbst gehäkelt und erhältlich im Welt- und Regioladen „Karibu“ in der Obersten Gasse 30, 34117 Kassel.
     
  • Ganz klassisch. durch Ihre Spende:
    Spendenkonto: Kasseler Sparkasse
    IBAN DE37 5205 0353 0000 0189 66
    BIC: HELADEF1KAS
    Verwendungszweck:„Meine Chance“

Ihre Spende ermöglicht Bildung für junge Flüchtlinge!
Bildung bedeutet Zukunft!
Von Herzen Dank!

Exerzitienprogramm 2016: das eigene Leben mit Gott in Kontakt bringen

Exerzitien sind in unserem an Aufgaben, Arbeit und Terminen überbordenden Alltag eine ganz besondere Zeit. Die Exerzitienseelsorge Kassel bieten in ihrem Programm 2016 Auszeiten der Besinnung und Konzentration: Stille, Gebetszeiten, Begleitung und Austausch. Neben dem Besinnungswochenende, den Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen und den Exerzitien im Alltag gibt es auch das Bibliodrama in der Fastenzeit, die Pilgerfahrten ins Heilige Land, die Bergtour "mit Bibel und Rucksack" und die Predigten zur Fastenzeit.

Ab 1. Januar: die neue „Pfarrei Sankt Elisabeth“

Ab dem 1. Januar 2016 gibt es in der Stadt Kassel statt bisher vierzehn katholischen Kirchengemeinden nur noch elf. Die bisherigen Kirchengemeinden St. Bonifatius (Weserspitze), St. Elisabeth (Friedrichsplatz), St. Joseph (Rothenberg) und St. Laurentius (Philippinenhof/Warteberg) schließen sich zu einer gemeinsamen Pfarrei zusammen. Diese bekommt den Namen der heiligen Elisabeth und knüpft somit an die gleichnamige „Mutterpfarrei“ (seit 1808) der Kasseler Katholiken an.

Pfarrbüro an der Ihringshäuser Straße
Die Gemeinde St. Elisabeth war nach der Reformation die erste katholische Kirche in Nordhessen und stand bis zur Bombennacht 1943 an der Stelle des heutigen Staatstheaters. Peter Bulowski (Kirche St. Bonifatius, Weserspitze) ist nunmehr der Pfarrer der neuen gemeinsamen Pfarrei. Ihm steht Pfarrer Stefan Krönung als mitarbeitender Priester zur Seite. Es gibt auch nur noch ein Pfarrbüro, das sich im Gemeindehaus von St. Bonifatius (Ihringshäuser Str. 3) befindet. An den drei übrigen Kirchorten verbleiben Kontaktstellen, die einmal pro Woche geöffnet sind.

Kirchorte bleiben erhalten
„Selbstverständlich bleiben die vier Kirchengebäude als Kirchorte auch unter dem Dach der fusionierten Gemeinde bestehen, in denen auch die Gottesdienste wie gewohnt gefeiert werden. „Die ‚Pfarrei Sankt Elisabeth‘ ist zu allererst eine organisatorische Struktur, die kirchliches Leben vor Ort ermöglicht und trägt“, so Bulowski. Dementsprechend sind es auch die strukturellen Veränderungen, welche diesen Zusammenschluss erforderlich werden lassen: Sinkende Zahlen bei Gemeindemitgliedern und Gottesdienstbesuchern, weniger ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zurückgehende Kirchenfinanzen.

Neugründung erst nach Wahl der ehrenamtlichen Gremien komplett
Diese neue Pfarrei wird jedoch erst „komplett“, wenn ihre ehrenamtlichen Gremien neu gewählt sind und ihre Arbeit aufnehmen werden. Dies sind der Verwaltungsrat, dem die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Kirchen und Gemeindehäuser obliegt, sowie der Pfarrgemeinderat, der zusammen mit dem Pfarrer die inhaltliche Arbeit gestaltet. Beide Gremien werden am Wochenende des 12. und 13. März 2016 neu gewählt.

Pfarrei sucht Menschen, die ihre Kirche mitgestalten wollen
Hierzu sucht die neue Pfarrei Sankt Elisabeth Kandidatinnen und Kandidaten. „Es ist ein Neubeginn“, so Ursula Kotzur, Pfarrgemeinderatssprecherin von St. Bonifatius. „Wir bauen aus den vier Gemeinden eine neue Pfarrei. Das heißt nicht, dass alles Bisherige abgeschafft und etwas ganz Neues begonnen wird, sondern Strukturen zusammengeführt werden und – was viel wichtiger ist – die Gläubigen sich gemeinsam auf einen Weg machen, der bei allen Problemen riesige Chancen bietet. Wer jetzt in der neuen Pfarrei mitarbeiten will, der ist direkt mit dabei, die Kirche der Zukunft zu gestalten, damit sie weiterhin unter veränderten Rahmenbedingungen den Menschen vor Ort im Stadtteil dienen kann.“

Logo zeigt Offenheit für die Menschen
Das selbst entwickelte Logo zeigt die vier fusionierten Gemeinden als Klammer vor dem gemeinsamen neuen Namen. Die Idee hatte Pfarrgemeinderatssprecher Marcus Leitschuh: „Wir sind auf einer Wellenlänge. Die Wellen drücken Dynamik aus. Sie stehen dafür, dass die Pfarrei wirkt und nicht intern bei sich bleibt.“ Das Logo soll die vier Gemeinden verbinden und gleichzeitig ihre Offenheit und Verbundenheit mit der Stadt und den Menschen zeigen.

Adress-Informationen:
Pfarrei Sankt Elisabeth
Ihringshäuser Str. 3
34125 Kassel
Telefon: 0561/874221
E-Mail: sankt-elisabeth-kassel@pfarrei.bistum-fulda.de
Internet: www.st-elisabeth-kassel.de 
Auf Facebook: www.facebook.com/st.elisabeth.kassel

Die Sorge für das gemeinsame Haus

Bild (Wikipedia): Giotto: Franziskus
predigt zu den Vögeln (Ausschnitt)

 

“Laudato Si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr”: So beginnt der berühmte Sonnengesang des heiligen Franziskus von Assisi. “Laudato Si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr” sind auch die ersten Worte der neuen Enzyklika, von der Kardinal Reinhard Marx sagt, sie sende ein starkes Signal für die Schöpfung.

„Franziskus fordert ökologische Spiritualität, ein neues Denken, ein neuer Geist, Verantwortung für die Geschenke Gottes. Wir müssen Beschützer des Werkes Gottes sein“, so Weihbischof Dr. Bernd Uhl (Freiburg), Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Ökologische Fragen“ der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.

Europa muss endlich handeln! Kirchen fordern Seenotrettung und sichere Zugänge

Angesichts des jüngsten Bootsunglücks vor der libyschen Küste erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm:

„Über das erneute Bootsunglück sind wir zutiefst erschüttert. Allein in der vergangenen Woche sind über 1000 Menschen bei ihrem verzweifelten Versuch, nach Europa zu gelangen, ertrunken. An dieses vielfache Sterben vor den Küsten unseres Kontinents dürfen wir uns nicht gewöhnen. Das ist ein humanitärer Skandal! Der entschlossene Kampf gegen gewissenlose Schleuser ist notwendig. Wir brauchen sofort eine Seenotrettungsmission in europäischer Verantwortung. Ein Jahr lang hat die italienische Operation ‚Mare Nostrum‘ hier Vorbildliches geleistet."

Rettung Schiffbrüchiger contra Grenzschutz
"Für die FRONTEX-Mission ‚Triton‘ gilt dies nicht: Ihr Hauptzweck ist nicht die Rettung Schiffbrüchiger, sondern der Grenzschutz. Ihr Beobachtungsgebiet wurde stark eingeschränkt, die Finanzmittel begrenzt. Deshalb fordern wir mit Nachdruck, zu einem durchgreifenden Konzept der Seenotrettung zurückzukehren. Wir wissen, dass damit für manche ein Anreiz zur Flucht nach Europa gesetzt wird. Aber die Lösung dieses Problems darf nicht darin bestehen, Menschen, die in existenzieller Not vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, sehenden Auges dem Risiko des Ertrinkens auszusetzen. Stattdessen sollten sichere Zugangswege für Migranten und Schutzsuchende eröffnet werden. Europa muss ermöglichen, dass Menschen nicht mehr ihr Leben riskieren, um bei uns Schutz zu suchen.“

Kirchen begrüßen Kurskorrekturen bei Kirchenasyl

In der letzten Februar-Woche trafen sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche zu einem Spitzengespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Manfred Schmidt, in Berlin getroffen. An dem Gespräch nahmen der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Dr. Martin Dutzmann, teil.

Tradition des Kirchenasyls steht nicht in Frage
Nachdem bereits der Vergleich zwischen Kirchenasyl und Scharia durch den Bundesminister des Innern zurückgezogen wurde, hat in dem Spitzengespräch auch das BAMF klargestellt, dass die Tradition des Kirchenasyls an sich nicht in Frage gestellt wird. Gleichzeitig wurde die Einführung einer verschärften Fristenregelung aufgeschoben. Dieses Ergebnis haben heute Prälat Dr. Jüsten und Prälat Dr. Dutzmann gewürdigt: „Die beiden großen christlichen Kirchen begrüßen diese wichtigen Kurskorrekturen.“

Kirchenasyl bleibt erhalten
„Uns liegt am Herzen, dass das Kirchenasyl in seiner bisherigen Form erhalten bleibt“, betonte Jüsten. „Das ist nun bis zum Herbst ohne Einschränkung möglich“. Im Vorfeld war vom Bundesamt angekündigt worden, die Frist zur Überstellung von Personen im Kirchenasyl, die im Rahmen der sogenannten „Dublin–Verordnung“ in einen anderen Mitgliedstaat abgeschoben werden sollen, von sechs auf 18 Monate zu verlängern. Die Entscheidung über die Einführung dieser verlängerten Frist sei nun aufgeschoben.

Neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen
Prälat Dutzmann hob hervor: „Gemeinden entscheiden selbstständig über die Gewährung von Kirchenasyl, wenn sie befürchten, dass einem Menschen bei seiner Abschiebung Menschenrechtsverletzungen oder unzumutbare Härten drohen. Das ist auch in „Dublin-Fällen nicht ausgeschlossen.“ „Kirchenasyl ist für uns immer ultima ratio“, ergänzte Prälat Jüsten. In der Zeit bis zum Herbst wollen die Kirchen und das BAMF nun eine neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen erproben. Dabei sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, vorzugsweise noch bevor die betroffenen Personen in das Kirchenasyl aufgenommen werden. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden. „Wir hoffen, dass dies zu einer Vermeidung von Härtefällen beiträgt“, erläutert Prälat Dutzmann.

Christlich-humanitäre Tradition
Unter anderem haben die Gesprächsteilnehmer festgehalten, dass die Kirchen mit dem Kirchenasyl nicht das Ziel verfolgen, den Rechtsstaat in Frage zu stellen oder über das Kirchenasyl eine systematische Kritik am Dublin-System zu üben. Kirchenasyl sei kein eigenständiges, neben dem Rechtsstaat stehendes Institut, habe sich jedoch als christlich-humanitäre Tradition etabliert. „Das Bundesamt beabsichtigt nicht, die Tradition des Kirchenasyls an sich in Frage zu stellen“, heißt es in dem von allen Seiten getragenen Gesprächsvermerk.

226 ‚Fälle‘
Derzeit haben evangelische und katholische Gemeinden in Deutschland 226 Kirchenasyle gewährt. Angesichts von mehr als 200.000 Asylverfahren in Deutschland im Jahr 2014 unterstreichen die weiterhin niedrigen Fallzahlen den Charakter des Kirchenasyls als Nothilfe im Einzelfall.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 27. Februar 2015

Kirchenasyl verhindert oft einen Rechtsbruch

Zur Kritik des Bundesministers des Innern Thomas de Maizière an der
aktuellen Praxis des Kirchenasyls erklärt Dechant Harald Fischer:

Keine Argumentation, sondern Polemik
Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière vergleicht die Praxis der Kirchen, in manchen Fällen Kirchenasyl zu gewähren und sich damit „über das Recht zu setzen“ mit der Scharia. Die Art von „Scharia“, die derzeit Thema in den Medien ist, ist eine fundamentalistisch verstandene Scharia. Sie praktiziert die öffentliche Enthauptung von Menschen, das Abhacken von Gliedmaßen bei Gesetzesverstößen und das öffentliche Auspeitschen von Menschen, die islamische Herrscher kritisieren. Ein solches Gesetzeswerk mit dem Gewähren von Kirchenasyl in eins zu setzen, ist keine Argumentation, sondern Polemik.

Kirchenasyl verschafft Atempause
Die Kirchengemeinden nehmen abgelehnte Asylbewerber ins Kirchenasyl auf und verhindern so die bevorstehende Abschiebung. Anstatt dieses humanitäre Engagement vieler Menschen in unserem Land zu würdigen, übersieht de Maizière, dass fast 90% der Fälle, in denen christliche Gemeinden Kirchenasyl gewährt haben, erfolgreich sind. Das heißt: Der Staat erkennt im Nachhinein an, dass die Asylbewerber in Deutschland bleiben dürfen. Kirchenasyl stellt also weder einen Rechtsbruch dar, noch stellt es sich über das Gesetz. Es verhindert vielmehr in den allermeisten Fällen einen Rechtsbruch des Staates. Kirchenasyl verschafft in humanitären Konfliktfällen eine Atempause, in der der Staat seine eigene Entscheidung noch einmal überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann.

Mehr als 200.000 Asylbewerber - weniger als 400 Menschen im Kirchenasyl
Die große Zahl der Anerkennung, die Menschen gewährt wird, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben, macht sichtbar, wie wichtig diese humanitäre Handlung der Kirchen ist. Angeblich gibt es derzeit in Deutschland weniger als 400 Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Bei einer Gesamtzahl von über 200.000 Asylbewerbern im letzten Jahr ist das eine verschwindend geringe Zahl. Es ist unbegreiflich, warum der Innenminister diese geringe Zahl problematisiert, und unsinnig, hier von einem „Missbrauch des Kirchenasyls“ zu sprechen.

Verantwortlicher Umgang mit dem Kirchenasyl
Es gibt auch in verschiedenen Kasseler Kirchengemeinden derzeit Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Die Kirchengemeinden gehen damit sehr verantwortlich um. Die Fälle werden mit Sachverstand und Sorgfalt geprüft. In den katholischen Gemeinden unserer Stadt wirken auch die Gremien Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat an Entscheidungen für die Aufnahme eines Menschen ins Kirchenasyl mit. Durch das Kirchenasyl werden unzumutbare menschliche Härten aufgefangen. Es geht um Menschen mit grausamen Schicksalen. Im Übrigen: Das in letzter Zeit so viel beschworene „christliche Abendland“ zeichnet sich gerade durch dieses humanitäre Engagement aus.

Wir, die katholischen Gemeinden im Dekanat Kassel-Hofgeismar, werden uns in unserem Engagement für hilfsbedürftige Flüchtlinge weder abschrecken noch irritieren lassen.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Jugendpfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. „Die Internetseite der Berufungspastoral erscheint in neuem Design, angelehnt an den Auftritt des Bistums, damit ein Wiedererkennungseffekt gegeben ist“, erklärt Wolfgang Uffelmann, Referent für die Berufungspastoral. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die neue Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Auch soll die Internetseite nicht starr sein; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

Soll Kassel eine Stadt der Rüstung bleiben oder eine Stadt des Friedens werden?

Koreakrieg ca. 1951.
Foto (Wikipedia):
Maj. R.V. Spencer, UAF (Navy)

In diesen Tagen erreicht uns die traurige Nachricht, dass der Kasseler Panzerbauer Rheinmetall nicht nur 54 Radpanzer für Algerien gebaut hat, sondern auch bei der Herstellung weiterer 926 Panzer hilft (HNA 18.06.2014). Zusätzlich baut Rheinmetall eine ganze Fabrik vor Ort, in der zukünftig mit Komponenten aus Kassel hunderte Panzer selbständig hergestellt werden können. Zwar gibt es eine Verpflichtung der Käufer, die Panzer nicht weiterzuverkaufen, aber das untersteht keiner unabhängigen Kontrolle und immer wieder zeigte sich in der Vergangenheit, dass – auch deutsche Waffen – unkontrolliert in anderen Staaten auftauchten und dort eingesetzt wurden.

Der aktuelle Rüstungsexportbericht
Im letzten Rüstungsexportbericht wurde offensichtlich, dass gerade Deutschland die Rüstungsexporte in Länder außerhalb der EU und der NATO auf Rekordhöhe gesteigert hat. Unter den belieferten Ländern finden sich neben Algerien auch Katar, Saudi-Arabien und Indonesien: allesamt Staaten, die für ihre Menschenrechtsverletzungen bekannt sind. In Algerien gibt es laut Nichtregierungsorganisationen unter anderem Einschränkungen bei der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit; ebenso unterbleibt die Aufklärung des Schicksals der in den 1990er Jahren verschwundenen Personen.

Seit dem 1. Weltkrieg ist Kassel eine Stadt der Rüstungsproduktion
Wir gedenken in diesen Tagen auch des 28. Juni 1914. 100 Jahre sind seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs vergangen. Die Entwicklung, die Produktion und der Einsatz modernster Waffentechnik waren die Voraussetzung für das beispiellose Morden, dem viele Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Schon während des 1. Weltkriegs wurden in Kassel Rüstungsgüter hergestellt. Während des 2. Weltkriegs galt Kassel als Rüstungszentrum. Heute werden in der Stadt schwere und leichte Panzer, Militärtransport- und Mehrzweckfahrzeuge sowie fernbedienbare Waffensysteme gebaut. Das heißt: Trotz aller katastrophaler Erfahrungen bleiben Tradition und Innovation der Kasseler Rüstungsproduktionen ungebrochen.

Rüstungsumwandlung statt Rüstungsproduktion
Das ist für die Katholische Kirche in Kassel nicht akzeptabel. Wir brauchen dringend eine neue Initiative, die aus der Stadt der Rüstungsproduktion eine Stadt der Rüstungsumwandlung macht. Es kann nicht sein, dass Kassel mit der documenta ein weltweites Zeichen für die schöpferische Gestaltungskraft des Menschen setzt, während gleichzeitig in der Stadt Güter hergestellt und in alle Welt ausgeführt werden, die der Tötung und Unterdrückung von Menschen und der Stärkung unrechtmäßiger Machtstrukturen dienen. Wir haben in Kassel alles, was wir für eine Rüstungskonversion brauchen: kluge und engagierte Menschen, Ideenreichtum, technischer Sachverstand, Organisationstalente und die Sehnsucht nach einem echten Frieden. Die Illusion, dass Waffen in den Krisenregionen Stabilität und Sicherheit bringen, wird doch gerade in diesen Tagen wieder einmal an zahlreichen Kriegsschauplätzen unserer Welt entlarvt, an denen europäische und oft genug deutsche Waffen zum Einsatz kommen.

Gesucht: Gestaltungsideen für Konversion
Im Januar 2012 haben Tausende Kasseler Bürgerinnen und Bürger mit einer Unterschriftenaktion die Versammlung der Kasseler Stadtverordneten aufgefordert, sich dagegen auszusprechen, dass Kassel wieder zu einer Todesschmiede in der Welt wird. Das wurde unter anderem mit dem Argument abgelehnt, die Rüstungsproduktion geschehe im gesetzlich geklärten Rahmen und auf diesen habe die Stadtpolitik keine Einflussmöglichkeit. Heißt das, dass wir gut heißen sollen, wenn in Kassel Waffen hergestellt werden, die an anderen Orten Tod und Vernichtung bringen? Vielleicht gelingt der Stadt Kassel und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Ideenkonferenz, wie die Rüstungsproduktion in unserer Stadt in eine Produktion ziviler Güter umgewandelt werden kann. Das wäre doch ein wunderbarer Ausdruck unserer Gestaltungskraft!

Nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gemeint
Die Kritik an der Rüstungsproduktion meint ausdrücklich nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rheinmetall oder von KMW, die auf ihre Arbeitsplätze angewiesen sind. Hier sind vielmehr politische Entscheidungen auf nationaler wie auf lokaler Ebene notwendig, die den Rüstungsexport in die Krisenregionen unserer Welt unterbinden und die Konversion der Rüstungsfirmen einleiten.

Bischof Algermissen: „Perverse Doppelmoral“
Heinz Josef Algermissen, Bischof des Bistums Fulda und Präsident von pax christi - Deutsche Sektion e.V., klagt in seinem aktuellen Bischofswort: „Es ist eine perverse Doppelmoral, wortreich die blutigen Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika zu beklagen und nach Frieden zu rufen, auf der anderen Seite aber mit Waffenlieferungen den Rüstungswettlauf zu schüren, gewinnbringend den Tod in Krisenregionen zu exportieren und sich dann auch noch die Hände in Unschuld zu waschen mit dem zynischen Hinweis, Rüstungsgüter würden Arbeitsplätze schaffen“ (www.bistum-fulda.de).

Papst Franziskus: „Händler des Todes“
Am Tag der Veröffentlichung des deutschen Rüstungsexportberichts sagte Papst Franziskus bei der Generalaudienz (11.06.) auf dem Petersplatz, diejenigen, die Waffen herstellten, um Krieg zu schüren, seien „Händler des Todes“. Sie würden einmal von Gott zur Rechenschaft gezogen. Dem ist Nichts hinzuzufügen.

Dechant Harald Fischer
Dekanat Kassel-Hofgeismar

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