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Die Fastenpredigten 2017 zum Nachhören

Martin Luther hat unsere Gesellschaft geprägt und verändert mit Auswirkungen bis in unsere Zeit. In der Reihe der “Predigten zur Fastenzeit” werden wir uns mit der Reformation und ihrer Bedeutung für das 21. Jahrhundert beschäftigen.

5. März: Mit dem katholischen Historiker Domkapitular Prof. Dr. Werner Kathrein wird uns ein ausgewiesener Fachmann in den Konflikt zwischen “Luther und dem Papst” einführen.

12. März: Die ehemalige evangelische Bischöfin und Ratsvorsitzende und jetzige Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann spricht über “Luther und die Reformation” (12. März).

19. März: Und der Bischof der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, predigt über Luthers Gedanken zu “Maria – die zarte Mutter Jesu Christi”.

Lutherchoräle mit Brass und Orgel

Foto: Kassel Brass (privat / nh)

Anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation" musizieren im Rahmen der Kasseler Klangreise das bekannte Blechbläserensemble "Kassel Brass" am Samstag, 25. März 2017, um 16.00 Uhr zusammen mit dem Organisten Thomas Pieper in der Elisabethkirche am Friedrichsplatz in Kassel.

Das Musikprogramm
Zwei Choräle Martin Luthers stehen im Mittelpunkt des Konzertes. Der große Romantiker Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als einer der Erneuerer der protestantischen Kirchenmusik zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Chorwerken schrieb er auch Orgelmusik. Seine dritte Orgelsonate verwendet den Luther-Choral "Aus tiefer Not schrei ich zu dir". Sigfrid Karg-Elert steht als Vermittler zwischen Spätromantik und Moderne. Eine Bearbeitung des gleichen Luther-Chorales erklingt aus seiner Sammlung "Choralimprovisationen, op. 65". Der Choral Martin Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott" prägt Mendelssohns fünfte Sinfonie, die sogenannte "Reformationssinfonie". Komponiert für großes Sinfonieorchester klingt sie in der Elisabethkirche in Auszügen und in einer Bearbeitung für Bläser und Orgel. Den gleichen Choral verwendet Otto Nicolai in seiner "Kirchlichen Festouvertüre", ebenfalls für sinfonische Besetzung geschrieben, in einer Bearbeitung.

Veranstalterinnen sind die Katholische Kirchenmusik Kassel und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel.

Kassel Brass
Das Ensemble "Kassel Brass" verfügt über ein weit gespanntes Repertoire konzertanter Bläsermusik von der Renaissance bis in die heutige Zeit. Die Grenzen zwischen der sogenannten ernsten und unterhaltenden Musik werden dabei spielend in beide Richtungen überschritten. Die Tätigkeit und Ausbildung der Musiker sowohl im klassischen als auch im Jazzbereich ermöglicht ein außerordentlich vielseitiges musikalisches Spektrum. Engagements führten Kassel Brass in den über 30 Jahren seines Bestehens zu zahllosen Konzerten in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. Seit mehreren Jahren gibt es zudem eine Zusammenarbeit mit dem Organisten Thomas Pieper, Regionalkantor der katholischen Kirchengemeinden in Kassel. Hier sind zumeist selten gespielte, großformatige Werke für Orgel, Blechbläserensemble und Schlagwerk zu hören.

Kasseler Klangreise
Im Rahmen der "Kasseler Klangreise" finden bis Oktober Konzerte in 27 Kirchen statt. Im Jubiläumsjahr der Reformation feiern wir das Verbindende. Musik hat eine große integrierende Kraft. Sie schlägt Brücken und verbindet Menschen und Gemeinden, auch über die Konfessionsgrenzen hinweg, sagt Stadtdekanin Barbara Heinrich. Die Klangreise lädt außerdem zum Entdecken der musikalischen Vielfalt in den Gemeinden und Kirchen, die durch die Klangreise verbunden sind, ein, so Heinrich weiter. Verbindendes Element wird neben der Musik eine Kerze sein, die von Aufführungsort zu Aufführungsort wie ein Staffelstab weitergegeben und entzündet wird. Auch das Lied "Frau Musika spricht: Die beste Zeit im Jahr ist mein" nach einem Gedicht von Martin Luther wird bei jedem Konzert erklingen. Die Idee zur Kasseler Klangreise hatten die evangelischen Bezirkskantoren Christine Spuck und Stephan Herrmann. Gemeinsam haben sie die Reihe mit ihrem katholischen Kollegen, Regionalkantor Thomas Pieper, entwickelt und begleiten diese durch das Jahr.

Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen gibt es
unter www.facebook.de/kirchenmusik.kassel
und www.st-elisabeth-kassel.de

28. März: Wie wir auf Flüchtlinge und andere sehen

Die Frage, wie unser Land und unsere Stadt mit Menschen umgeht, die zu uns flüchten, ist zu einer Grundsatzfrage für unsere Gesellschaft geworden, die uns noch sehr lange beschäftigen wird. Die Katholische Kirche Kassel hat deshalb eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die sich dieser Frage aus unterschiedlicher Perspektive widmet.

Wir schaffen das! Aber wie? – Wege zur Integration

Rede und Antwort stehen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Soziologie, Psychologie, Theologie und Caritas. Auch das Publikum wird zu Wort kommen. So ist die Veranstaltungsreihe „Wir schaffen das! Aber wie? – Wege zur Integration“ auch als Gesprächsforum angelegt.

Weiter geht es am 28. März mit einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick, Bielefeld, zum Thema "Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit oder abgewertet und ungleichwertig? Wie wir auf Flüchtlinge und andere sehen."

Deutschland = Einwanderungsland
„Wir gehen davon aus, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist.“ sagt Dechant Harald Fischer. Diese Wirklichkeit anzuerkennen, bedeutet nach guten Wegen zu suchen, wie wir diese Wirklichkeit leben können und Integration gelingt. Sind wir gastfreundlich und hilfsbereit? Schotten wir uns lieber ab? Sind wir fähig, Menschen anderer kultureller Prägung zu begegnen und ihnen einen sinnvollen Platz in unserer Gesellschaft zu ermöglichen? Stehen wir für unsere Werte auch in Veränderungsprozessen unserer Gesellschaft ein? Oder lehnen wir automatisch das ab, was uns fremd und neu ist?

Diskussion versachlichen
Die hitzige öffentliche Debatte zu allen Aspekten des Flüchtlingsthemas, das große Engagement für die Ankommenden und der bittere Hass gegen die Flüchtlinge – für Dechant Fischer sind Veranstaltungs- und Gesprächsformen, die die Auseinandersetzung versachlichen und Wissen, Gespräche und Lösungen befördern, unbedingt notwendig. „Deshalb entwickeln wir derzeit eine Reihe von Veranstaltungen, die das Flüchtlingsthema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Fachleute wie Publikum sollen nutzbringend miteinander ins Gespräch kommen.“ so Fischer. 

Die Veranstaltungsreihe „Wir schaffen das! Aber wie? – Wege zur Integration“ wird gefördert durch die Plansecur-Stiftung.

Kolping: Veranstaltungsprogramm März bis August

Die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral hat ihr Programm bis August 2017 online gestellt. Von der traditionellen Kreuzweg-Andacht bis zum Besuch des jüdischen Friedhofs, von der Aktion "Eine Welt" bis zur Beschäftigung mit der documenta bietet die Kolpingsfamilie ein abwechslungsreiches Programm, in dem diesmal auch auf die Veranstaltungen anderer kirchlicher Einrichtungen aufmerksam gemacht wird.

Katholische und evangelische Kirche feierten Versöhnungsgottesdienst

Ökumenische Taufvesper am 16. August 2014 im Hildesheimer Doms:
„Das gemeinsame Sakrament der Taufe im Namen des dreieinigen Gottes
ist die Basis der ökumenischen Bewegung“.
Foto: bph / Werner Kaiser - Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Mit einem gemeinsamen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in der Hildesheimer Michaeliskirche haben die katholische und evangelische Kirche in Deutschland eine Umkehr von der Jahrhunderte währenden Geschichte gegenseitiger Verletzungen und Abgrenzung vollzogen. Bei dem Gottesdienst, an dem auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert teilnahmen, dankten die Kirchen zugleich für das 500 Jahre nach der Reformation sichtbar werdende gegenseitige Vertrauen.

"Wir wollen gemeinsam glauben"
„Das Reformationsgedenken soll ein neuer Anfang sein für einen Weg, der uns als Kirchen nicht mehr voneinander trennt, sondern zusammenführt“, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, in einer Dialogpredigt mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. „Wir wollen in der Zukunft nicht mehr getrennt glauben, wir wollen gemeinsam glauben“, so Landesbischof Bedford-Strohm. „Wenn alle, die heute hier dabei sind, und auch alle, die heute zuschauen und zuhören, sich gemeinsam verpflichten, die Kraft der Liebe Gottes in unserem Leben zu bezeugen, und sie selbst auszustrahlen, dann können wir diese Gesellschaft erneuern.“

Neuer Aufbruch
Kardinal Reinhard Marx sprach 500 Jahre nach der Reformation von einem „Tag der Freude“. „Ich bin froh, dass wir heute ein Zeichen für ein versöhntes Miteinander setzen. Wir nehmen unsere Geschichte an, schauen auf das, was Christen sich gegenseitig angetan haben, und gehen gemeinsam weiter. Wir tun das nicht anklagend oder niedergedrückt, sondern in einer Haltung der Hoffnung und des neuen Aufbruchs. Dafür bin ich dankbar“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

"Es gibt Wege, die Trennungen zu überwinden"
Im Verlauf des Gottesdienstes hatten Jugendliche in der gemeinsam von katholischer und evangelischer Gemeinde genutzten Hildesheimer Michaeliskirche eine im Mittelgang liegende symbolische Sperre zu einem Kreuz aufgerichtet. „Es gibt einen Weg heraus aus den Sperren, es gibt Wege, die Trennungen zu überwinden. Und wir haben gesehen, was der Schlüssel dafür ist: Aus der Sperre ist ein Kreuz geworden“, sagte Landesbischof Bedford-Strohm. „Ich wünsche mir, dass wir sagen können: Die Christen in unserem Land bekommt man nicht mehr auseinander. Sie stehen im Zeichen des Kreuzes nicht nur für sich selbst, sondern sind Hoffnungsträger für alle Menschen, besonders für die Armen, Schwachen und Hoffnungslosen“, betonte auch Kardinal Marx.

Weg zur sichtbaren Einheit
Am Ende des Gottesdienstes sprachen die Liturgen eine Selbstverpflichtung, in der sie sich zusagten, im Vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes „weitere Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen zu gehen“.

Erstes gemeinsames Jubiläum
Das Jahrhundertjubiläum im Jahr 2017 ist das erste in der 500-jährigen Reformationsgeschichte, das evangelische und katholische Kirche gemeinsam begehen. Zu den ökumenischen Höhepunkten gehörte unter anderem eine gemeinsame Pilgerreise ins Heilige Land sowie der Besuch einer Delegation in Rom, bei dem Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm auch mit Papst Franziskus zusammengetroffen waren.

"Heilung der Erinnerung"
Der Gottesdienst in Hildesheim ist das zentrale Ereignis eines sogenannten „Healing of Memories“-Prozesses („Heilung der Erinnerung“), mit dem die Kirchen gemeinsam nach Wegen zur Versöhnung suchen. Der Prozess hat weltweit Vorbilder. So stand auch der Versöhnungsprozess nach dem Ende der Apartheid in Südafrika unter der Überschrift „Healing of Memories“. Im September 2016 hatten katholische und evangelische Kirche in München eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen vorgestellt. Darin hatten sie sich darauf verständigt, „die Trennungen der Kirchen ehrlich anzuschauen, ihre leidvollen Auswirkungen zu bedenken und Gott und einander um Vergebung für das Versagen auf beiden Seiten zu bitten“.

Ein weiterer Meilenstein im September 2017
Nächster ökumenischer Meilenstein im Jahr 2017 wird eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz am 16. September 2017 in Bochum sein.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz am 11. März 2017

Gott und Sprache, Rom und Protestanten, Hiob und Roth

Tiber und Engelsbrücke. Foto: Jebulon, Wikipedia CCO.

Eine Tagung zum Sprechen über Gott (Mai), eine Studienreise nach Rom (September) und der Lesekreis zu Joseph Roths Roman Hiob (Lesekreis-Start) sind die Angebote der Akademikerseelsorge 2017.

Auf dem Weg mit Frauen aus dem Alten und Neuen Testament

Ruth im Feld des Boaz, Gemälde (Ausschnitt)
von Julius Schnorr von Carolsfeld, 1828
(Wikipedia, Artikel "Buch Rut")

Unter der Überschrift "Auf dem Weg mit Frauen aus dem Alten- und Neuen Testament" laden die Katholischen Pfarrgemeinden St. Theresia vom Kinde Jesu und Herz-Jesu ein Mal in der Woche von 19 bis 20 Uhr in der Fastenzeit zu einer besonderen Stunde mit Geschichten aus der Bibel, Impulsen, Gesang und Gebet in das Pfarrheim St. Theresia, Heinrich-Schütz-Allee 285, 34134 Kassel ein:

  • Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr bis 20 Uhr: Sara
  • Donnerstag, 9. März 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Tamar
  • Dienstag, 14. März 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Rahab
  • Dienstag, 21. März 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Rut
  • Dienstag, 28. März 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Elisabeth 
  • Dienstag, 4. April 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Die Frau am Jakobsbrunnen
  • Dienstag, 11. April 2017 19 Uhr bis 20 Uhr: Maria Magdalena

Nähere Informationen bei Gemeindereferent Timo Sachs:
Tel.: 0561-4009427
E-Mail: timo.sachs@pastoral.bistum-fulda.de

Die TelefonSeelsorge braucht Verstärkung

Trauer, Einsamkeit, Beziehungsprobleme, schwere Krankheiten, psychische Probleme sowie Depressionen sind die häufigsten Sorgen von Menschen, die bei der Telefonseelsorge anrufen. Am Telefon treffen sie auf Menschen, die aktiv zuhören, die einfühlsam, geduldig und belastbar sind.

Spezielle Ausbildung
Um diese anspruchsvolle Arbeit tun zu können, werden Ehrenamtliche ein Jahr lang in einer speziellen Ausbildung auf diese Aufgabe vorbereitet und im Anschluss daran durch Supervision und Fortbildung begleitet.

Gesucht: Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen - 2 Info-Abende
Zur Zeit sucht die TelefonSeelsorge wieder Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen. Bei einem Info-Abend am Mittwoch, 26. April um 18.30 Uhr in der Kath. Familienbildungsstätte, die Freiheit 2, oder am Dienstag, 9. Mai um 18.30 Uhr in der Ev. Familienbildungsstätte, Hupfeldstr. 21, können sich Interessierte unverbindlich über die Arbeit der Telefonseelsorge informieren, herzliche Einladung dazu! 

Sorge um zunehmenden Populismus

Foto (v.l.n.r.): E. Schütz, St. Flicker, M. Ziegler, Bischof H.J. Algermissen,
M. Struß, Th. Ebert, Chr. Heigel, Pfr. Th. Renze
 

Der zunehmende Populismus in der politischen Debatte in Deutschland und in europäischen Nachbarländern sei auch Ausdruck einer zunehmenden Unzufriedenheit vieler Menschen.

Sorge über gesellschaftliche Entwicklung
Manche Bürger fühlten sich angesichts der Globalisierung und Digitalisierung der Gesellschaft "abgehängt" und verloren. Bischof Algermissen drückte seine Sorge über diese gesellschaftliche Entwicklung aus. Es komme darauf an, dass Kirche in dieser Lage Position beziehe und Grundorientierungen vermittle, so der Bischof. Man könne beobachten, dass Populisten weder politische Ziele noch konkrete Antworten vermitteln könnten.

Kriterien und Fragen zur Bundestagswahl
Der Katholikenratsvorsitzende Steffen Flicker kündigte an, dass der Katholikenrat im Zusammenhang mit der Bundestagswahl Kriterien und Fragen veröffentlichen werde, die die Diskussion versachlichen und zu einer guten Entscheidung der Wähler führen könnten.

Auch die Strategischen Ziele waren Thema
Weitere Themen des Gespräches waren die Bistumsentwicklung und die Konsultation der Strategischen Ziele, die derzeit veröffentlicht werden. Der Bischof betonte die hohe Notwendigkeit der Umsetzung dieser Strategischen Zielvorgaben. In den kommenden Jahren sei mit einem weiter fortschreitenden Mitgliederschwund zu rechnen und ebenso mit einem Rückgang der finanziellen Möglichkeiten des Bistums. Es komme darauf an, deutlich zu machen, dass das Bistum sich auf einem Entwicklungsweg befinde, der mühevoll sei, aber von Gott begleitet.
Weitere Themen waren der Rückblick auf die Katholikenratswahl 2016 und der geplante Zukunftskonvent am 4. März 2017 im Fuldaer Marianum. Abschließend bezeichnete der Bischof die Feiern zum Reformationsgedenken als wichtiges gemeinsames Zeichen des Weges der Kirchen in die Zukunft. „Ökumene ist mir ein großes Anliegen, mein Leben lang“, so Bischof Algermissen abschließend.

KreuzWeise - Ausstellung in der Bahnhofsmission Kassel-Wilhelmshöhe

Vom 1. Februar bis zum 31.März werden in den Räumen der Ökumenischen Bahnhofsmission Kassel-Wilhelmhshöhe Fotografien mit eindrucksvollen Kreuzmotiven im Umfeld von Bahnhöfen gezeigt.

Fotograf Kai Niemann
Kai Niemann, beruflich tätig in der Bahnhofsmission Oldenburg und Fotograf, hat die Motive entdeckt und mit der Linse eingefangen. Dabei hat Kai Niemann das Kreuz in einem Zaun, einem Holzbalken, einem Fenster oder auf den Schienen entdeckt.

Verbindung zum Leben
Für die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission bietet das Kreuz auch eine Verbindung zum Leben von vielen Gästen. Oft scheint das Leben sehr schwer zu sein, das jeweilige Kreuz ist schwer zu tragen. Menschen sind krank, einsam, leben am Rande der Gesellschaft.

Umsteigehilfe und Trost
Die Männer und Frauen der Bahnhofsmission in ihren blauen Westen, die ehrenamtlich arbeiten, sind besonders für diese Menschen da. Sie helfen mit einer Tasse Kaffee, einem Gespräch, mit Telefonnummern und Adressen, mit Umsteigehilfen und Trost.

Ausstellungsdauer zwei Monate
Die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission Kassel-Wilhelmshöhe freuen sich, die Ausstellung, die bereits in verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt worden ist, nun für 2 Monate zu Gast zu haben und hoffen mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

1. Februar, 16 Uhr: Ausstellungseröffnung mit Dechant Harald Fischer
Die Ausstellungseröffnung findet am 1. Februar um 16:00 Uhr mit Dechant Harald Fischer in den Räumen der Ökumenischen Bahnhofsmission statt. Die musikalische Begleitung übernimmt Michael Nowotny, Mitarbeiter des Caritasverbandes Nordhessen-Kassel und Leiter der Außenstelle Eschwege.

Besuchszeiten:
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Ökumenischen Bahnhofsmission besucht werden:
Montag bis Samstag 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Sonn-und Feiertags 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr

OB-Kandidaten stellten sich den Fragen

Man walking to the sky.
Foto: Copyright: Kassel Marketing GmbH
Fotograf: Paavo Blåfield

Am 9. Februar stellten sich die OB-Kandidaten den Fragen ihrer möglichen Wählerinnen und Wähler in einer öffentlichen Veranstaltung, zu der die Katholische Stadtkonferenz und die Katholische Kirche Kassel eingeladen hatte. Der besondere Ort: die Elisabethkirche am Friedrichsplatz. Die Moderation hatte Dr. Tibor Pézsa, Leiter der HNA-Nachrichtenredaktion.

Wertschätzung
Murat Cakir (DIE LINKE), Christian Geselle, (SPD), Bernd Hoppe (Freie Wähler), Dominique Kalb (CDU), Eva Koch (Die Grünen) und Matthias Spindler (die PARTEI) bewerben sich am 5. März 2017 darum, Oberbürgermeister der Stadt Kassel zu werden. „Wir sind dankbar für alle, die sich bereit erklären, verantwortungsvolle politische Aufgaben zu übernehmen.“ betont Dechant Harald Fischer: „Es scheint im Moment eine Zeit zu sein, in der der persönliche Einsatz nicht genügend wahrgenommen und gewürdigt wird. Dass wir die Kandidaten einladen, ist auch ein Zeichen unserer Wertschätzung für dieses Engagement.“ Bis auf Matthias Spindler, der terminlich verhindert ist, haben alle Kandidaten die Einladung angenommen.

Menschen, die die Fähigkeit zur Kommunikation, zur Vernetzung und zum Kompromiss haben
Für Fischer kann die kommunale Politik freier von parteipolitischen Vorgaben das städtische Leben gestalten: „Deshalb brauchen wir Menschen, die die Fähigkeit zur Kommunikation, zur Vernetzung und zum Kompromiss haben.“ Die Befragung und die Begegnung mit den Kandidaten ermögliche es, jenseits von einzelnen politischen Themen die Menschen kennenzulernen und von ihnen einen persönlichen Eindruck zu bekommen.

Kandidaten auf dem Prüfstand
Mitveranstalterin der „Kandidaten auf dem Prüfstand“ ist die Katholische Stadtkonferenz Kassel. Mit ihr wollen sich die Katholikinnen und Katholiken in Kassel bei gesellschaftlichen Fragen öffentlich einmischen und Stellung beziehen. „Für uns findet der Glauben im sozialen Raum statt, mitten in unserer Stadt. Das heißt, dass wir uns ein konkretes Bild davon machen, was die Kandidaten jenseits aller parteipolitischen Auseinandersetzung zum Gemeinwohl der Stadt beitragen wollen.“ sagt Marieluise Labrie, Vorstandsvorsitzende der Katholischen Stadtkonferenz.

In der Elisabethkirche
Für dieses „Mitten in unserer Stadt“ steht auch die Wahl des Veranstaltungsraumes: die Elisabethkirche am Friedrichsplatz. Moderiert wird die Gesprächsrunde zwischen den sechs Kandidaten und den Bürgerinnen und Bürgern Kassels von Dr. Tibor Pézsa, dem Leiter der HNA-Nachrichtenredaktion.

Das neue Exerzitienprogramm 2017

Die Exerzitienseelsorge Kassel bietet 2017 wieder eine Fülle guter Möglichkeiten, das eigene konkrete Leben mit Gott in Verbindung zu bringen. Das Spektrum der Exerzitienangebote reicht von "unmittelbar im Alltag" bis "in weite Ferne". Die Elemente in der Übersicht:

Die Gewalt auf dem Weihnachtsmarkt ist das Gegenteil dessen, was die Besucher wollten

Berlin bei Sonnenaufgang. Foto by Lear 21 (Own work)
[CC BY-SA 4.0 ], via Wikimedia Commons

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Kardinal Reinhard Marx, erklärt zur gestrigen Gewalttat auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin (19. Dezember 2016):

„Die Nachrichten aus Berlin haben mich tief erschüttert. Die Gewalt auf dem Weihnachtsmarkt ist das Gegenteil dessen, was die Besucher wollten. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Verletzten. Für alle werde ich beten. In dieser schweren Stunde für die Stadt Berlin und unser Land gilt es, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und zusammenhalten.“

Dechant Harald Fischer erklärt:

"Die Ereignisse in Berlin sind schrecklich. Alles Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen! Hoffentlich wird der oder die Attentäter schnell gefunden und der gerechten Strafe zugeführt.

Der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, bei dem die Besucherinnen und Besucher möglicherweise Racheopfer von einem irregeleiteten Menschen geworden sind, zeigt uns überdeutlich, dass Gewalt keine Konflikte löst: Gewalt führt immer zu noch mehr Gewalt. Es ist aufs Schärfste zu verurteilen, wenn unschuldige Menschen für vermeintliche Gräueltaten des „Westens“ im Nahen oder Mittleren Osten in Sippenhaft genommen werden.

Es ist auch zu verurteilen, wenn Politiker – welcher Partei auch immer – jetzt andere Flüchtlinge in Sippenhaft nehmen und sie in unmenschlicher Verallgemeinerung als Bedrohungspotential für Deutschland verunglimpfen; Menschen, die genau vor der Art von alltäglichem Terrorismus geflohen sind, dessen Grausamkeit wir hier mehr und mehr zu spüren bekommen.

Wir dürfen uns von den Gewalttätern nicht unsere Menschlichkeit und unsere Fähigkeit zu nüchternem und rationalem Denken nehmen lassen.

Das bevorstehende Weihnachtsfest erinnert uns daran, dass Menschlichkeit die Grundlage unseres Miteinanders ist. Jesus selbst musste wegen seiner Menschlichkeit Ablehnung und Gewalt erleiden. Weil er davor nicht zurückschreckte und nicht mit Unmenschlichkeit handelte, ist er für Menschen auf der ganzen Welt zum Vorbild und zur Leitfigur geworden. In aller Orientierungslosigkeit, unter der im Moment so viele zu leiden scheinen, wird uns hier ein gangbarer Weg gezeigt! Auch wenn dieser Weg nicht einfach ist."

Keine Abschiebungen in friedlose Länder

„Es ist nicht zu verstehen“, sagt Dechant Harald Fischer von der Katholischen Kirche Kassel, „dass unser Land, dem es wirtschaftlich so gut geht und das ein Rekord-Weihnachtsgeschäft erlebt, es nötig hat, 34 Menschen in ein Land abzuschieben, das seit Jahrzehnten von Gewalt, Ungerechtigkeit und Armut gebeutelt wird. Oder dass der Minister einer christlichen Partei solche Abschiebungen gutheißt und von ‚verantwortungsvoll und behutsam‘ spricht. Oder dass er so tut, als würden vor allem Verbrecher abgeschoben.“

In Deutschland leben, arbeiten, Steuern zahlen und gut integriert sein
Wenn von 34 Menschen ein Drittel, also 11 als Straftäter gelten, dann sind offensichtlich zwei Drittel der jetzt Abgeschobenen unbescholtene Flüchtlinge, die aus Angst um Leib und Leben in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Aber davon spricht Innenminister Thomas de Maizière von der CDU nicht. Er spricht auch nicht darüber, dass einige der Männer seit Jahren in Deutschland leben, arbeiten, Steuern zahlen und gut integriert sind. Die Abschiebung eines afghanischen Mannes aus dem Raum Kassel, für den rechtzeitig Unterstützer aktiviert werden konnten, wurde nicht zuletzt wegen seiner guten Integration gestoppt. Die Katholische Kirche Kassel hat Kontakt zu sprachlich und arbeitsmäßig gut integrierten Afghanen, die in der dauernden Angst leben, abgeschoben zu werden.

Keine Abschiebungen in gefahrvolle Länder
„Es darf nicht sein, dass Menschen in eine derart unsichere und gefahrvolle Situation zurückgeschickt werden“, fordert Dechant Harald Fischer. Eine solche Abschiebepraxis hält die Katholische Kirche Kassel für verantwortungslos und ruft die politisch Verantwortlichen auf, diese Vorgehensweise so lange zu stoppen, bis sich die Sicherheitslage vor Ort überzeugend geändert hat.

Andauerndes Kriegsgeschehen in Afghanistan
„Wir stehen mit unserer Meinung ja nicht alleine dar“, weist Fischer auf die Einschätzungen anderer Organisationen hin, was die Sicherheitslage in Afghanistan betrifft: Die UN berichtet in diesem Jahr von einer stetig steigenden Zahl ziviler Opfer. Menschenrechtsorganisationen und das katholische Hilfswerk Misereor beschreiben die Situation in Afghanistan als von extremer Unsicherheit geprägt. „Kein Land der Welt kennt länger als Afghanistan ein seit Generationen andauerndes Kriegsgeschehen, und kein anderes hat so viele Flüchtlinge hervorgebracht. Nach Prognosen des UN-Sicherheitsrats werden sich in nächster Zeit die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Taliban und afghanischen Sicherheitskräften weiter verschärfen.“, so der Misereor-Vertreter Michael Bröckelmann-Simon. Ähnlich sieht es auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Bärbel Kofler (SPD).

„Weihnachtliche Menschen“ setzen Zeichen der Hoffnung
„Natürlich ist es schön, uns an Weihnachten mit Geschenken eine Freude zu machen. Freude schenken ist immer mit der Hoffnung verbunden, dass wir es gut miteinander haben, dass wir uns wertschätzen und in Frieden miteinander leben wollen." sagt Dechant Harald Fischer. Aber ebenso schön fände er es, wenn wir zu „weihnachtlichen Menschen“ würden. In seinen Weihnachtsgedanken heißt es: „Weihnachtliche Menschen sind wir, wenn wir Menschen in Not und Sorge tatkräftig zur Seite stehen; wenn wir Flüchtlingen und Verfolgten helfen; wenn wir denen, die in Angst und Verzweiflung sind, unsere Hilfe schenken; wenn wir uns dafür einsetzen, dass der Handel mit Waffen in ungerechte Regime unterbunden wird; wenn wir so selber zum Zeichen der Hoffnung werden und 'ein Licht in der Dunkelheit' sind, das anderen Menschen leuchtet und Hoffnung schenkt."

Schulkinder aus Waldau unterstützen Caritas

Die Kinder des Ethik-Kurses packen ihre Geschenke in den Kofferraum.
Im Hintergrund freuen sich Sebastian Wolf und Carolina Perschuch
vom Caritasverband Nordhessen-Kassel.

 

Auf dem Schulhof der Grundschule Waldau (Kassel) versammeln sich die Schüler der zweiten Klasse um das rote Caritasauto und haben hübsch verpackte Geschenke dabei.

Im Ethikkurs haben sich die 47 Kinder mit dem Heiligen Martin beschäftigt.
Es entstand die Idee genau wie Martin zu teilen und für andere etwas Gutes zu tun. Konkret hat jedes Kind ein schönes Spielzeug von zu Hause mitgebracht und im Unterricht wurde Geschenkpapier selbst gestaltet und alles eingepackt. Die verantwortlichen Lehrkräfte des Ethikkurses, Annika Buchholtz und John Klassen, nahmen Kontakt zum Caritasverband auf und organisierten die Übergabe.

Kinder tun etwas für Kinder
In der Allgemeinen Sozialberatung hat der Caritasverband Kontakt zu vielen Familien, die wenig Geld zur Verfügung haben. „Ich finde es ganz toll, dass Kinder etwas für Kinder tun und teilen. Auch in einem reichen Land wie Deutschland gibt es arme Familien“, erklärt Sebastian Wolf vom Caritasverband. „Die Kinder werden sich sehr über Eure Geschenke freuen“, ist Caritaspraktikantin Carolina Perschuch sicher und erklärt den Zweitklässlern, was mit den Geschenken als nächstes passiert.

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Immer häufiger geraten ältere Menschen in die Schuldenfalle. Verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, niedrige Renten, hohe Mieten und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen sein.

Der gewohnte Lebensstandard kann nicht aufrecht erhalten werden
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Eine frühzeitige Beratung kann hier helfen. Obwohl zu den 10 % Erwachsene, die in Deutschland ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, viele ältere Menschen gehören, ist ihr Anteil in den Schuldnerberatungsstellen gering. Zum einen ist das Thema Finanzen, aufgrund von deren Sozialisation und Wertvorstellungen ein mit Scham besetztes Thema, zum anderen kann eine eingeschränkte Mobilität das Aufsuchen einer Beratungsstelle erschweren.

Das Einkommen halbiert sich mit dem Renteneintritt
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2012 lag das Rentenniveau bei 49 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt praktisch halbiert.

Kostenfreie Beratung
Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben. Damit es erst gar nicht so weit kommt und um auch Menschen Hilfe anbieten zu können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wird vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein neues Beratungsangebot, die „Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen“ aufgebaut. Die Beratung ist kostenfrei.

Zusätzliche offene Sprechstunde
jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusäzliche offene Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Beratungsort und Ansprechpartnerin:
Die Beratungsstelle befindet sich im Caritasverband, Die Freiheit 2, 34117 Kassel.
Ansprechpartnerinnen sind Karin Stürznickel-Holst, Tel. 7004-221 und Birgit Branß Tel. 7004-216.

Schutzsuchenden Menschen ein Gefühl von Heimat geben

Kinder in einem der tausend improvisierten Zeltlager syrischer Flüchtlinge
in der Bekaa-Ebene, Libanon (Foto: Dr. Tilman Evers)

 

Anlässlich des Weltflüchtlingstages der Vereinten Nationen am 20. Juni 2016 erinnerte der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), an die Sorgen und Hoffnungen von schutzsuchenden Menschen: „Auf ihrer Suche nach einem Leben in Freiheit, Würde und Sicherheit machen viele Flüchtlinge schmerzhafte Erfahrungen. Auch nach ihrer Flucht leiden sie unter traumatischen Erlebnissen, unsicheren Zukunftsaussichten und der steten Sorge um ihre zurückgebliebenen Angehörigen. Bei allen politischen Auseinandersetzungen um Fragen von Flucht und Migration dürfen wir niemals vergessen: Wer sein Heimatland verlässt, um sein Leben zu retten, hat Anspruch auf unsere Solidarität. Das christliche Gebot der Nächstenliebe ruft uns dazu auf, schutzbedürftigen Menschen Zuflucht zu gewähren und ihnen ein Gefühl von Heimat zu geben. Wer an unsere Tür klopft, hat deshalb ein Recht auf ein rechtsstaatliches, ein faires Verfahren.“ Erzbischof Heße verwies in diesem Zusammenhang auch auf die deutlichen Worte, die Papst Franziskus anlässlich des katholischen Welttags des Migranten und Flüchtlings im Januar 2016 formuliert hat: „Die biblische Offenbarung ermutigt zur Aufnahme des Fremden und begründet dies mit der Gewissheit, dass sich auf diese Weise die Türen zu Gott öffnen und auf dem Antlitz des anderen die Züge Jesu Christi erkennbar werden.“

Die Weltgemeinschaft darf sich nicht daran gewöhnen
Mit Blick auf die aktuellen Statistiken des UNHCR stellte Erzbischof Heße fest: „Die Weltgemeinschaft darf sich nicht daran gewöhnen, dass die Flüchtlingszahlen Jahr für Jahr einen neuen Negativrekord erreichen.“ Insbesondere die Staaten Europas stünden in der Pflicht, die Bekämpfung von Fluchtursachen verstärkt in Angriff zu nehmen: „Solange Krieg und Gewalt, menschenunwürdige Lebensverhältnisse und eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte in weiten Teilen Afrikas und des Mittleren Ostens auf der Tagesordnung stehen, ist kein Ende der starken Migrationsbewegungen in Sicht. Europa muss seinen Nachbarregionen eine Entwicklungspartnerschaft anbieten, die diesen Namen auch verdient!“ Ebenso wichtig sei es, den Flüchtlingen auch in den Erstaufnahmeländern – vor allem im Libanon, der Türkei und Jordanien – ein Leben in Würde zu ermöglichen. Erzbischof Heße wird vom 15. bis 18. Juli 2016 Flüchtlingseinrichtungen im Libanon besuchen, um vor Ort Einblick in die Situation zu erhalten.

Beeindruckende Solidarität
In Deutschland sei im vergangen Jahr Beeindruckendes geleistet worden, um eine Million schutzsuchender Menschen unterzubringen und mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Auf längere Sicht seien jedoch auch die anderen Staaten Europas gefordert, einen angemessenen Beitrag zu leisten: „Wir brauchen eine gesamteuropäische Flüchtlingspolitik, die dem Geist der europäischen Solidarität entspricht und die Bedürfnisse der schutzsuchenden Menschen ins Zentrum stellt.“

Längerfristige Integrationskultur
Insgesamt zeigte sich Erzbischof Heße zuversichtlich, dass Deutschland die anstehenden Herausforderungen bewältigen könne: „Unser Land zeichnet sich nicht nur durch eine hohe politische und wirtschaftliche Stabilität aus, sondern vor allem auch durch seine aktive Zivilgesellschaft. Allen Schwierigkeiten und Problemen zum Trotz: Es ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägungen in Deutschland gut zusammenleben.“ Die vielerorts spontan entstandene Willkommenskultur müsse nun zu einer längerfristigen Integrationskultur weiterentwickelt werden. „Nur wenn Menschen sich wertgeschätzt fühlen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können, werden sie sich erfolgreich in unsere Gesellschaft integrieren“, führte der Sonderbeauftragte weiter aus. In diesem Zusammenhang spiele auch die Familienzusammenführung eine wichtige Rolle: „Ich bin überzeugt, dass Menschen sich in einer ungewohnten Umgebung leichter zurechtfinden, wenn sie in der Gemeinschaft ihrer Familie leben“, so Erzbischof Heße.

Nicht die Werte des Grundgesetzes verraten
Mit Sorge betrachtete der Sonderbeauftragte den rauer werdenden Tonfall im gesellschaftlichen Diskurs: „Wer Flüchtlingen ihre Schutzbedürftigkeit abspricht und die Religionsfreiheit für Muslime einschränken will, verrät die Werte des Grundgesetzes.“ Besonders bedrückend sei es, dass hasserfüllte Rhetorik immer häufiger in rohe Gewalt umschlage: „2015 zählte das Bundeskriminalamt über 1.000 Übergriffe auf Asylbewerberunterkünfte. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass schutzsuchende Menschen inmitten unseres Landes bedroht und angegriffen werden!“

Das ungebrochene Engagement schenkt Hoffnung
Anlass zur Hoffnung gebe hingegen das ungebrochene Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer. „Allein in den katholischen Kirchengemeinden setzen sich über 100.000 Ehrenamtliche für die Anliegen von Flüchtlingen und Asylbewerbern ein. Ihr unverzichtbarer Dienst zeigt Tag für Tag: Probleme löst man nicht mit Hetze und Parolen, sondern mit tatkräftigem Engagement. Ohne die Ehrenamtlichen wäre unser Land um einiges ärmer“, so Erzbischof Heße.

Hintergrund:

  • Anlässlich des 50. Jubiläums der Genfer Flüchtlingskonvention begingen die Vereinten Nationen am 20. Juni 2001 erstmals den Weltflüchtlingstag. Auch in diesem Jahr veröffentlicht das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen am 20. Juni die aktuellen Zahlen zu den weltweiten Fluchtbewegungen. Gleichzeitig startet die Kampagne „Wir stehen zusammen #WithRefugees“, die die Hoffnungen von Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellt. Der katholische Welttag des Migranten und Flüchtlings wird seit 1914 jährlich im Januar begangen. 2016 stellte Papst Franziskus ihn unter das Motto „Migranten und Flüchtlinge sind eine Herausforderung – Antwort gibt das Evangelium der Barmherzigkeit“.
  • Bei ihrer Herbst-Vollversammlung 2015 haben die deutschen Bischöfe das Amt des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen geschaffen und es dem Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße, übertragen. Zusammen mit seinem Arbeitsstab und in enger Abstimmung mit der Migrationskommission trägt der Sonderbeauftragte auf überdiözesaner Ebene zu einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der kirchlichen Flüchtlingshilfe bei. Auf seine Anregung hin haben die deutschen Bischöfe bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung 2016 „Leitsätze des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge“ beraten und beschlossen.
  • Angesichts der hohen Zahl von Menschen, die im Verlauf des letzten Jahres in Deutschland Zuflucht suchten, hat die katholische Kirche ihr Engagement für Flüchtlinge spürbar intensiviert. So haben die 27 deutschen Bistümer und die kirchlichen Hilfswerke im Jahr 2015 insgesamt mindestens 112 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe aufgewendet: rund 71 Millionen Euro für die Förderung von Initiativen im Inland und rund 41 Millionen für Flüchtlingsprojekte in den Krisenregionen. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 hatten die Bistümer und Hilfswerke insgesamt ca. 73 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt.

(Material: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz)

Architekt Kurt Bieling mit Sturmiusmedaille ausgezeichnet

Foto: Kurt Bieling und seine Ehefrau Barbara
mit Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke
(v.l.n.r. - Foto: Bistum Fulda)

Architekt Dipl.-Ing. Kurt Bieling wurde von Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke die Sturmiusmedaille des Bistums Fulda überreicht. Die Ehrung erfolgte in der Filialkirche „Unbefleckte Empfängnis Mariae“ in Sargenzell. Bieling erhält diese hohe Auszeichnung der Diözese für seinen langjährigen, besonders engagierten Einsatz bei Bau- und Kunstprojekten zahlreicher Kirchengemeinden und des Bistums anlässlich seiner Entscheidung, in den Ruhestand zu gehen.

Architektenfamilie Bieling
Schon sein Vater Josef Bieling hat in den 50er- bis 70er-Jahren einige Dutzend Kirchen- und Gemeindebauten zwischen Bad Hersfeld und Bad Karlshafen geplant und gebaut. 1981 übernahm Kurt Bieling das Büro, das er später zusammen mit seinem Bruder Thomas führte. Seitdem wurden rund 200 Neubau- und Renovierungsprojekte unter seiner Verantwortung für Kirchengemeinden, Bistum, Caritas, katholische Träger wie das Gymnasium Engelsburg oder die Vinzentinerinnen mit ihrem Marienkrankenhaus in Kassel durchgeführt. Drei Kirchen wurden von ihm neu geplant und gebaut: die Marienkirche in Sargenzell, die Erlöserkirche in Baunatal und die Isidorkirche in Wiesen.

Architektur und Kunst
„In Architektur und Ausstattung gehen sie über den Standard unserer Bauten deutlich hinaus, nicht zuletzt durch die konstruktive Zusammenarbeit mit Bildhauern und Glaskünstlern, in Sargenzell, geweiht 1984, mit Karl Prantl und Herbert Bessel , in Baunatal, geweiht 1985, mit den Gebrüdern Winkelmann und Alois Plum, in Wiesen, geweiht 1989, mit Leopold Hafner und Johannes Schreiter“, betont Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler.

Über 20 Jahre
Für das Bistum hat Bieling über mehr als 20 Jahre insbesondere den Bauunterhalt sowie ergänzende Neubauten der Schulen in Fritzlar und Amöneburg gesteuert. An letzterem Standort begann die Zusammenarbeit mit einem Wettbewerbserfolg für den Bau der Sporthalle, in Fritzlar ist die Umnutzung der sogenannten Alten Mühle für Schulzwecke mit dem Denkmalpreis des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Das vielfältige Engagement von Bauherren, Fachingenieuren, Handwerkern und Künstlern in einem Bauwerk zum Klingen zu bringen bedarf großen Gestaltungswillens und feines Fingerspitzengefühls.

In Sankt Familia
Kurt Bieling ist seit vielen Jahren in der Gemeinde Sankt Familia in Kassel engagiert und dort derzeitiger stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Dort übernimmt er in vorbildlicher Weise vielfältigste verwaltungsmäßige Aufgaben. Zuletzt hat er sich bei der Diskussion der Gemeinde in den Jahren 2013 – 2015 über die erneute Vervollständigung des Glockengeläutes, das im 2. Weltkrieg teilweise eingeschmolzen wurde, sehr eingebracht und mit dazu beigetragen, dass das Geläut erneuert werden konnte.

Anne Gathmann in der Elisabethkirche 2017

Foto: Marcus C. Leitschuh

„Anne Gathmann schafft Kunstwerke mit klaren Formen und einfachen Materialien. Ihre Objekte bewirken nicht nur für sich selbst Aufmerksamkeit, sondern aktivieren in außergewöhnlicher Weise die Wahrnehmung für den Raum, in dem sie installiert sind.“, erläutert Dr. Burghard Preusler, Diözesanbaumeister und -konservator des Bistums Fulda, die Entscheidung für die Berliner Künstlerin.

Anne Gathmann freut sich sehr darauf, ihre Idee für die Elisabethkirche verwirklichen zu können: „An einem geistigen, meditativen Ort meine Arbeit zu entwickeln reizt mich sehr. Besonders fasziniert mich die charakteristische Architektur des Kirchenraums. Sie fordert mich heraus, die Vielfalt der wahrgenommenen Aspekte und Assoziationen in einer konzentrierten Figur zu fassen.“

Vorgestellt: Strategische Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda

Das Bistum Fulda steht wie die anderen Diözesen in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen mitten in einem Prozess des Umbaus und der Neuausrichtung. Im Rahmen des seit 2002 laufenden Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda und dem Projekt „Bistum Fulda 2030“ stellte Bischof Heinz Josef Algermissen am Montag vor Pressevertretern den Textentwurf der in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ vor.

Grundlage aller Überlegungen
„Der Aufbruch beginnt bereits mit dem Betreten des richtigen Weges“, stellte der Oberhirte heraus. Er verwies auf den Bezugspunkt des gemeinsamen zukünftigen Weges der Kirche von Fulda: „Die Grundlage all unserer Überlegungen ist die Erlösung der Menschen durch Jesus Christus, durch sein Leben, Sterben und seine alles verändernde Auferstehung.“ Diese Grundlage dürfe man nicht aus den Augen verlieren. „Der Abschied von der additiven Pastoral muss einhergehen mit einer neuen Sichtweise und Organisationsform seelsorglicher Arbeit.“ Eine solche neue Form könne dann gewährleisten, dass die Kirche auch in Zukunft in der deutschen Gesellschaft wirksam präsent sei – „vermutlich nicht mehr in einer flächendeckenden Omnipräsenz, wohl aber mit einem wahrnehmbaren geistlich profilierten Angebot, das wie Leuchttürme in Meeresnähe für die Menschen in unserem Bistum sichtbar ist.“

Gründliche Beratung hat Vorrang
Die Strategischen Ziele, die mit Zusatzinformationen auch im Internet unter www.2030.bistum-fulda.de abgerufen werden können, sollen in den nächsten Wochen und Monaten bistumsweit diskutiert werden. Dazu sind auch vier regionale Konsultationsveranstaltungen vorgesehen: am 30. April in der Stiftsschule Amöneburg, am 7. Mai in der Kopernikusschule in Somborn, am 21. Mai in der Engelsburg in Kassel und am 11. Juni im Marianum Fulda. Unter Berücksichtigung der Rückmeldungen beabsichtigt Bischof Algermissen dann, die Strategischen Ziele bis zum Jahresende verbindlich in Kraft zu setzen. Gründliche Beratung sei hier allerdings vorrangig vor zeitlichen Vorgaben, so der Bischof, und alle Gemeinden und Einrichtungen müssten sich an dem Prozess beteiligen. In den Strategischen Zielen geht es unter anderem um eine Neuaufstellung in der Seelsorge, bei der neben der Bildung von größeren Pfarreien zugleich der Aufbau eines Netzwerkes aus verschiedenen „Pastoralen Orten“ in den Pfarreien in den Blick gerückt wird, aber auch um die Frage, wie die das Bistum Fulda bis 2030 mit zurückgehenden Finanzmitteln umgehen kann.

Mehr Zeit, mehr Begabungen, mehr Verantwortung
„Wir werden künftig mehr Zeit für suchende Menschen in Bereichen aufwenden, wo wir bislang nicht so präsent sind“, betonte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke. Auch Ehrenamtliche sollen verstärkt für die Verkündigung der christlichen Botschaft gewonnen werden. Es sei eine Chance, wenn in den künftigen größeren Gemeinden eine Vielzahl von Begabungen in der Leitungsebene zum Tragen komme und nicht mehr nur alles auf den Schultern eines Pfarrers ruhe. Personaldezernent Domkapitular Christof Steinert erläuterte, dass in den neu zusammengefassten Pfarreien beispielsweise hauptamtliche Laien als Verwaltungsleiter die Priester entlasten sollten, damit diese mehr Zeit für die Feier der Eucharistie und die Seelsorge hätten. Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Peter Göb unterstrich, dass künftig qualifizierte Männer und Frauen an den Pastoralen Orten in verantwortlicher Weise für die Kirche wirken sollten. Dabei gelte es, die Menschen vor Ort mit ihren Bedürfnissen im Blick zu haben.

17. Mai: Stolpersteine für zwei Patres in Bettenhausen

Bild: http://stolpersteine.jimdo.com/

Stolpersteine – aus diesem Ärgernis hat der Künstler Gunter Demig ein europaweit beachtetes „KunstDenkmal“ gemacht. Seine Stolpersteine bringen Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes in Erinnerung und rufen auf zu Toleranz und Dialog mit Minderheiten. Am 17. Mai verlegt Demig weitere 25 Stolpersteine in Kassel, darunter für zwei Priester: Pallotinerbruder Johann Albert Kremer und Salesianerpater Karl Schmidt.

Anerkennung für Widerstand
Für Dechant Harald Fischer ist die Verlegung der Stolpersteine an der Leipziger Str. 145 bei der Kirche St. Kunigundis eine Anerkennung der persönlichen Widerstandskraft der beiden Kirchenleute und eine Aufforderung zugleich: „Viel zu wenig Deutsche, auch viel zu wenig Katholiken haben den Nazis Widerstand entgegengesetzt, im Gegenteil. Um so berührender ist es, durch die Stolpersteine von Menschen wie den Ordensmännern Johann Albert Kremer und Karl Schmidt zu hören, die alles riskiert haben, indem sie sich dem Regime der Unmenschlichkeit nicht beugten. Diese Widerstandskraft gegen Unmenschlichkeit haben wir auch heute dringend nötig.“

Pallotinerbruder Johann Albert Kremer
Im Sommer 1941 wurde Pallotinerbruder Johann Albert Kremer von der Frankfurter Gestapo zum ersten Mal verhaftet. Man wollte ihn und anderen seiner Ordensbrüder zu Aussagen zwingen, die den Orden belasten konnten. Er wurde in die Junkers-Flugmotorenwerke in Bettenhausen dienstverpflichtet. Am 30. Juni 1944 verhaftete man Johann Albert Kremer erneut. "Eine Angestellte der Junkers-Werke, die er einmal wegen ihrer Grobheit gegen ausländische Arbeiter zurechtgewiesen hatte, verfolgte ihn seitdem argwöhnisch und hat ihn schließlich wegen 'zersetzender' Äußerungen angezeigt. [...] Freislers Mordgericht verurteilte ihn am 4. Oktober 1944 'wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung' zum Tode durch das Fallbeil." (Aus den biografischen Informationen der Stolpersteine in Kassel e.V.)

Salesianerpater Karl Schmidt
1938 kam er im Auftrag seines Ordens in die Gemeinde St. Kunigundis in Bettenhausen, wo er mit der Leitung beauftragt war. Schon 1939 verhaftete ihn die Gestapo. Die Gründe seiner Verhaftung, "der offenbar eine Denunziation zugrunde lag, lassen sich aus den Quellen nicht erschließen." Nach einer fünfmonatigen Polizeihaft in Kassel war er mehrere Monate im KZ Sachsenhausen, "eine Zeit, die Karl Schmidt selbst als die traurigste in seinem KZ-Leben bezeichnete. Sein mutiges Eintreten für die Lagergemeinschaft führte zur Strafe von 25 Stockhieben und der Einweisung in die Strafkompanie. [...] Karl Schmidt überlebte diese extremen physischen und psychischen Belastungen." 1940 kam er in das KZ Dachau, wo die Geistlichen in einigen Blocks zusammengelegt waren. "Karl Schmidt nahm sein Schicksal als Wille Gottes an. Von der Amtskirche, die keinen grundsätzlichen Protest gegen das NS-Regime formulierte, und der katholischen Öffentlichkeit fühlte er sich aber weitgehend allein gelassen, vergessen und unverstanden." Am 10. April 1945 kam er in Freiheit und arbeitete bis zu seinem Tod 1968 als Lehrer an Berufsschulen in München. Sein Mitbruder Johannes Wielgoß hat sich ausführlich mit Schmidts Haftleben befasst und einen Aufsatz dazu geschrieben, auf den der Verein Stolpersteine seine Recherchen stützte.

Die Stolperstein-Verlegung am 17. Mai, 14:30 Uhr, Leipziger Str. 145
In einer feierlichen Zeremonie verlegt der Künstler Gunter Demig die Stolpersteine für Johann Albert Kremer und Karl Schmidt an der Leipziger Straße um 14:30 Uhr. Für Franz Höfer, den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats von St. Kunigundis, ist das ein wichtiger Tag im Gemeindeleben: „Wir sind froh, dass wir solche Vorbilder haben und dass sie durch die Stolpersteine neu in unser Bewusstsein geraten. Alle sind eingeladen, an der Verlegung teilzunehmen, die wir von Seiten unserer Gemeinde mit Musik und Gebet begleiten werden.“

25 neue Stolpersteine für Kassel
Die Verlegung der Stolpersteine nahe St. Kunigundis bildet den Schlusspunkt des Stolperstein-Tages in Kassel. Er beginnt um 9 Uhr in der Breitscheidstraße.

Caritas bietet rückzahlbaren Zuschuss für Kühlgerätetausch

Im Rahmen des Stromspar-Checks besteht nun die Möglichkeit, beim Caritasverband Nordhessen-Kassel einen „rückzahlbaren Zuschuss“ für den Kühlgerätetausch zu beantragen. Wenn die Stromsparhelfer vom "Stromspar-Check" feststellen, dass das alte Kühlgerät ein Stromfresser ist, können sie einen Gutschein für den Kühlgerätetausch ausstellen.

150-Euro-Gutschein
„Pro Jahr werden mit einem sparsamen Neugerät bis zu 100 Euro an Stromkosten eingespart, dies unterstützen wir mit einem 150-Euro-Gutschein für die höheren Anschaffungskosten“, erklärt Uwe Erbroth vom Stromspar-Check. „Wer keine Rücklagen hat, kann sich trotzdem diese Investition nicht leisten“, berichtet Sebastian Wolf, Sozialarbeiter im Caritasverband von vielen Beratungsgesprächen. Daher freut er sich, mit dem „rückzahlbaren Zuschuss“ Hilfe anzubieten.

Rückzahlung in kleinen Raten
Dieser Zuschuss wird ähnlich wie ein Mikrokredit in kleinen Raten zurückgezahlt. Dadurch ist die Neuanschaffung für viele erst möglich. Die Städtischen Werke Kassel haben dafür eine Startsumme von 3.000,- Euro zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung Stromspar-Check
Voraussetzung ist, dass zunächst ein Stromspar-Check durchgeführt wird, bei dem die Stromsparhelfer Tipps geben und kostenfrei Energiesparprodukte einbauen. „In fast jedem Haushalt lassen sich an vielen Stellen Einsparungen erzielen, die sich bei der nächsten Jahresabrechnung erfreulich bemerkbar machen“, wirbt Erbroth für die Entlastung von Geldbeutel und Umwelt. An diesen Stromspar-Check kann sich dann der Kühlgerätetausch anschließen, der weitere Einsparungen ermöglicht.

Städtische Werke unterstützen mit
„Die Möglichkeit, Energie zu sparen, darf nicht vom Einkommen abhängig sein“, ist Stefan Welsch, Vorstand der Städtischen Werke, überzeugt. „Deshalb unterstützen wir seit Jahren den Stromspar-Check und freuen uns, durch den rückzahlbaren Vorschuss künftig einen weiteren Beitrag leisten zu können.“

Kooperationspartner im Stromspar-Check
Bundesweit gibt es rund 170 Standorte des Stromspar-Checks, die von Caritas und Energieagenturen geleitet werden. Der Caritasverband Nordhessen-Kassel ist gemeinsam mit der ENERGIE 2000, dem Landkreis und der Stadt Kassel, dem BUND und den Städtischen Werken Kooperationspartner im Stromspar-Check. Insgesamt wurden in den vergangenen 6 Jahren bereits über 1000 Checks durchgeführt, die zu einer jährlichen Einsparung von ca. 50 Tonnen CO2 führen. Haushalte mit geringen Einkommen können kostenfrei dieses Angebot wahrnehmen und somit zur Erreichung der weltweiten Klimaziele beitragen.

Kontakt Caritasverband Nordhessen-Kassel
Caritasverband Nordhessen-Kassel
Allgemeine Sozialberatung
Die Freiheit 2
34117 Kassel
Tel: 0561 / 7004 222
Fax: 0561 / 7004 250
E-Mail: sebastian.wolf@caritas-kassel.de
Web: www.caritas-kassel.de

Standort Kassel:
Stromspar-Check
c/o Umwelthaus
Wilhelmstr. 2
34117 Kassel
Tel: 0561/7399928
E-Mail: info@stromsparcheck-kassel.de
Web: http://umwelthaus-kassel.de/stromsparcheck-kassel/

Jahresprogramm 2016 der Familienbildungsstätte

In der Katholischen Familienbildungsstätte Kassel werden Kurse in den fünf Fachbereichen angeboten. Sie stehen allen Menschen offen – unabhängig von Religion oder ethischer Anschauung..

"Gemeinsam wachsen" für Eltern mit ihren Kindern
Der erste Bereich "gemeinsam wachsen" umfasst knapp ein Drittel des Jahresprogrammes und richtet sich an Eltern mit ihren Kindern und Kinder allein. Neben den bereits bewährten Kursen wie Fitness für Mami und Baby, Eltern-Baby-Gruppen und Babymassage, Spielkreisen, Musik für kleine Leute und Kinder in Bewegung gibt es in diesem Jahr erstmals ein spezielles Angebot für Eltern mit mehreren Kindern:

Geschwister-Spielkreis
Der Geschwister-Spielkreis am Dienstagnachmittag um 15:30 Uhr. Kinder zwischen 6 und 16 Jahren finden eine große Auswahl an Bastel- und Werkangeboten über das Jahr verteilt. Auch in den Ferien können sich Schulkinder mit Kochspaß für Kinder, der stets gut besuchten Holzwerkstatt in Kooperation mit den Jungen Alten und in den Sommerferien auch in der Experimentierwoche für junge Forschende die Zeit vertreiben. Neu sind auch religionspädagogische Angebote vor den beiden kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten. Eltern-Kind-Nähkurse und eine ganze Reihe von Vorträgen zu Erziehungsfragen und -antworten runden das Angebot ab.

"Gemeinsam leben": Themenabende
Unter dem Titel gemeinsam leben finden sich informative und interessante Themenabende – sowohl zu religiösen, pflegerischen und literarischen Themen wie auch ganz praktisch unter dem Motto Die Welt der Baumwolle & Co. oder eine Reise durch die Kunstgeschichte. Meditatives findet sich neben dem Flötenspielkreis und Angeboten aus dem Bereich Technik. Verschiedene Führungen und Fahrten, wunderschöne Multimediavorträge über Reisen nach Indien und ins Naturwunder Pantanal sowie eine Wanderung in der Rhön schließen sich an.

"Gemeinsam bewegen": neue Angebote
Der Bereich gemeinsam bewegen wurde umstrukturiert und um neue Angebote ergänzt. So gibt es am Dienstagvormittag in Kooperation mit der Kurhessen Therme Aqua Fitness und freitagsnachmittags sind alle zu Zumba eingeladen. Wer sich in der Mittagspause oder nach Feierabend unter physiotherapeutischer Anleitung fit halten möchte, kommt am Donnerstag ins Kolpinghaus. Ganz neu ist auch die Einteilung der Tai Chi Chuan-Kurse in die Level I, II und III. Vor allem die Gruppen der Anfänger und der Fortgeschrittenen bieten noch ein paar freie Plätze. Für die „Junggebliebenen“ finden sich eine Reihe von Kursen – teilweise unter Anleitung erfahrener Physiotherapeutinnen und -therapeuten.

"Gemeinsam gestalten": Handarbeit und Malkurse
Gemeinsam gestalten heißt der Bereich in dem fast täglich Nähkurse für alle Interessierten angeboten werden. Kreativ kann man auch beim Kettenfädelkurs und Filzen werden. Neben den bewährten und beliebten Handarbeits- und Schwälmer Stickkursen wird erstmals auch ein Pastell-Malkurs zusätzlich zum Aquarell-Kurs und der Sommerakademie im Bergpark angeboten.

"Gemeinsam kochen": 75 verschiedene Koch- und Backkurse
Das letzte Drittel des umfangreichen Programmheftes bietet unter dem Motto gemeinsam kochen eine Vielzahl an informativen Vorträgen, eine Fastenwoche und das DGE-Seminar "Ich nehme ab!". In 75 verschiedenen Koch- und Backkursen haben Anfänger und Fortgeschrittene die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten aufzufrischen, aufzubauen oder von der Pike auf zu lernen. Ob in Langzeitkursen an mehreren Terminen über das ganze Jahr verteilt (reine Männerkurse, gemischte Gruppen oder das Seniorenkochen am Donnerstagvormittag) oder an einzelnen, thematisch gebundenen Kochabenden (von der italienischen, koreanischen oder persischen Küche über Start cooking bis zu Festtagstorten selbst gemacht) is(s)t für Jeden was dabei.

Kurs-Beratung
Das Team der Kath. Familienbildungsstätte freut sich auf Sie und berät Sie gern!
Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon 0561/7004-111 oder gern auch per E-Mail an info@fbs-kassel.de.

Meine Mütze stärkt meine Chance

Bildung für junge Flüchtlinge bedeutet persönliche Zukunft und gesellschaftliche Integration. Deshalb hat der Jugendmigrationsdienst im Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein Projekt initiiert, das jungen Flüchtlingen ermöglicht, einen Hauptschulabschluss zu erlangen.

"Meine Chance"
"Meine Chance" heißt das Ausbildungsprojekt, in dem 20 junge Männer und Frauen Unterricht erhalten und im Praktikum Berufe kennenlernen. Dabei werden sie von den Caritas-Fachkräften begleitet. Ziel ist die Vorbereitung auf die Prüfung des externen Hauptschulabschlusses.

Die Plansecur-Stiftung fördert das Projekt dadurch, dass sie die notwendigen Räumlichkeiten in ihrem Studienhaus Eberhard zur Verfügung stellt und den Jugendmigrationsdienst bei der Organisation des Lernalltags unterstützt.

Unterstützen auch Sie das Projekt „Meine Chance“:

  • Ganz cool durch den Erwerb einer schicken Mütze - von den Ehren- und Hauptamtlichen der Caritas selbst gehäkelt und erhältlich im Welt- und Regioladen „Karibu“ in der Obersten Gasse 30, 34117 Kassel.
     
  • Ganz klassisch. durch Ihre Spende:
    Spendenkonto: Kasseler Sparkasse
    IBAN DE37 5205 0353 0000 0189 66
    BIC: HELADEF1KAS
    Verwendungszweck:„Meine Chance“

Ihre Spende ermöglicht Bildung für junge Flüchtlinge!
Bildung bedeutet Zukunft!
Von Herzen Dank!

Exerzitienprogramm 2016: das eigene Leben mit Gott in Kontakt bringen

Exerzitien sind in unserem an Aufgaben, Arbeit und Terminen überbordenden Alltag eine ganz besondere Zeit. Die Exerzitienseelsorge Kassel bieten in ihrem Programm 2016 Auszeiten der Besinnung und Konzentration: Stille, Gebetszeiten, Begleitung und Austausch. Neben dem Besinnungswochenende, den Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen und den Exerzitien im Alltag gibt es auch das Bibliodrama in der Fastenzeit, die Pilgerfahrten ins Heilige Land, die Bergtour "mit Bibel und Rucksack" und die Predigten zur Fastenzeit.

Ab 1. Januar: die neue „Pfarrei Sankt Elisabeth“

Ab dem 1. Januar 2016 gibt es in der Stadt Kassel statt bisher vierzehn katholischen Kirchengemeinden nur noch elf. Die bisherigen Kirchengemeinden St. Bonifatius (Weserspitze), St. Elisabeth (Friedrichsplatz), St. Joseph (Rothenberg) und St. Laurentius (Philippinenhof/Warteberg) schließen sich zu einer gemeinsamen Pfarrei zusammen. Diese bekommt den Namen der heiligen Elisabeth und knüpft somit an die gleichnamige „Mutterpfarrei“ (seit 1808) der Kasseler Katholiken an.

Pfarrbüro an der Ihringshäuser Straße
Die Gemeinde St. Elisabeth war nach der Reformation die erste katholische Kirche in Nordhessen und stand bis zur Bombennacht 1943 an der Stelle des heutigen Staatstheaters. Peter Bulowski (Kirche St. Bonifatius, Weserspitze) ist nunmehr der Pfarrer der neuen gemeinsamen Pfarrei. Ihm steht Pfarrer Stefan Krönung als mitarbeitender Priester zur Seite. Es gibt auch nur noch ein Pfarrbüro, das sich im Gemeindehaus von St. Bonifatius (Ihringshäuser Str. 3) befindet. An den drei übrigen Kirchorten verbleiben Kontaktstellen, die einmal pro Woche geöffnet sind.

Kirchorte bleiben erhalten
„Selbstverständlich bleiben die vier Kirchengebäude als Kirchorte auch unter dem Dach der fusionierten Gemeinde bestehen, in denen auch die Gottesdienste wie gewohnt gefeiert werden. „Die ‚Pfarrei Sankt Elisabeth‘ ist zu allererst eine organisatorische Struktur, die kirchliches Leben vor Ort ermöglicht und trägt“, so Bulowski. Dementsprechend sind es auch die strukturellen Veränderungen, welche diesen Zusammenschluss erforderlich werden lassen: Sinkende Zahlen bei Gemeindemitgliedern und Gottesdienstbesuchern, weniger ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zurückgehende Kirchenfinanzen.

Neugründung erst nach Wahl der ehrenamtlichen Gremien komplett
Diese neue Pfarrei wird jedoch erst „komplett“, wenn ihre ehrenamtlichen Gremien neu gewählt sind und ihre Arbeit aufnehmen werden. Dies sind der Verwaltungsrat, dem die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Kirchen und Gemeindehäuser obliegt, sowie der Pfarrgemeinderat, der zusammen mit dem Pfarrer die inhaltliche Arbeit gestaltet. Beide Gremien werden am Wochenende des 12. und 13. März 2016 neu gewählt.

Pfarrei sucht Menschen, die ihre Kirche mitgestalten wollen
Hierzu sucht die neue Pfarrei Sankt Elisabeth Kandidatinnen und Kandidaten. „Es ist ein Neubeginn“, so Ursula Kotzur, Pfarrgemeinderatssprecherin von St. Bonifatius. „Wir bauen aus den vier Gemeinden eine neue Pfarrei. Das heißt nicht, dass alles Bisherige abgeschafft und etwas ganz Neues begonnen wird, sondern Strukturen zusammengeführt werden und – was viel wichtiger ist – die Gläubigen sich gemeinsam auf einen Weg machen, der bei allen Problemen riesige Chancen bietet. Wer jetzt in der neuen Pfarrei mitarbeiten will, der ist direkt mit dabei, die Kirche der Zukunft zu gestalten, damit sie weiterhin unter veränderten Rahmenbedingungen den Menschen vor Ort im Stadtteil dienen kann.“

Logo zeigt Offenheit für die Menschen
Das selbst entwickelte Logo zeigt die vier fusionierten Gemeinden als Klammer vor dem gemeinsamen neuen Namen. Die Idee hatte Pfarrgemeinderatssprecher Marcus Leitschuh: „Wir sind auf einer Wellenlänge. Die Wellen drücken Dynamik aus. Sie stehen dafür, dass die Pfarrei wirkt und nicht intern bei sich bleibt.“ Das Logo soll die vier Gemeinden verbinden und gleichzeitig ihre Offenheit und Verbundenheit mit der Stadt und den Menschen zeigen.

Adress-Informationen:
Pfarrei Sankt Elisabeth
Ihringshäuser Str. 3
34125 Kassel
Telefon: 0561/874221
E-Mail: sankt-elisabeth-kassel@pfarrei.bistum-fulda.de
Internet: www.st-elisabeth-kassel.de 
Auf Facebook: www.facebook.com/st.elisabeth.kassel

Die Sorge für das gemeinsame Haus

Bild (Wikipedia): Giotto: Franziskus
predigt zu den Vögeln (Ausschnitt)

 

“Laudato Si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr”: So beginnt der berühmte Sonnengesang des heiligen Franziskus von Assisi. “Laudato Si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr” sind auch die ersten Worte der neuen Enzyklika, von der Kardinal Reinhard Marx sagt, sie sende ein starkes Signal für die Schöpfung.

„Franziskus fordert ökologische Spiritualität, ein neues Denken, ein neuer Geist, Verantwortung für die Geschenke Gottes. Wir müssen Beschützer des Werkes Gottes sein“, so Weihbischof Dr. Bernd Uhl (Freiburg), Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Ökologische Fragen“ der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.

Europa muss endlich handeln! Kirchen fordern Seenotrettung und sichere Zugänge

Angesichts des jüngsten Bootsunglücks vor der libyschen Küste erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm:

„Über das erneute Bootsunglück sind wir zutiefst erschüttert. Allein in der vergangenen Woche sind über 1000 Menschen bei ihrem verzweifelten Versuch, nach Europa zu gelangen, ertrunken. An dieses vielfache Sterben vor den Küsten unseres Kontinents dürfen wir uns nicht gewöhnen. Das ist ein humanitärer Skandal! Der entschlossene Kampf gegen gewissenlose Schleuser ist notwendig. Wir brauchen sofort eine Seenotrettungsmission in europäischer Verantwortung. Ein Jahr lang hat die italienische Operation ‚Mare Nostrum‘ hier Vorbildliches geleistet."

Rettung Schiffbrüchiger contra Grenzschutz
"Für die FRONTEX-Mission ‚Triton‘ gilt dies nicht: Ihr Hauptzweck ist nicht die Rettung Schiffbrüchiger, sondern der Grenzschutz. Ihr Beobachtungsgebiet wurde stark eingeschränkt, die Finanzmittel begrenzt. Deshalb fordern wir mit Nachdruck, zu einem durchgreifenden Konzept der Seenotrettung zurückzukehren. Wir wissen, dass damit für manche ein Anreiz zur Flucht nach Europa gesetzt wird. Aber die Lösung dieses Problems darf nicht darin bestehen, Menschen, die in existenzieller Not vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, sehenden Auges dem Risiko des Ertrinkens auszusetzen. Stattdessen sollten sichere Zugangswege für Migranten und Schutzsuchende eröffnet werden. Europa muss ermöglichen, dass Menschen nicht mehr ihr Leben riskieren, um bei uns Schutz zu suchen.“

Kirchen begrüßen Kurskorrekturen bei Kirchenasyl

In der letzten Februar-Woche trafen sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche zu einem Spitzengespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Manfred Schmidt, in Berlin getroffen. An dem Gespräch nahmen der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Dr. Martin Dutzmann, teil.

Tradition des Kirchenasyls steht nicht in Frage
Nachdem bereits der Vergleich zwischen Kirchenasyl und Scharia durch den Bundesminister des Innern zurückgezogen wurde, hat in dem Spitzengespräch auch das BAMF klargestellt, dass die Tradition des Kirchenasyls an sich nicht in Frage gestellt wird. Gleichzeitig wurde die Einführung einer verschärften Fristenregelung aufgeschoben. Dieses Ergebnis haben heute Prälat Dr. Jüsten und Prälat Dr. Dutzmann gewürdigt: „Die beiden großen christlichen Kirchen begrüßen diese wichtigen Kurskorrekturen.“

Kirchenasyl bleibt erhalten
„Uns liegt am Herzen, dass das Kirchenasyl in seiner bisherigen Form erhalten bleibt“, betonte Jüsten. „Das ist nun bis zum Herbst ohne Einschränkung möglich“. Im Vorfeld war vom Bundesamt angekündigt worden, die Frist zur Überstellung von Personen im Kirchenasyl, die im Rahmen der sogenannten „Dublin–Verordnung“ in einen anderen Mitgliedstaat abgeschoben werden sollen, von sechs auf 18 Monate zu verlängern. Die Entscheidung über die Einführung dieser verlängerten Frist sei nun aufgeschoben.

Neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen
Prälat Dutzmann hob hervor: „Gemeinden entscheiden selbstständig über die Gewährung von Kirchenasyl, wenn sie befürchten, dass einem Menschen bei seiner Abschiebung Menschenrechtsverletzungen oder unzumutbare Härten drohen. Das ist auch in „Dublin-Fällen nicht ausgeschlossen.“ „Kirchenasyl ist für uns immer ultima ratio“, ergänzte Prälat Jüsten. In der Zeit bis zum Herbst wollen die Kirchen und das BAMF nun eine neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen erproben. Dabei sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, vorzugsweise noch bevor die betroffenen Personen in das Kirchenasyl aufgenommen werden. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden. „Wir hoffen, dass dies zu einer Vermeidung von Härtefällen beiträgt“, erläutert Prälat Dutzmann.

Christlich-humanitäre Tradition
Unter anderem haben die Gesprächsteilnehmer festgehalten, dass die Kirchen mit dem Kirchenasyl nicht das Ziel verfolgen, den Rechtsstaat in Frage zu stellen oder über das Kirchenasyl eine systematische Kritik am Dublin-System zu üben. Kirchenasyl sei kein eigenständiges, neben dem Rechtsstaat stehendes Institut, habe sich jedoch als christlich-humanitäre Tradition etabliert. „Das Bundesamt beabsichtigt nicht, die Tradition des Kirchenasyls an sich in Frage zu stellen“, heißt es in dem von allen Seiten getragenen Gesprächsvermerk.

226 ‚Fälle‘
Derzeit haben evangelische und katholische Gemeinden in Deutschland 226 Kirchenasyle gewährt. Angesichts von mehr als 200.000 Asylverfahren in Deutschland im Jahr 2014 unterstreichen die weiterhin niedrigen Fallzahlen den Charakter des Kirchenasyls als Nothilfe im Einzelfall.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 27. Februar 2015

Kirchenasyl verhindert oft einen Rechtsbruch

Zur Kritik des Bundesministers des Innern Thomas de Maizière an der
aktuellen Praxis des Kirchenasyls erklärt Dechant Harald Fischer:

Keine Argumentation, sondern Polemik
Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière vergleicht die Praxis der Kirchen, in manchen Fällen Kirchenasyl zu gewähren und sich damit „über das Recht zu setzen“ mit der Scharia. Die Art von „Scharia“, die derzeit Thema in den Medien ist, ist eine fundamentalistisch verstandene Scharia. Sie praktiziert die öffentliche Enthauptung von Menschen, das Abhacken von Gliedmaßen bei Gesetzesverstößen und das öffentliche Auspeitschen von Menschen, die islamische Herrscher kritisieren. Ein solches Gesetzeswerk mit dem Gewähren von Kirchenasyl in eins zu setzen, ist keine Argumentation, sondern Polemik.

Kirchenasyl verschafft Atempause
Die Kirchengemeinden nehmen abgelehnte Asylbewerber ins Kirchenasyl auf und verhindern so die bevorstehende Abschiebung. Anstatt dieses humanitäre Engagement vieler Menschen in unserem Land zu würdigen, übersieht de Maizière, dass fast 90% der Fälle, in denen christliche Gemeinden Kirchenasyl gewährt haben, erfolgreich sind. Das heißt: Der Staat erkennt im Nachhinein an, dass die Asylbewerber in Deutschland bleiben dürfen. Kirchenasyl stellt also weder einen Rechtsbruch dar, noch stellt es sich über das Gesetz. Es verhindert vielmehr in den allermeisten Fällen einen Rechtsbruch des Staates. Kirchenasyl verschafft in humanitären Konfliktfällen eine Atempause, in der der Staat seine eigene Entscheidung noch einmal überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann.

Mehr als 200.000 Asylbewerber - weniger als 400 Menschen im Kirchenasyl
Die große Zahl der Anerkennung, die Menschen gewährt wird, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben, macht sichtbar, wie wichtig diese humanitäre Handlung der Kirchen ist. Angeblich gibt es derzeit in Deutschland weniger als 400 Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Bei einer Gesamtzahl von über 200.000 Asylbewerbern im letzten Jahr ist das eine verschwindend geringe Zahl. Es ist unbegreiflich, warum der Innenminister diese geringe Zahl problematisiert, und unsinnig, hier von einem „Missbrauch des Kirchenasyls“ zu sprechen.

Verantwortlicher Umgang mit dem Kirchenasyl
Es gibt auch in verschiedenen Kasseler Kirchengemeinden derzeit Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Die Kirchengemeinden gehen damit sehr verantwortlich um. Die Fälle werden mit Sachverstand und Sorgfalt geprüft. In den katholischen Gemeinden unserer Stadt wirken auch die Gremien Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat an Entscheidungen für die Aufnahme eines Menschen ins Kirchenasyl mit. Durch das Kirchenasyl werden unzumutbare menschliche Härten aufgefangen. Es geht um Menschen mit grausamen Schicksalen. Im Übrigen: Das in letzter Zeit so viel beschworene „christliche Abendland“ zeichnet sich gerade durch dieses humanitäre Engagement aus.

Wir, die katholischen Gemeinden im Dekanat Kassel-Hofgeismar, werden uns in unserem Engagement für hilfsbedürftige Flüchtlinge weder abschrecken noch irritieren lassen.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Jugendpfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. „Die Internetseite der Berufungspastoral erscheint in neuem Design, angelehnt an den Auftritt des Bistums, damit ein Wiedererkennungseffekt gegeben ist“, erklärt Wolfgang Uffelmann, Referent für die Berufungspastoral. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die neue Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Auch soll die Internetseite nicht starr sein; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

Soll Kassel eine Stadt der Rüstung bleiben oder eine Stadt des Friedens werden?

Koreakrieg ca. 1951.
Foto (Wikipedia):
Maj. R.V. Spencer, UAF (Navy)

In diesen Tagen erreicht uns die traurige Nachricht, dass der Kasseler Panzerbauer Rheinmetall nicht nur 54 Radpanzer für Algerien gebaut hat, sondern auch bei der Herstellung weiterer 926 Panzer hilft (HNA 18.06.2014). Zusätzlich baut Rheinmetall eine ganze Fabrik vor Ort, in der zukünftig mit Komponenten aus Kassel hunderte Panzer selbständig hergestellt werden können. Zwar gibt es eine Verpflichtung der Käufer, die Panzer nicht weiterzuverkaufen, aber das untersteht keiner unabhängigen Kontrolle und immer wieder zeigte sich in der Vergangenheit, dass – auch deutsche Waffen – unkontrolliert in anderen Staaten auftauchten und dort eingesetzt wurden.

Der aktuelle Rüstungsexportbericht
Im letzten Rüstungsexportbericht wurde offensichtlich, dass gerade Deutschland die Rüstungsexporte in Länder außerhalb der EU und der NATO auf Rekordhöhe gesteigert hat. Unter den belieferten Ländern finden sich neben Algerien auch Katar, Saudi-Arabien und Indonesien: allesamt Staaten, die für ihre Menschenrechtsverletzungen bekannt sind. In Algerien gibt es laut Nichtregierungsorganisationen unter anderem Einschränkungen bei der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit; ebenso unterbleibt die Aufklärung des Schicksals der in den 1990er Jahren verschwundenen Personen.

Seit dem 1. Weltkrieg ist Kassel eine Stadt der Rüstungsproduktion
Wir gedenken in diesen Tagen auch des 28. Juni 1914. 100 Jahre sind seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs vergangen. Die Entwicklung, die Produktion und der Einsatz modernster Waffentechnik waren die Voraussetzung für das beispiellose Morden, dem viele Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Schon während des 1. Weltkriegs wurden in Kassel Rüstungsgüter hergestellt. Während des 2. Weltkriegs galt Kassel als Rüstungszentrum. Heute werden in der Stadt schwere und leichte Panzer, Militärtransport- und Mehrzweckfahrzeuge sowie fernbedienbare Waffensysteme gebaut. Das heißt: Trotz aller katastrophaler Erfahrungen bleiben Tradition und Innovation der Kasseler Rüstungsproduktionen ungebrochen.

Rüstungsumwandlung statt Rüstungsproduktion
Das ist für die Katholische Kirche in Kassel nicht akzeptabel. Wir brauchen dringend eine neue Initiative, die aus der Stadt der Rüstungsproduktion eine Stadt der Rüstungsumwandlung macht. Es kann nicht sein, dass Kassel mit der documenta ein weltweites Zeichen für die schöpferische Gestaltungskraft des Menschen setzt, während gleichzeitig in der Stadt Güter hergestellt und in alle Welt ausgeführt werden, die der Tötung und Unterdrückung von Menschen und der Stärkung unrechtmäßiger Machtstrukturen dienen. Wir haben in Kassel alles, was wir für eine Rüstungskonversion brauchen: kluge und engagierte Menschen, Ideenreichtum, technischer Sachverstand, Organisationstalente und die Sehnsucht nach einem echten Frieden. Die Illusion, dass Waffen in den Krisenregionen Stabilität und Sicherheit bringen, wird doch gerade in diesen Tagen wieder einmal an zahlreichen Kriegsschauplätzen unserer Welt entlarvt, an denen europäische und oft genug deutsche Waffen zum Einsatz kommen.

Gesucht: Gestaltungsideen für Konversion
Im Januar 2012 haben Tausende Kasseler Bürgerinnen und Bürger mit einer Unterschriftenaktion die Versammlung der Kasseler Stadtverordneten aufgefordert, sich dagegen auszusprechen, dass Kassel wieder zu einer Todesschmiede in der Welt wird. Das wurde unter anderem mit dem Argument abgelehnt, die Rüstungsproduktion geschehe im gesetzlich geklärten Rahmen und auf diesen habe die Stadtpolitik keine Einflussmöglichkeit. Heißt das, dass wir gut heißen sollen, wenn in Kassel Waffen hergestellt werden, die an anderen Orten Tod und Vernichtung bringen? Vielleicht gelingt der Stadt Kassel und ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Ideenkonferenz, wie die Rüstungsproduktion in unserer Stadt in eine Produktion ziviler Güter umgewandelt werden kann. Das wäre doch ein wunderbarer Ausdruck unserer Gestaltungskraft!

Nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gemeint
Die Kritik an der Rüstungsproduktion meint ausdrücklich nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rheinmetall oder von KMW, die auf ihre Arbeitsplätze angewiesen sind. Hier sind vielmehr politische Entscheidungen auf nationaler wie auf lokaler Ebene notwendig, die den Rüstungsexport in die Krisenregionen unserer Welt unterbinden und die Konversion der Rüstungsfirmen einleiten.

Bischof Algermissen: „Perverse Doppelmoral“
Heinz Josef Algermissen, Bischof des Bistums Fulda und Präsident von pax christi - Deutsche Sektion e.V., klagt in seinem aktuellen Bischofswort: „Es ist eine perverse Doppelmoral, wortreich die blutigen Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika zu beklagen und nach Frieden zu rufen, auf der anderen Seite aber mit Waffenlieferungen den Rüstungswettlauf zu schüren, gewinnbringend den Tod in Krisenregionen zu exportieren und sich dann auch noch die Hände in Unschuld zu waschen mit dem zynischen Hinweis, Rüstungsgüter würden Arbeitsplätze schaffen“ (www.bistum-fulda.de).

Papst Franziskus: „Händler des Todes“
Am Tag der Veröffentlichung des deutschen Rüstungsexportberichts sagte Papst Franziskus bei der Generalaudienz (11.06.) auf dem Petersplatz, diejenigen, die Waffen herstellten, um Krieg zu schüren, seien „Händler des Todes“. Sie würden einmal von Gott zur Rechenschaft gezogen. Dem ist Nichts hinzuzufügen.

Dechant Harald Fischer
Dekanat Kassel-Hofgeismar

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