Die Akademikerseelsorge 2017: Romreise, Lesekreis und Sprach-Werkstatt

Tiber und Engelsbrücke. Foto: Jebulon, Wikipedia CCO

Tagung 2017: Gott und Sprache

19.-21.05.2017
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Gott zur Sprache bringen
- In der Werkstatt von Predigern, Philosophen und Poeten

 
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Die Rede von der Sprachlosigkeit vieler Christen ist fast zu einem Allgemeinplatz geworden. Sie wissen nicht mehr, wie man über Religion und Glaube sprechen soll, und können es auch kaum noch. Vordergründig kann man dafür das Phänomen der Säkularisierung verantwortlich machen, das die Rede von Gott in einer weltlichen Welt immer schwieriger macht – auch für die Gottesredner (Theo-logen) von Berufs wegen. In einer tieferen Sicht stellt sich die Frage, ob die Sprache überhaupt geeignet ist, das Wort „Gott“ zu beherbergen. Ist Gott nicht viel zu groß für jedes Wort? – In verschiedenen Annäherungen aus Theologie und Philosophie, aus Literatur und Liturgie wird die Tagung untersuchen, wie man heute Gott zur Sprache bringen kann..

Die Referenten:
Dr. Andreas Knapp, Leipzig
Theologe und Dichter

Prof. Dr. Georg Langenhorst, Augsburg
Forschungsschwerpunkt: Religion und Gottesfrage in der Literatur

Prof. Dr. Stephan Weyer-Menkhoff, Mainz
Schwerpunkte: Gestaltpädagogik, Ästhetik, Raum und Ritual sowie Kirchenbau und kirchliche Kunst

Dr. Norbert Ernst, Grebenstein
Akademikerpfarrer im Bistum Fulda

Anmeldung und Information:
DIE HEGGE - Christliches Bildungswerk
Hegge 4
34439 Willebadessen – Niesen
Tel: 05644/400 Fax: 05644/8519
E-Mail: bildungswerk@die-hegge.de
Homepage: www.die-hegge.de

Tagungsbeitrag:
€ 140,-
inkl. Unterkunft und Verpflegung

Studienreise 2017 > Rom

30.09.-07.10.2017
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Protestanten in Rom
- eine ökumenische
Studienreise

 
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Alle Welt schaut im Jahr des Reformationsjubiläums nach Wittenberg. Wie aber schauen Protestanten nach Rom, dem Zentrum des Katholizismus, das im 16. Jahrhundert zum Anlaß der reformatorischen Bewegung wurde? Wie haben sie Rom erlebt, wie sehen sie es heute? – Die Studienreise beabsichtigt, den protestantischen Blick auf das katholische Rom direkt vor Ort zu studieren und damit auch ökumenisch fruchtbar werden zu lassen.

Vorschau:
Martin Luther in Rom – Protestantisches in der Sixtina? – Jesuiten und Gegenreformation – Der protestantische Friedhof – Bedeutende protestantische Romfahrer – Protestantische Stimmen zur Unfehlbarkeit des Papstes – Besuch der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde – Der Vatikanische Rat für die Einheit der Christen

Termin:
30. September 2017 (Anreise) – 7. Oktober 2017 (Abreise)

Unterkunft:
in einem Schwesternhaus in Trastevere

Anreise:
individuell

Kosten (2015):
€ 35,- pro Übernachtung (ohne Frühstück),
Zimmer mit Du/WC

Weitere Information:
bei Dr. Norbert Ernst, siehe Kontakt

Lesekreis 2016/2017

Joseph Roth: Hiob.
Roman eines einfachen Mannes

(Es gibt mehrere Ausgaben, z.B. Anaconda Verlag 2010, 3,95 €)

In dem armen jüdischen Lehrer Mendel Singer wiederholt sich das Schicksal des alttestamentlichen Dulders Hiob. Von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht rebelliert er gegen Gott, hört auf zu beten, lästert schließlich gegen Gott: "Gütiger als Gott ist der Teufel. Da er nicht so mächtig ist, kann er nicht so grausam sein." - Joseph Roths Erzählung, 1930 erschienen, ist eine der bedeutendsten literarischen Gestaltungen der uralten Theodizeefrage: Wie kann es einen guten Gott geben angesichts des Leids in der Welt?

Termin:
vierzehntägig dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr
Start 2016: 4. Oktober

Ort:
Regionalhaus Adolph Kolping
Die Freiheit 2, 34117 Kassel
Kleiner Kolpingsaal (1. Stock)

Um Anmeldung wird gebeten:
bei Dr. Norbert Ernst (siehe Kontakt)

Kontakt

Dr. Norbert Ernst

Kressenbrunnen 4

34393 Grebenstein


Telefon 05674-923 11 07

E-Mail dr.n.ernst@online.de

 

Statue "Hiob" von Gerhard Marcks (1957)  vor der St.-Klara-Kirche, Nürnberg.
Foto: Andreas Praefcke (Wikipedia; gemeinfrei).

Die Akademikerseelsorge Kassel

Foto: Abtei Herstelle
(www.abtei-herstelle.de)

 
Die Kirche begegnet heute einer wachsenden Zahl von Akademikern, die anspruchsvolle Fragen an Glaube und Religion stellen und nicht selten auch in kritischer Distanz zur Kirche stehen. Dieser Herausforderung will sie durch ihre Präsenz in der Akademikerschaft gerecht werden. Sie tut dies in der Überzeugung, dass zwischen Kirche und Welt, zwischen Religion und Kultur, letztlich zwischen Glaube und Vernunft ein positives Verhältnis besteht. Diese Beziehung im offenen Gespräch zu reflektieren, zu aktuellen Themen der Zeit Stellung zu nehmen, Akademikerinnen und Akademiker in ihren Lebens- und Glaubensfragen zu begleiten und im Licht des Glaubens Antworten zu suchen, ist Inhalt und Aufgabe einer verantwortlichen Akademikerseelsorge.

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